Neikka RPM - The Rise Of The 13th Serpent

Review

Uff … ich muss zugeben, dass ich nach dem ersten Hördurchgang von „The Rise Of The 13th Serpent“ ziemlich erleichtert war – erleichtert, es hinter mich gebracht zu haben. Inzwischen folgten zwar weitere Hörversuche, jedoch über einige Tage verteilt und auf einen zweiten, kompletten Durchgang habe ich aus gesundheitlichen Gründen verzichtet.

Viel weiß man nicht über das Projekt NEIKKA RPM, außer dass sich eine gewisse Dominique und ihre Horde zum munteren Musizieren eingesperrt haben und das Ergebnis dieser Zusammenkunft auf den Namen „The Rise Of The 13th Serpent“ hört. Was sich hinter diesen Mauern abgespielt hat, lässt sich einzig anhand des musikalischen Outputs erahnen. Ein gemütliches Beisammensein mit Tee, Keksen oder einer lauwarmen Cola zum Wachbleiben war es jedenfalls nicht. Die Beteiligten standen wohl alle mächtig unter Strom und eine leicht hyperaktive Stimmung macht sich auf den insgesamt 13 Songs breit. Fast alle Tracks zeichnet durchgehend eine gewisse unterschwellige Nervosität aus, die sich mal in holprig schnellen Industrial-Beats äußert, dann in fast schon technoide Klänge übergeht. Hinzu kommt ein säuselnd flüsternder „Gesang“ besagter Dominique, der allerdings nicht unbedingt eine harmonisiernde Wirkung ausstrahlt. Erschwert wird der Zugang zu dem Album durch die teilweise sehr komplexen und verwirrenden Songstrukturen, die den Hörer nur wenige Momente der Entspannung bieten. Industrial, Elektro, Tribal, Techno … irgendwann weiß man garnicht mehr, was man da eigentlich alles auf die Ohren bekommt. Zwar bauen NEIKKA RPM auch immer wieder ruhigere Phasen in ihre Songs ein, allerdings vor allem auch mit der Absicht, diese in absehbarer Zeit wieder zu zerstören.

Diese „Uneinheitlichkeit“ wird weiterhin dadurch gefördert, dass man zahlreiche Gastsänger hinters Mikro zerren konnte. So leihen beispielsweise Claus Larsen von LEAETHER STRIP oder Claus Kruse von PLASTIC NOISE EXPERIENCE Songs ihre Stimmen, welche im starken Kontrast zur Flüsterei Dominiques stehen und man eigentlich nur hier das Gefühl hat, das endlich mal jemand gescheit singt – wobei die Umschreibung „gescheit“ stellenweise auch zu relativieren wäre.

Tja, und so kann man zu dem Ergebnis kommen, dass je nach Standpunkt und persönlichem Geschmack zwei Sichtweisen zu „The Rise Of The 13th Serpent“ möglich sind. Entweder man interpretiert das Werk als dunklen, hypnotischen und intelligenten Elektro des 21.Jahrhunderts oder aber als anstrengendes, unstrukturiertes und uninspiriertes Klanggewitter. Vielleicht liegt die Wahrheit ja aber auch genau zwischen diesen beiden Sichtweisen…

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07.01.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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