Groza - Unified In Void

Review

Soundcheck Dezember 2018# 9

KURZ NOTIERT

MGŁA und UADA sind wohl die größten Black-Metal-Aufsteiger der letzten Jahre, und so ist es nicht verwunderlich, dass diese Bands auch Newcomer inspirieren – darunter die bayerischen GROZA, die ihr Debütalbum „Unified In Void“ im August in Eigenproduktion digital veröffentlicht haben. Nun schieben Art Of Propaganda im November (CD-Version) bzw. im Januar (LP-Version) die physischen Exemplare hinterher. Das ist ein Glücksfall, denn obwohl GROZA bei weitem nicht nur ihren Bandnamen bei ihren polnischen Vorbildern entliehen haben, zeigen sie durchaus Können. Ja, das alles klingt nach einer Light-Version von MGŁA, was sich bis hin zu solchen Details erstreckt, wie dass das Schlagzeug-Intro in „Amongst The Worms“ exakt so klingt wie das in „Exercises In Futility II“. Etwas Neues sollte bei „Unified In Void“ also niemand erwarten, bitte – aber das hier ist das erste Lebenszeichen der Band, und da darf man sich ja ruhig mal bei den Vorbildern bedienen. Jetzt müssen GROZA noch als Künstler wachsen und eigenständiger werden, dann darf man für die Zukunft durchaus Spannendes erwarten. Talent und Potenzial sind auf jeden Fall erkennbar.

25.11.2018

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8 Kommentare zu Groza - Unified In Void

  1. der holgi sagt:

    Dreister MGLA Clone, nicht nur musikalisch, auch optisch. Und dabei machen sie es sehr gut, geradezu gespenstisch gut. Kurz: Sehr gute Musik die jedoch fast alles vermissen lässt, was der Begriff Eigenständigkeit umreisst .

    Unglaublich.

    8/10
  2. unfurl999 sagt:

    Also es gibt Bands die ihre Vorbilder huldigen, und dann gibt es dreiste Kopien, wie Groza. Wenn man teilweise Songs fast 1:1 nachspielt und das dann als eigene Musik vermarktet ist das schon sehr dreist.

    1. nili68 sagt:

      Etwas off topic: Kopie oder nicht, im Endeffekt zählt für mich nur, ob es mir gefällt. Mit MGLA kann ich eher weniger anfangen, aber UADA, denen man ja auch nachsagt MGLA-Klone zu sein, finde ich super. Tja, so ist das manchmal..

      1. unfurl999 sagt:

        Tja, und wenn man sich wirklich mal mit Uada / Mgla auseinandersetzt wird man feststellen, dass es zwei verschiedene Bands sind die nicht mal wirklich gleich klingen. Ich denke der ganze Mist ist aufgekommen, weil Uada Kapuzen tragen und daher optisch mit Mgla verglichen werden, obwohl es, wenn überhaupt, eine Homage an Midnight (die haben das nämlich vor Mgla gemacht) ist. Aber gut, diesen „Uada-ist-eine-Mgla-Kopie-Jüngern“ kann man eh nicht mit Logik kommen.
        Zum Thema: Groza klaut offensichtlich Songs, insbesondere von Uada. Von daher ist das schon ein Unterschied ob man wie z.B. The Spirit (musikalische) Dissection huldigt, oder Attic eine King Diamond, aber trotzdem eigenständige Songs schreibt.

      2. nili68 sagt:

        Alles richtig, was du schreibst, ich finde ja auch nicht, dass UADA wie MGLA klingen. Du bist allerdings der erste, der mir untergekommen ist, der das auch so sieht.

      3. unfurl999 sagt:

        Scheint eine in Deutschland vorherrschende Meinung zu sein. Hier in den USA gibts zwar auch einige Mgla-Jünger, aber die meisten hören beide Bands, und sehen da auch keine Überschneidung.
        Ausserdem, mal ehrlich, Mgla sind ultra langweilig live, wo hingegegen Uada eine hervorragende Live Band ist.

      4. nili68 sagt:

        Deutschland ist da sowieso besonders extrem, was Schubladen angeht und alles zu analysieren bis zum Erbrechen. Muss an der Liebe zur Bürokratie liegen. Gibt es anderswo auch, aber hier ist das schon besonders ausgeprägt. Hier wird analysiert und verglichen, bis niemand mehr weiß, um was es überhaupt ging..

      5. unfurl999 sagt:

        Ja, da muss ich dir recht geben. Sieht man ja gerade wieder an der aktuellen Situation mit Uada, um mal wieder halbwegs zum Thema zurück zu kommen.