Handful Of Hate - To Perdition

Review

Die Italiener HANDFUL OF HATE sind garantiert keine Neulinge in der Black-Metal-Szene, sind sie doch immerhin schon seit 1993 unterwegs und haben inzwischen fünf Alben, drei EPs und eine Demo auf dem Buckel. Mit „To Perdition“ ist gerade frisch das sechste Album der Band erschienen und darauf zeigt der Vierer aus der Toskana seinen Hörern einmal mehr, wie sich ein Vorschlaghammer so in der Fresse anfühlt. Wütender, technischer und leicht chaotischer Black Metal mit einer ausgeprägten Death-Metal-Schlagseite wird von HANDFUL OF HATE nicht nur gespielt, sondern richtiggehend zelebriert, womit Freunde der Schneller-härter-technischer-brutaler-Fraktion sicherlich standesgemäß bedient werden.

Allerdings verzetteln sich HANDFUL OF HATE auch ein um’s andere Mal in ihrer technischen, chaotischen Vorgehensweise, sodass nur wenig Stimmung aufkommt. Problematisch an „To Perdition“ ist vor allem, dass es zwar einige atmosphärische Stückchen und Versuche gibt, diese jedoch nie ausgebaut und einem Spannungsbogen zuträglich inszeniert, sondern stattdessen lieber vom nächsten Prügel- und Chaospart abgelöst werden. Man höre in dieser Hinsicht zum Beispiel „Caro Data Vermibus“, dessen atmosphärischer Einstieg derart unmittelbar in Blasts und Brutalität übergeht, dass es fast peinlich naiv und abrupt wirkt. Natürlich gibt es Ausnahmen, und so können die in der Mitte des Albums angesiedelten Songs „Larvae“ und „Ornaments For Derision“ oder auch gegen Ende „Feeding Sufferings“ durchaus ein bisschen Spannung und den einen oder anderen Höhepunkt bieten, während das eigentlich ziemlich furiose „Cursed Be Your Breast“ mit einem beinahe schon elegischen, wiederkehrenden Riff aufwartet.

Damit ist „To Perdition“ sicherlich kein schlechtes Album, nur krankt es ein bisschen daran, dass die mächtigen, technischeren Brutaloparts auf Dauer einfach an Spannung verlieren und die wirklich wirksamen, zwingenden Momente viel zu dünn über die knappe Dreiviertelstunde verstreut sind, um den Gesamteindruck retten zu können. Schade, ein paar grandios-gute Ideen sind dabei.

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26.11.2013

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