Mastodon - The Workhorse Chronicles

Review

Galerie mit 28 Bildern: Mastodon - Emperor Of Sand Tour 2017

Wer bis dato beim Bandnamen MASTODON und solchen Titeln wie „Trilobite“ oder gar „Megalodon“ dachte, dass Relapse Records analog zur Ägyptologenband NILE auch eine Paläontologencombo ins Feld führen und eigentlich nur noch eine Proktologenformation fehlt, hat sich schon immer geirrt.
Es ist ein Haufen ganz normaler Freaks, die zufälligerweise sehr beachtliche Mucke machen.

Und nun, nachdem die Band nach exzessivem Touren, einer EP und nur zwei Studioalben die Luft hat mächtig brennen lassen und eben gewaltige Beachtung fand, nabelt sie sich vom Indie Label ab und begibt sich in die Arme des Giganten Warner, der sie bestimmt bald so richtig knuddeln möchte.

Und siehe da, Relapse verabschieden sich auf gekonnte Art und Weise von dieser Ausnahmeband. Sicherlich könnte man dem Label vorwerfen, dass da jemand noch mal mit der vorliegenden DVD abkassieren will, doch die rund 3 Stunden sind ihr Geld durchaus wert.

Kein Schnellschuss und auch keine lieblos zusammengekloppte Bilderabfolge.
Stattdessen erwartet den Rezipienten alles, was man von einer DVD über eben diese Combo, die seit 1999 besteht, im Großen und Ganzen erwartet. Naja, das mag nicht so ganz auf sämtliche Kommentare der Bandmitglieder zutreffen, dennoch kann man den begleitenden Worten den Unterhaltungsfaktor nicht in Abrede stellen. So geben die Anekdoten und Hintergrundinfos der vier Atlanta Boys, seien sie unter einem Saurierskelett, der Dusche, im Spielzeugladen an den Star Wars Regalen oder im IRON MAIDEN Shirt erzählt, weitreichende Auskunft über den musikalischen Hintergrund der vier sympathischen Beknackten, Entstehung der Band, des Bandnamens, das Touren allgemein oder eben über verschiedene Hobbies der Protagonisten.
Dazu gibt es auch gleich die drei offiziellen Videos von MASTODON („March Of The Fire Ants“, „Iron Tusk“ und „Blood And Thunder“), die zudem natürlich unzensiert sind … dabei ist vor allem „Blood And Thunder“ hervorzuheben, in dem eine sich keilende Horde von abgehalfterten Clowns für Aufsehen sorgt.

Das Wichtigste sind aber gewiss die 28 Liveaufnahmen, die in chronologischer Reihenfolge die musikalische Entwicklung MASTODONs von „Lifesblood“ über „Remission“ bis zum Durchbruchsalbum „Leviathan“ zeigen.
Allerdings sollte man hier nicht durchweg höchste Bild- und Tongüte erwarten, denn gerade die Aufnahmen aus den Anfangstagen oder die aus den kleinen Clubs, in denen sich die Band die Finger wund gespielt hat, sind eher als Bootlegqualität zu bezeichnen, während, passend zum steigenden Erfolg, die Livemitschnitte auf den großen Festivals, wie etwa dem 2005er WFF, wesentlich gediegener und gefälliger daherkommen. Hier stimmt auch der Sound, der die ganze Klangtiefe und den Abwechslungsreichtum der vielschichtigen Songs ausloten kann und dem Zuseher/hörer die Intensität eines Gigs dieser Formation recht nahe bringt.
Somit stellt „The Workhorse Chronicles“ einen Leckerbissen für jeden Fan von MASTODON dar, der auch noch nicht Eingeweihten als Einstiegsdroge schmecken dürfte.

Danke Relapse… so sollte sich jedes Label von einem davonziehenden Star verabschieden.

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23.03.2006

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