Nefarium - Ad Discipulum

Review

NEFARIUM dürften dem eingefleischten Black Metal Fan mittlerweile ein Begriff sein, nachdem sie mit “Praesidium” und “Haeretichristus” zwei absolute Killer-Alben veröffentlicht haben. Außerdem waren die Italiener erst kürzlich zusammen mit DARK FUNERAL auf ausgedehnter Europa-Tournee (bei der sie leider genau das Konzert absagen mussten, das ich besuchte!) zu sehen, auf der sie auch ihre neue Scheibe “Ad Discipulum” vorstellten. Nachdem sie bereits auf dem Vorgänger prominente Unterstützung von Chaq Mol (DARK FUNERAL) und Infaustus (SETHERIAL) genießen konnten, haben sich NEFARIUM auch für “Ad Discipulum” namenhafte Gäste ins Boot geholt: Garghuf (ENTHRONED, ex-GORGOROTH) unterstützt die Italiener als neuer Drummer und Archaron (1349) wirkt bei zwei Tracks an der Gitarre mit.

Ganz getreu ihrem bisherigen Stil bieten NEFARIUM auch auf “Ad Discipulum” reißenden, hasserfüllten Black Metal der nordischen Gangart mit melodischen Einflüssen, die “Ad Discipulum” davor bewahren, in eine reine Prügelorgie auszuarten. Dabei gehen NEFARIUM kaum einen Moment wirklich vom Gas, sondern lassen sich höchstens mal in eine Mid-Tempo-Lauerposition zurück fallen, aus der sie den Hörer im nächsten Moment umso aggressiver attackieren können. Und auch wenn Ex-Drummer Summum Algor ein wirklicher Antrieb der Band war, hätten NEFARIUM keinen besseren Ersatz als Garghuf finden können, der die Felle ebenso infernalisch malträtiert wie sein Vorgänger und so die Songs konsequent und in Höchstgeschwindigkeit nach vorn treibt.
Besonders auffällig ist jedoch, dass die Italiener seit ihrer letzten Scheibe deutlich intensiver an der Feinheiten ihrer Musik gearbeitet haben, sodass die Songs einen stärkeren eigenen Charakter entwickeln können und das Album nicht mehr nur in der Gesamtheit seine Qualität begründet. Hier und da werden geschickt Samples eingestreut, ein ungestümes Gitarrensolo oder eine Geigenmelodie lockern die Tracks auf, ein atmosphärischer Zwischenpart mit geraunten Vocals steigert die Spannung, NEFARIUM lassen sich wirklich so einiges einfallen, hier besteht allerdings noch gut Luft nach oben.

Insgesamt schließt das Album optimal an seine Vorgänger an und beweist, dass NEFARIUM sich deutlich entwickelt haben. “Ad Discipulum” ist ein rundum starkes Black Metal Album, das wenig Wünsche offen lässt und jedem Fan dieses Genres zu empfehlen ist. Selbst die relativ kurze Spielzeit von 35 Minuten stört dabei kaum.

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22.04.2010

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