Hollenthon - Opus Magnum

Review

Sieben Jahre sind seit der letzten HOLLENTHON-Veröffentlichung, dem hoch gelobten „With Vilest Of Worms To Dwell“, ins Land gezogen. Am 30. Mai 2008 wird nun das lang erwartete dritte Studioalbum, „Opus Magnum“ betitelt, der österreichischen Band um Martin Schirenc erscheinen.

HOLLENTHONs neues Werk präsentiert sich düsterer und härter als die beiden Vorgänger „Domus Mundi“ (1999) und „With Vilest Of Worms To Dwell“ (2001). Wie gewohnt werden auch auf „Opus Magnum“ imposante Chöre, opulente Streicher- und Keyboard-Arrangements sowie für den orientalischen Touch Sitar-Melodien großzügig eingesetzt. Dabei wird eine insgesamt düstere und zum Teil bedrohlich wirkende Stimmung aufgebaut, wobei die einzelnen Songs durch wiederholte Tempo- und Stimmungswechsel geprägt sind. Dies macht die einzelnen Stücke interessant und abwechslungsreich, zum Teil aber auch etwas sperrig.
Bereits der Opener „On The Wings Of A Dove“ hält sich nicht mit einem langen Intro auf sondern reißt den Hörer sofort in eine fast schon theatralisch wirkende Symbiose aus Metal und klassischen Elementen, die sich durch das gesamte Album zieht.
Die eingängigsten Stücke sind das durch tanzbare Melodien geprägte „Son of Perdition“ und das fast schon ohrwurmartige „Once We Were Kings“, welches durch ein kurzes Sitar-Spiel eingeleitet wird und durch das Wechselspiel zwischen Chor und Elena Schirencs Gesang, im Kontrast zu Martins dunklem Gesang besticht.
Das Ende der acht Songs beinhaltenden regulären CD bildet „Misterium Babel“, das zunächst aus dem Konzept zu fallen scheint. Das Intro baut durch den in einem Hindi-Dialekt vorgetragenen weiblichen Gesang, welcher durch Martins ruhigen klaren Gesang beantwortet wird, eine mystische Atmosphäre auf. Diese prallt unerwartet auf kraftvolle und bedrohlich wirkende Metalstrukturen, wird jedoch innerhalb des achteinhalb-minütigen Stücks wiederholt aufgegriffen.
Kritisch anzumerken ist meines Erachtens, die im Interview angesprochene ausschließlich unter ästhetischen Aspekten getroffene Auswahl des weiblichen Gesangs in „Misterium Babel“. Auch wenn dies unter rein kompositorischen Gesichtspunkten verständlich ist, erscheint es mir leichtsinnig, Gesang zu verwenden, dessen Inhalt/Aussage einem unbekannt ist. Vom Spektrum an möglichen negativen Auswirkungen stellt die Verfälschung der Gesamtaussage des Songs den harmlosesten Fall dar.

HOLLENTHON ist mit „Opus Magnum“ ein vielversprechendes Comeback gelungen und es stimmt freudig, dass Martin Schirencs Hauptaugenmerk nun auf dem in den letzten Jahren vernachlässigten Projekt liegt. Die Limited Edition von „Opus Magnum“ wird zusätzlich eine Coverversion des THE TEA PARTY-Songs „The Bazaar“ und das Video zu „Son Of Perdition“ enthalten.

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21.05.2008

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