Lowe - Kino Internatinal

Review

Großes Kino verspricht die schwedische Band LOWE zumindest vom Titel her auf ihrem zweiten „richtigen“ Album, vernächlässigt man einmal das Remixalbum zur letzte Scheibe „Tenant“. Die Schweden waren in den letzten Jahren nicht gerade bekannt für musikalische Quantität, solange allerdings die Qualität stimmt, kann man darüber ja entspannt hinwegsehen. Stimmt diese nun nach knapp vier Jahren aber nicht, macht sich doch eine große Portion Enttäuschung breit.

Leider kann „Kino International“ die Erwartungen nur bedingt erfüllen. Ein wenig stutzig konnte man schon bei der Online-Singleauskopplung „A 1000 Miles“ werden, da dieser Song zwar durchaus seinen Reiz hat, allerdings alles andere als ein Überflieger ist. Lauscht man nun den Klängen von „Kino International“ muss man enttäuscht feststellen, dass „A 1000 Miles“ im Vergleich zu den restlichen Tracks tatsächlich doch ein „Überflieger“ ist – was das nun wiederum für die restlichen Songs bedeutet, dürfte somit auch klar sein. Das Album bietet eine Reihe von harmlosen Elektropop-Songs, die durchgehend von teilweise recht dominanten Gitarrenklängen bestimmt werden, wodurch der Sound von LOWE etwas „Garagen-Feeling“ bekommt und stellenweise an die neueren Sachen von DEPECHE MODE erinnert. Vereinzelt stößt man auf ganz nette Songs wie das lebhafte „Now that I’ve tasted you“ oder „Shadows Rising“. Dazwischen tummelt sich jedoch leider einiges an Magerkost und Songs wie „Thick as thieves“ oder „So close so far“ sind nicht nur langweilig sondern auch noch eine ziemlich zähe Angelegenheit. Auch das Ende des Albums zieht sich mit „A room with a view“ & „Sirens Calling“ wie Kaugummi und man ist fast schon ein wenig froh, wenn am Ende die Sirenen tatsächlich verstummt sind. Der Wiedererkennungswert ist bei den meisten Songs gleich Null, zumindest mich wollen die Songs einfach nicht erreichen.

So bietet „Kino International“ leider kein großes Kino und die Konkurrenz ist in dieser Sparte mit Bands wie MESH und DE/VISION, vor allem aber auch mit jungen aufstrebenden Bands wie IRIS, INTUITION und MICHIGAN einfach zu groß, als dass LOWE mit dieser Scheibe punkten können, auch wenn es produktionstechnisch an „Kino International“ nichts zu mäkeln gibt. Gerade die angesprochenen jungen Bands haben jedoch in Sachen Dynamik und angenehmer Eingängigkeit mehr zu bieten als LOWE auf ihrem zweiten Album.

13.07.2008

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