Origin - Echoes Of Decimation

Review

Galerie mit 15 Bildern: Origin - Summer Breeze Open Air 2018

Wahrlich, ich sage Euch, Relapse blasen dieses Frühjahr ordentlich zum Angriff, denn nicht nur die neuen Schmankerln von NILE und CEPHALIC CARNAGE warten darauf, den Weg auf den heimischen Altar zu finden. Auch ORIGIN stehen mit einem neuen Eisen in den Startlöchern, das ein unabdingbarer Pflichtkauf für alle Freunde technischen Nachbrenner-Death Metals geworden ist.

Drei Jahre haben sich die Jungs nach ihrem exzellenten letzten Output „Informis Infinitas Inhumanitas“ Zeit gelassen. Drei Jahre, die einem nun in der Kompaktheit von stark 26 Minuten vorliegen. Das mag einem kurz vorkommen für ein ausgewachsenes Album. Über die Spielzeit ließ sich jedoch noch nie gegen ORIGINs Mucke argumentieren. Diese knappe halbe Stunde hat es so dermaßen faustdick hinter und gibt einem so gnadenlos auf die Ohren, dass einem Hören und Sehen vergeht!

Vom Nährwert her gesehen steckt „Echoes Of Decimation“ mit Leichtigkeit den gesamten SIX-FEET-UNDER-Backkatalog in den Sack! Wer schneller spielt, hat schneller Feierabend, aber nur wenn auch die Mucke stimmt. Und das tut sie auf „Echoes Of Decimation“ zu jeder Sekunde. Würde man den Zeitraffer ausschalten, käme man sicher auch auf eine Spielzeit von einer Dreiviertelstunde, aber wer braucht das bitte? Schließlich heißt es „value for money“ und nicht „volume for money“. Und im Vergleich zu „Informis Infinitas Inhumanitas“ hat nicht nur der value sondern auch die Geschwindigkeit zugelegt.

„Echoes Of Decimation“ gehört zweifelsfrei zu den schnellsten Death Metal Alben, die die Welt je gehört hat. Die schwindelerregend flirrenden Soli, die in Guerillataktik immer wieder für wenige Sekunden zuschlagen, sind technisch aberwitzige Kabinettstückchen! Die Vocals? Selbst die scheinen eine Steigerung zum letzten Mal durchgemacht zu haben. Das Grunz-Keif-Duett von Paul Ryan und Clint Appelhanz ist perfekt aufeinander abgestimmt, der eine scheint dem anderen das Wort förmlich aus dem Mund zu nehmen! Und hört Euch nur das Drumming an! Die Band funktioniert wie eine perfekt justierte Maschine ohne Reibungsverluste.

„The Burner“, kein treffenderer Titel für diesen Killersong! Oder „Debased Humanity“ und der Titeltrack mit ihren arschgeilen angedeuteten Melodien am Schluss! Ach, eigentlich ist es sinnlos, hier einzelne Songs sezieren zu wollen. Blind kaufen und glücklich werden!

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08.04.2005

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Origin auf Tour

12.08. - 14.08.21metal.de präsentiertParty.San Metal Open Air 2021 (Festival)Dismember, Carcass, Mayhem, 1914, Alcest, Anomalie, Asphyx, Benediction, Beyond Creation, Blockheads, Blood Incantation, Borknagar, Bound To Prevail, Bütcher, Carnation (BE), Crom Dubh, Fleshcrawl, Graceless, Heidevolk, High Spirits, Impaled Nazarene, Kadaverficker, Katatonia, Lunar Shadow, Malevolent Creation, Månegarm, Motorowl, Nocturnus AD, Nornír, Nyktophobia, Obscurity, Onslaught, Origin, Razor, Revel In Flesh, Sacred Reich, Saor, Scalpture, Shape Of Despair, Sinners Bleed, Space Chaser, Thron, Total Hate, Uada, Visigoth, Whoredome Rife und Wolves In The Throne RoomParty.San Open Air, Obermehler

1 Kommentar zu Origin - Echoes Of Decimation

  1. Anonymous sagt:

    Irgendwie ist jedes neue Origin-Album kürzer und besser als der Vorgänger… die Steigerung ist jedenfalls nicht nur in der Geschwindigkeit deutlich spürbar, die Songs kommen auch besser auf den Punkt und sind dabei noch ei Stück eingängiger geworden. Vielleicht jetzt schon neben "The Fall of Rome" das Album des Jahres…

    10/10