MindState - Decayed Rebuilt

Review

Nach der Debüt-EP „bbbc2x“ des schwedischen Ein-Mann-Projekts MIND:STATE folgt nun das komplette Album „Decayed Rebuilt“, das gemäß der Labelpolitik wieder als „normale“ und „limitierte“ Ausgabe erscheint, letztere wieder mit einer Bonus-CD, auf der sich zahlreiche Remixe tummeln. Wer also nicht genug von MIND:STATE bekommen kann, sollte sich die 2CD-Version zulegen, auf der sich u.a. Remixe von CULTURE KULTÜR, SKOYZ und DISKONNECTED befinden, außerdem die Non-Album Tracks „Mother Father“ und „Regret“.

Doch zurück zur vorliegenden „normalen“ Ausgabe. Einen sehr positiven Eindruck konnte vor einigen Monaten die Vorab-EP „bbbc2x“ hinterlassen, umso größer ist in solchen Fällen logischerweise die Erwartungshaltung gegenüber dem nun folgenden Longplayer. Alle vier Tracks der EP finden sich auch auf „Decayed Rebuilt“ wieder und alle tummeln sich in der ersten Hälfte des Albums – wodurch sich hier zunächst ein gewisser Deja Vu-Effekt für alle Besitzer der EP einstellt. „Unterbrochen“ wird dieser Effekt zum einen durch „Bounty Hunter“, das jedoch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen kann und von „This Above All“, das dank der Unterstützung von I:SCINTILLA-Sängerin Brittany Bindrim dezent aber nett durch die Boxen plätschert.

Deutlich interessanter wird es somit im zweiten Teil des Albums, da hier ausschließlich bisher unbekannte Tracks zu finden sind. Zunächst eher zurückhaltend startet die zweite Hälfte mit „Nothing But A Heartbeat“, das sich jedoch im weiteren Verlauf und mit Vocals-Unterstützung von CRISK zu einem äußerst eindrucksvollen Song entwickelt. Das folgende „Lifeless“ wirkt ein wenig arg lethargisch und zäh, auch bei „Falling Down“ wünscht man sich manchmal ein wenig mehr Dynamik, vor allem auch in den Vocals. Überzeugender sind hier die druckvolleren Songs „Confession“ und „Shift“, sowie das düster-beklemmende „Nothing Remains“ – alles keine sensationellen Highlights der Elektro-Geschichte, aber schlicht und ergreifend ordentliche Elektrosongs.

Gerade in den letztgenannten Songs spiegelt sich auch der Gesamteindruck des Albums wieder. „Decayed Rebuilt“ ist auf jeden Fall ein solides Debütalbum – wenn man jedoch auch berücksichtigen muss, dass die stärksten Songs eigentlich schon auf der EP vorhanden waren. Dies darf die Qualität des „Gesamtwerks“ zwar nicht schmälern, nicht alle restlichen „neuen“ Songs halten allerdings das Niveau der bereits bekannten Songs. Dennoch dürften auch die Besitzer der EP noch einiges interessantes Material auf dem Album finden.

19.02.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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