Morta - Fúnebre

Review

KURZ NOTIERT

Die Katalonier MORTA sind eine neue Perle im Lo-Fi-Black-Metal und liefern mit “Fúnebre” ihre erste spanischsprachige Veröffentlichung seit dem 2017er-Demo “The Descent Of Innanna” ab. Wobei diese Unterscheidung hier ziemlich irrelevant ist. MORTA glänzen auf “Fúnebre” mit charmantem Rumpel-Sound und einer schlichten, wie anmutigen Aufmachung. Dabei tönt der von gleich zwei sphärischen Intros eingeleitete Krach konzeptionell und handwerklich gar nicht mal so ungelenk: Abseits der Schepperfrequenzen lassen sich recht gelungene Riffs sowie teilweise sogar melodische Strukturen ausmachen, wie “Sin Voz Ni Rostro” oder “Oraculum Ab Necromantiæ” bezeugen können. Der Gesamteindruck ist stimmig und erinnert durch den angedeuteten Hang zur leichten Melancholie an die frühen GORGOROTH oder die ersten beiden EMPEROR-Veröffentlichungen. Auf alle Fälle wird musikalisch und optisch ausgiebig mit Demo-Ästhetik gespielt. Sei’s drum – MORTA zeigen auf “Fúnebre” eindrucksvoll, was an urwüchsigem und geheimnisvollem Black Metal so magisch ist. Klarer Daumen nach oben.

21.08.2020

Redakteur

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Fúnebre' von Morta mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Fúnebre" gefällt.

Es gibt noch keine Empfehlungen zu diesem Album. Willst du die erste abgeben? Dann registriere dich oder logge dich ein.

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 33351 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

42 Kommentare zu Morta - Fúnebre

  1. nili68 sagt:

    Was ’n das für’n Müll? Na ja, vermutlich verstehe ich das nur nicht..

  2. BlindeGardine sagt:

    Mit Sicherheit ^^. Mir ist das zwar ohnehin zu Lo-fi, aber abgesehen davon kann ich auch den Emperor-Vergleich irgendwie bei besten Willen nicht nachvollziehen. Oder bezieht man sich hier auf irgendwelche Prä-Nightside-Eclipse-Demos?

  3. Steppenwolf sagt:

    Gar nicht schlecht…. wenn man sich erstmal an den Gesang gewöhnt hat. Musikalisch aufjeden Fall eine gute sache für das was es ist. Nur komsich das hoer leute kommentieren die mit dieser Musik ohnehin nichts anfangen können 🤔

  4. BlindeGardine sagt:

    Er nu wieder, aber Selbstreflexion und so…whatever. Ich kann wie gesagt mit Emperor durchaus was anfangen, daher hat mich der Vergleich in der Rezension irritiert.

  5. nili68 sagt:

    Naja, mit ganz viel Phantasie zu Wrath Of The Tyrant-Zeiten..

  6. Steppenwolf sagt:

    Da er von den ersten beiden Veröffentlichungen spricht meint er höchstwahrscheinlich die Demo und die selbstbetitelte Ep xD
    Und die können einem da schonmal in den Sinn kommen. Das ist halt das problem, wenn man sich an einzelnen Begriffen aufhängt ohne den vollständigen Satz und den kontext dazu zu erfassen. Hatten wir hier nun schon ganz oft gehabt und ich will’s garnicht wieder neu aufmachen… aber ich ahne schon das kann wieder hier jemand nicht auf sich sitzen lassen… ego und so xD
    Im übrigen find ich Xasthur als „Vergleich“ (ich kennzeichne es mal lieber bevor hier wieder was verdreht wird) auch noch ganz passend!

  7. BlindeGardine sagt:

    Wie gesagt, ich kenne Emperor erst ab der „In The Nightside Eclipse“, geht vermutlich einigen so. Wenn die Demo und EP hier passende Vergleiche sind, dann mea culpa, dann muss ich die aber auch nicht zwingen kennenlernen.
    Aber ansonsten gehts dir schon gut ja? Du hast wohl die ganze Nacht von mir geträumt. Pass mal lieber auf, das niemand im Park deinen Kindern Drogen andreht 😉

  8. nili68 sagt:

    Alles vor dem ersten offiziellen Release ist doch meistens eh Kappes. Das kommt dann irgendwann als Demo-Beigabe auf Special-Editions, die sich eh kein Mensch anhört und nur gesammelt wird.. oder im Black Metal eben als Rarität für teuer verkauft.. lol

  9. BlindeGardine sagt:

    Naja es gibt ja so Leute für die waren Mayhem nach der Deathcrush Geschichte und alles danach nur noch Ausverkauf 😉

  10. Steppenwolf sagt:

    Sieht man mal wie wenig Ahnung ihr von der Musik habt die ihr kommentiert…
    Wusste doch das da noch was kommen muss 😃
    Und ich gehe mal davon aus du hast keine Kinder und kannst deswegen nicht nachvollziehen, warum man sich über gewisse Dinge einfach seine gedanken macht. @BlindeGardine
    Ist mir auch egal… ich hab eigentlich keine Zeit und Lust mich mit so dumpfbacken auseinanderzusetzen.
    Also tut mir doch einfach den gefallen und kommentiert keinen lofi black metal… ich zumindest hab’s verstanden: ihr versteht das nicht und habt da auch keinen Bock drauf es verstehen zu wollen oder zumindest erklärt zu bekommen warum man auf sowas tatsächlich abfahren kann… also lasst es doch einfach dann haben wir hier auch keinen stress und können uns schön ausm weg gehen. Das wär doch was oder habt ihr’s echt so nötig ständig und überall euern senf dazuzugeben? Habt ihr wirklich nichts besseres zutun?

  11. nili68 sagt:

    Mimimi. Geh Nebelmacht hören..

  12. Steppenwolf sagt:

    Diese verarsche war immerhin das „brauchbarste“ was diese idioten bisher geschafft haben… das will was heißen xD

  13. BlindeGardine sagt:

    Wenn du keine Lust und Zeit hast und Dumpfbacken im Lichte deiner schwarzmetallischen Allwissenheit baden zu lassen, dann halt dich doch einfach mal an deinen eigenen Rat und lass es. Mir ist das egal, ich hab Zeit und kann dir wenn mir danach ist auf jeden deiner blödsinnigen Kommentare antworten, ich muss eh da letzte Wort haben. Aber bestimmt wirst du mich gleich wieder drauf hinweisen, mit mehreren Bemerkung vermutlich.
    Und ich kommentiere soviel Lo-Fi-BM wie es mir Spaß macht. Solange ich mich dabei benehme und nicht jeden, der nicht meiner Meinung ist als Dumpfbacke, Idiot oder was weiß ich bezeichne, dürfte das außer dir auch kaum jemanden stören. Und ob es DICH stört ist mir nun grade wirklich wumpe, das nehm ich noch als Bonus. Und jetzt kusch, ab zurück zum Stammtisch.

  14. BlindeGardine sagt:

    Rechtschreibfehler darfst du übrigens behalten, Handy und Fettfinger sind gute Freunde.

  15. nili68 sagt:

    Die hätten das jahrelang durchziehen sollen, bis die richtig etabliert sind und damit das ganze Genre als Witz entlarven. Hätte doch keiner gemerkt. Als ob Raw BM-Fans Qualität erkennen würden. Ich kann mir jedenfalls kein anderes Genre, außer Dark Ambient/Dungeon Synth vielleicht noch, wo so’n Fake möglich wäre..

  16. nili68 sagt:

    Womit ich nicht sage, dass es keinen guten Raw BM oder Dark Ambient/Dungeon Synth gibt. Da ist es halt nur einfacher, ohne Talent Aufsehen zu erregen. So meinte ich das..

  17. Steppenwolf sagt:

    “Als ob Raw BM-Fans Qualität erkennen würden…“
    An dem Satz würd ich mich jetzt aufhängen, wenn ich du wäre @BlindeGardine differenzieren und so xD
    Also hatte ich recht… zuviel Zeit und langeweile lässt einen halt manchmal auf dumme ideen kommen 😉
    Du kannst natürlich tun und lassen was du möchtest, aber evtl geht das anderen nutzern von metal.de aufm sack!? Schonmal drüber nachgedacht, das du nicht alleine hier bist?

  18. nili68 sagt:

    Bin ich nicht? Ich dachte, alle anderen existieren nur in meinem Kopf. Da muss ich mein Verhalten aber noch mal überdenken..

  19. doktor von pain sagt:

    Das mit Abstand größte Auf-den-Sack-geh-Potenzial in den Kommentaren hast im Moment mit Abstand immer noch du, Steppenwolf. Na ja, ist nur eine Frage der Zeit, bis einige deiner Kommentare wieder von einem der Redakteure gelöscht werden.

  20. doktor von pain sagt:

    Sogar mit so viel Abstand, dass ich das gleich doppelt in einem Satz betonen muss. Sicher ist sicher.

  21. Steppenwolf sagt:

    Das mag deine sicht sein und sei dir natürlich zugestanden… allerdings bin ich hier auch auf metal.de unterwegs und so leute wie gardine oder sane gehen nunmal MIR extrem auf die Nüsse. Kannste nachvollziehen… andere Sichtweise und so?
    Damit können heutzutage nicht viele umgehen.
    Und für metal.de ist das doch super wenn der kommentarbereich (mal wieder) gesprengt wird. Die haben doch mit dem Beitrag Antifaschistische Metal Bands sowas ähnliches wie Clickbaiting betrieben. Die wollten das doch so…😉

  22. Steppenwolf sagt:

    Hat Gardine das Feld nun seinem Minimi (zweitaccount *hust*) überlassen oder was ist da los… xD

  23. Steppenwolf sagt:

    Das ist ja hier wie in einer sogenannten deutschen Problemschule (ja es gibt sogar einen Ausdruck dafür)… Migrationsanteil minimum 80% und höher. Kann man alles nachlesen, wenn man nur will. Liegt aber sicher an den 10% deutschen kindern, die sich einfach weigern türkisch oder arabisch zu lernen.

  24. doktor von pain sagt:

    Wow, die Stammtisch-Parolen werden ungefragt und ohne richtigen Kontext auch noch ausgepackt. Du legst es aber echt drauf an. Und ich bin ganz sicher kein Gardine-Zweitaccount, ich bin unter diesem Nick hier schon locker 15 Jahre unterwegs…

  25. Steppenwolf sagt:

    Dich hat ja auch keiner nach deiner Meinung gefragt und hast trotzdem ganz selbstständig den entschluss gefasst mir aber gehhhhööörrrig den marsch zu blasen…

  26. doktor von pain sagt:

    Gut. Den Marsch blasen müsste dir doch gefallen, der richtige Deutsche marschiert schließlich gern.

  27. Watutinki sagt:

    nili68: „Womit ich nicht sage, dass es keinen guten Raw BM oder Dark Ambient/Dungeon Synth gibt. Da ist es halt nur einfacher, ohne Talent Aufsehen zu erregen. So meinte ich das.“

    Wenn ihr so etwas schreibt, meint ihr damit jedoch immer nur einzig und alleine das Talent, irgendwelche Instrumente zu beherrschen. Da Musik jedoch normalerweise kein Sportwettbewerb ist, sagt das i.d.R. wenig aus. Es diffamiert lediglich Musikrichtungen und bestätigt Menschen, die nicht bereit sind weiter zu denken.

  28. nili68 sagt:

    @Watutinki
    Natürlich bedeutet es nicht, dass man automatisch gute Songs schreiben kann, wenn man ein Instrument gut beherrscht, theoretisches Wissen über Harmonielehre usw. hat., aber man hat schon mal eine Grundvorraussetzung, auch um überhaupt ernst genommen zu werden.
    Wenn ich, der überhaupt kein Talent dafür hat, etwas höre und mir denke „Das könnte ich auch aus dem Stegreif“, dann stellt sich bei mir auch keine Atmosphäre oder sowas ein. Ist wohl auch Kopfsache, auf beiden Seiten.
    Raw Black Metal, Dark Ambient und Dungeon Synth sind wohl auch eine Einstellung, wo es gar nicht nur um die Musik geht, bzw. wie gut sie, nach welchen Kriterien auch immer, ist.
    Wenn selbst ein Laie wie ich höre, dass da kein wirkliches Können hintersteckt, kann ich mich gar nicht darauf einlassen. Sowas wie „Boah, trotz Zwei Finger-Suchsystem auf dem Keyboard kann der so ’ne Atmosphäre erzeugen.“ existiert für mich nicht..

  29. Watutinki sagt:

    „theoretisches Wissen über Harmonielehre usw. hat., aber man hat schon mal eine Grundvorraussetzung, auch um überhaupt ernst genommen zu werden.“

    Sehe ich persönlich ganz anders. Ich halte Künstler die nicht das 1×1 Standardmusikharmonielernprogranm durchlaufen haben, viel interessanter. Gerade bei elektronischer, experimenteller Musik, können viele nicht Mal Noten lesen.
    Ich sage nicht, dass man da völig blind rangehen sollte, aber generell sehe ich mehrere Möglichkeiten, sich mit Musik ernsthaft zu beschäftigen.

    „Wenn ich, der überhaupt kein Talent dafür hat, etwas höre und mir denke „Das könnte ich auch aus dem Stegreif, dann stellt sich bei mir auch keine Atmosphäre oder sowas ein. Ist wohl auch Kopfsache, auf beiden Seiten.“

    Dass Du kein Talent hast weißt Du ja erst, wenn Du es versucht hast. Ich würde mir jedenfalls lieber etwas von dir anhören, als die millionste Hammerfall Kopie.

    „Raw Black Metal, Dark Ambient und Dungeon Synth sind wohl auch eine Einstellung, wo es gar nicht nur um die Musik geht, bzw. wie gut sie, nach welchen Kriterien auch immer, ist.“

    Für mich ist es vor allem ein Gesamtkonzept, die Musik alleine ist nur ein Mosaikstein, wenn auch der Zentrale. Und wenn man das Gesamtkonzept betrachtet, fliegen irgendwelche Fakebands sehr schnell auf.
    Bei DS stört es mich bspw., wenn Künstler sich als reale Person zu sehr in den Vordergrund drängen, so wie es Mortiis neuerdings tut. Die Illusion wird damit untergraben, das Konzept deutlich abgeschwächt.

    „Sowas wie „Boah, trotz Zwei Finger-Suchsystem auf dem Keyboard kann der so ’ne Atmosphäre erzeugen.“ existiert für mich nicht..“

    Wie Du selbst sagst, könntest Du und ich, was das Ambient Genre angeht, wahrscheinlich vieles problemlos nachspielen. Ist es deshalb aber schlecht? So lange ich nicht raushöre, dass es unbewusst falsch klingt, habe ich damit kein Problem, wenn das anvisierte Ziel erreicht wird. Burzum hat in seinem „zweifinger System“ unendlich viel mehr Energier reingepackt, also ein Großteils vergleichbarfer Musiker. Weil er das was er spielt, auch emotional intensiv lebt, unabhängig davon, wie man dazu stehen mag.

  30. nili68 sagt:

    Ich verstehe schon, was du meinst. Ich habe mir gerade nochmal „Hlidskjalf“ angehört und sehe schon, was einem daran gefallen kann. Vielleicht gehe ich da auch zu sehr mit dem Kopf an die Sache ran und mache mir unterbewußt zu viele Gedanken um den Begriff „Kunst.“ Dennoch denke ich, dass die „Wahrheit“ irgendwo in der Mitte liegt. Natürlich geht es bei Kunst schon in erster Linie um Gefühle und nicht vertonte Mathematik (auch wenn es das letzten Endes ist), aber für mich braucht es eben auch einen gewissen hörbar handwerklichen Anspruch das adäquat umsetzen zu können, damit es für mich auf allen Ebenen funktioniert.
    Wenn deine/meine Herangehensweise an Kunst für dich/mich funktioniert, hat das ja seine Berechtigung. Um richtig oder falsch geht es, wie schon öfters erwähnt, nicht. Selbst wenn man persönlich wertet, muss den anderen das ja nicht tangieren. Gedankenaustausch halt. Es geht ja nicht um den Weltfrieden oder so.. 😉

  31. Interkom sagt:

    Da ich Eure Diskussion hier spannend finde, würde ich gerne einwerfen: das Handwerk eines Musikers ist nicht den Hammer bzw. die Egitarre gut zu bedienen (das kann aber ein Teil davon sein). Das Handwerk des Künstlers ist in erster Linie etwas eigenständiges zu erzeugen, etwas was es so noch nicht gab. Wer das nicht als Anspruch hegt, ist dann aber auch kein Künstler, sondern ein Handwerker. In diesem Fall spielt dann wiederum die Fertigkeit eine größere Rolle.

    Und hier gehts es um viel wichtigeres als den schnöden Weltfrieden 😉

  32. nili68 sagt:

    Wenn es wirklich um Kunst geht, ist Authentizität wichtig. Dazu gehört imho, dass der Künstler wirklich einer Vision folgt und das Schaffen nicht durch die Fähigkeiten vorgegeben, bzw. limitiert ist. Zumindest das muss man auch bei einfach gehaltener Kunst irgendwie raushören. Simplizität kann ja durchaus Stilmittel sein. Ich sage ja nicht, dass nur aberwitziger Prog Kunst ist. 😉
    Interessant in dem Zusammenhang finde ich auch, dass so einige Bands der 2. Welle heuer einen eher progressiven, avantgardistischen Weg einschlagen, zu dem die Fähigkeiten damals vermutlich noch nicht gelangt haben und die Reife dafür auch noch nicht vorhanden war. Diese Musik ist auch keineswegs kommerzieller, bzw. zieht ein Millionenpublikum, mit dem man stinkreich wird. Da gäbe es bessere Möglichkeiten..

  33. nili68 sagt:

    Wobei die Grenze zwischen Kunst und Handwerk imho auch fließend sein kann..

  34. Interkom sagt:

    Dann drehe ich das jetzt mal um und sage: die ersten Bands der 2. Welle haben mehr künstlerischen Anspruch gehabt, als die späteren Prog-Versionen oder generell Prog-Bands. Mayhem mit dem schiefen Operngesang, Darkthrone (handwerklich fit, wie auf erstem Album zu hören) spielen ultraprimitiv, Thorns bauen Industrial ein, Emperor ergänzen Keyboard als eine der ersten BM-Bands und Hellhammer erfinden das ‚Ugh!‘. Das sind nur Beispiele dafür, wie etwas neues geschaffen wurde. Kann man da aus dem Prog noch irgend etwas erwarten, was man nicht erwarten würde? 😉
    Und der BM ist mein seinen diversen Spielarten DS, Raw, Orthodox, Black’n’Roll, Black/Thrash, Post und Avantgarde eigentlich schon keine Unterkategorie von Metal mehr. Und mit dieser Vielfalt aus künstlerischer Perspektive, wo Neues erschaffen wird, relevanter als die Handwerkerfraktion im Prog.

  35. nili68 sagt:

    Da unterscheidet unser Ansatz von Kunst sich wohl etwas. Innovation ist für mich EIN Merkmal von Kunst, dass ich natürlich durchaus begrüße, aber ohne gutes Handwerk, dem ich wohl etwas mehr Bedeutung beimesse als du, keine Kunst. Im Idealfall geht das alles Hand in Hand und ist kein entweder oder. Nur angeben, wie toll man spielen kann, ist natürlich auch nichts. Manchmal findet die Innovation auch eher subtil statt, ohne gleich zu einem neuen (Unter)Genre zu werden.. so subtil, dass man die als Laie, wozu ich mich durchaus zähle, vielleicht nicht auf Anhieb oder überhaupt erkennt. Das finde ich wesentlich spannender, als wenn einem die Innovation regelrecht um die Ohren geklatscht wird und manchmal recht merkwürdige Stilblüten treibt. Der Drang, unbedingt etwas Neues erschaffen zu wollen, ist auch nicht das, was Kunst für mich ausmacht. Kann, aber muss nicht..

  36. Steppenwolf sagt:

    Ich geb Interkom da voll und ganz recht…. kann man denn bei sowas wie POS von Innovation sprechen?
    Ich denke doch nicht, da der Begriff doch beinhaltet das etwas neues entsteht, neue ideen ergründet werden…
    Ist das der Fall, wenn man schon dagewesenes wie Hip-Hop, Pop, Elektronik und Rock einfach miteinander vermischt?! Das kennt man doch alles schon von anderen Bands… nur halt in der Form mag das was “neues“ sein, weil POS z.b. das anders angegangen ist als Band XY.

  37. nili68 sagt:

    Das „Ugh!“ haben aber auch nicht Hellhammer, sondern irgendwelche Höhlenmenschen vor 12000 Jahren erfunden.. lol

    So, jetzt ist aber gut für heute. 😀

  38. Watutinki sagt:

    Bzgl. der Aussage „gutes Handwerk ist für Kunst zwingend“.
    Ich glaube das Beispiel hatten wir schon Mal, aber da gab es doch Mal dieses Projekt, bei dem man Bilder in’s Museum gehängt hat die von Affen gemalt wurden. Man wollte feststellen, wie die Besucher die nichts von der Herkunft wussten, darauf reagieren. Das Ergebnis kann man sich denken.
    Von daher sehe ich persönlich keinen zwingenden Zusammenhang zwischen Kunst und „handwerklichem Können“. Kunst kann meiner Meinung nach auch rein zufällig entstehen.
    Ich habe früher Mal elektronische Musik auf dem Amiga fabriziert. Ich habe zu Beginn irgendwleche Samples reingehauen, den Zufallsgenerator angeschmissen und das ganze „durcheinandergewürfelt“. Die daraus entstandene, meist ziemlich seltsame Klänge und Melodien, habe ich dann weiter bearbeitet und zu einem Song geformt.
    Ich weiß noch, dass einige Freunde überrascht waren, wie ich an diese seltsame Klänge und „Melodien“ kam. Es war purer Zufall.
    Wobei ich das handwerkliche Können zur Generierung von werthaftiger Kunst jetzt wie gesagt nicht absprechen möchte, aber Kunst kann ja auf den unterschiedlichsten Komplexitätsleveln entstehen. Und wenn ich eine Idee im Kopf habe, muss ich natürlich auch in der Lage sein, das adäquat umzusetzen.

    Bei der 2. Welle sehe ich das auch so, alleine schon die Intensität, mit der damals Musik gemacht wurde, macht es für mich künstlerisch wertvoller als heute. Auch wenn der BM heute technisch besser erklingt.

  39. nili68 sagt:

    Dein letzter Absatz: Für dich mag das zutreffen, aber für viele war das auch damals schon Müll. Der Zeitgeist und die eigene Biografie spielen da auch eine große Rolle. Diese Intensität spürt nicht jeder und nur weil etwas neu ist, ist es auch noch nicht künstlerisch wertvoll.
    Deine Definition von Kunst sei dir unbenommen, aber dass jeder ein Künstler sein kann/ist (schon gelesen), ist mir einfach zu liberal. Reines Handwerk ohne Vision ist noch keine Kunst, aber für mich ein Filter, um Gewöhnlichkeit und Blendwerk von echter Kunst zu trennen und ich meine natürlich nicht nur Prog oder Musik allgemein.

    Näher kommen wir da nicht zusammen, aber muss ja auch nicht.. 😉

  40. nili68 sagt:

    Natürlich trifft das nicht auf alle Bands zu, aber gerade im (Black) Metal, sowohl Musikern als auch Fans, scheint mir der Dunning Kruger-Effekt ziemlich stark zu sein, wenn es um das Thema Kvnst geht. Alleine, die Begriffe Black Metal und Elite in Zusammenhang zu setzen. Geht’s eigentlich noch alberner..?
    Womit keineswegs gesagt ist, dass Black Metal nicht anspruchsvoll sein kann. Das sei hier nochmal ausdrücklich erwähnt!!

  41. Interkom sagt:

    Darüber ließ sich noch hunderte Foreneinträge lang sprechen, belassen wir es beim: Das Leben ist ernst, die Kvnst ist heiter. Merci dir für dieses großartige Wortspiel!

  42. nili68 sagt:

    Ja, irgendwann muss man da einfach einen Schnitt machen, obwohl’s immer mal wieder Spaß macht und wohl nicht das letzte Mal Thema war.
    Black Metal ist heiter ist auch ein gutes Schlußwort.. 😉