Mageia - Mageia

Review

777 sind nicht mehr, aber macht nix, denn Liza Kay, ein ehemaliger Part von 777, macht einfach mit ihrer Band MAGEIA weiter… und hat dabei noch eine illustre Runde von Gastmusikern um sich scharen können! Jeff Neal (BOSTON), Milan Polak und Lars Eric Mattsson (u.a. für FALCO, THOMAS LANG, KIP WINGER) sind mit dabei. Das selbstbetitelte Debüt von MAGEIA ist bereits Oktober letzten Jahres erschienen, aber hey, schon mit meiner 777-Rezension war ich ein wenig „spät“ dran. Es gibt mit Ausnahme der neuen Version von „My Mirror“ aus der Hand von 777 komplett neues Songmaterial im groben Spannungsfeld vom 70er-Jahre Psychedelic-Rock und ein wenig exotischerem Instrumentarium und folgt somit im Allgemeinen der alten Ausrichtung.

MAGEIA – ausgefeilter Okkult-Retro-Rock

„Mageia“ klingt trotzdem herrlich frisch und hat definitiv einen eigenen Stempel. Das fängt schon bei den orientalischen Farbtupfern und dem mehrstimmigen Chorus im Opener „Blood of Apophis“ an. Hier also von einer bloßen Kopie von 777 zu sprechen wäre vermessen. Trotzdem schwingt derselbe Vibe mit. Gerade die Details in den Songs und die gute, aber trotzdem sehr warm und analog wirkende Produktion erheben das Material dann doch noch einmal vom alten Brötchengeber, wovon „My Mirror“ als Neueinspielung wahnsinnig profitiert und noch einmal weit vielschichtiger daher kommt. „The Rose“ ist infektiös rockig, aber auch melancholisch und spielt im Mittelteil dann mit der Sitar von Mattesson dann noch einen starke Trumpfkarte aus.

„Saturn Awake“ geht am ehesten in Richtung (Halb-)Ballade und stellt sich relativ gut an mit klassisch gezupftem Einstieg und Liza’s Stimme, über die sich später noch ein paar Harmonien legen dürfen, bevor es dann ein wenig beschwingter los geht. Die Riffs bleiben sehr gut im Ohr und die später noch aufspielenden Synthies und das klasse Solo erinnern an 70er-Psychedelic-Großtaten, ohne zu altbacken zu wirken. Auffällig ist auf „Mageia“ einfach das Feingefühl beim Komponieren, dass die Songs stetig spannend, aber nachvollziehbar hält. Das gab es bei 777 in dieser Breite noch nicht so ganz zu vernehmen.

„Mageia“ weiß zu begeistern

„Osiris“ bleibt den östlich angehauchten Gitarrenleads treu, ist aber insgesamt sehr viel getragener, aber auch unglaublich catchy. Man findet sich die Hook „A new God is born“ noch Tage danach mitsingend. „Jupiter Rising“ und „No God“ leiten das Album dann einerseits mit dem „poppigsten“ Song, wenn man das so sagen kann, und dem mit Abstand längsten und komplexesten aus, was aber allen Erwartungen zuwider wunderbar funktioniert. Kurzum: MAGEIA ist definitiv als Fortführung der thelemisch ausgerichteten Vibes von 777 zu erkennen, hat aber deutlich in Sachen Vielschichtigkeit und Arrangements gewonnen, gerade durch die orientalisch angehauchten Farbtupfer hier. Zu diesem Coup kann man Liza Kay nur beglückwünschen und dieses Album allen Fans von MOLASSES, THE DEVIL’S BLOOD und ähnlichen Retro-Rock-Kapellen, die dem Okkulten nahe stehen, empfehlen.

08.02.2021

"You can't spell Funeral without Fun!"

Der metal.de Serviervorschlag

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