Origin - Unparalleled Universe

Review

Galerie mit 15 Bildern: Origin - Summer Breeze Open Air 2018

Gefrickel und Gebolze: ORIGIN veröffentlichen „Unparalleled Universe“

Erst mal bisschen posen: Das Album startet mit typischem Technical-Gefingere und reichlich Tempo. ORIGIN sehen keinen Grund, Dich durch ein Intro in ihr „Unparalleled Universe“ einzuführen. Vielmehr wird sofort gebolzt, geholzt, gefrickelt, gegrowlt und gekrächzt. Auch „Accident And Error“ setzt zunächst auf Geschwindigkeit, punktet dann aber mit einem Stakkato-Part, der nicht neu ist, aber zum Nicken anregt – eine Art Pause zwischen dem ganzen Fingerflitzen.

Bei „Cascading Failures“ gibt’s ein Tapping-Fade-in, bevor die Gitarren in brachialer Death-Metal-Manier niederwalzen. Anschließend: Gaspedal, was sonst! Die Doublebass rattert eifrig, die Vocals zerreißen alles in der Luft. Das „Brutal“ im „Technical Death Metal“ von ORIGIN hat allemal seinen verdienten Platz.

Alles Gute zum 20-jährigen Jubiläum!

„Unparalleled Universe“ feiert als siebtes Album das 20-jährige Bestehen der Amerikaner, die seit dem selbst betitelten Debüt im Jahr 2000 nahezu kontinuierlich im Drei-Jahres-Takt veröffentlicht haben. Das Neuwerk wurde im Februar in den Chapman Studios aufgenommen und gemixt – erneut in Zusammenarbeit mit Robert Rebeck (Tech N9ne).

Mehr Tiefe und Dynamik? Vielleicht ein bisschen …

Die letzte Minute des dritten Songs ist die erste ruhige Passage von „Unparalleled Universe“. Die Gitarren schnurren, pardon, schnarren leise im Hintergrund, das folgende Solo ist eher von klassischer Natur. Paul Ryan beschreibt das neue Album mit einem Actionfilm: „Unser früheres Material ist von Anfang bis Ende voller Action. Jetzt war die Idee, etwas mehr Tiefe und Dynamik hinzuzufügen. Man könnte sagen, dass es diesmal ein paar musikalische Twists gibt.“

Ganz im Gegenteil prescht auch „Mithridatic“ vom Start weg mächtig voran. Etwa nach dem ersten Drittel orientieren sich die Riffs kurz am Thrash Metal, bevor erneut die Keule rotiert. „Burden Of Prescience“ bringt kurzzeitig etwas Groove ins Spiel und „Unequivocal“ ist mit knapp zehn Minuten der mit großem Abstand längste Song auf der Platte: klar, dass da Variation verpackt ist. Trotzdem: So richtig passt das Gehörte nicht zur Aussage von Ryan, denn in der Summe suhlt sich „Unparalleled Universe“ wie gewohnt im Hochtempobereich – da sich das „hoch“ aber auch auf die Qualität anwenden lässt und am Ende ein interessantes BRUJERIA-Cover platziert wurde, sollten mindesten die ORIGIN-Jünger überaus glücklich sein, während das Album sie überrollt.

19.07.2017

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Origin auf Tour

06.08. - 08.08.20Party.San Metal Open Air 2020 (Festival)Dismember, Carcass, Mayhem, Katatonia, Sacred Reich, Alcest, Asphyx, 1914, Anomalie, Benediction, Beyond Creation, Blood Incantation, Borknagar, Bound To Prevail, Bütcher, Carnation (BE), Caroozer, Crom Dubh, Fleshcrawl, Graceless, Heidevolk, High Spirits, Hirax, Idle Hands, Impaled Nazarene, Infernäl Mäjesty, Kadaverficker, Lunar Shadow, Månegarm, Malevolent Creation, Moonsorrow, Motorowl, Nocturnus AD, Nornír, Nyktophobia, Obscurity, Onslaught, Origin, Razor, Revel In Flesh, Saor, Scalpture, Shape Of Despair, Sinners Bleed, Space Chaser, Suffocation, Thron, Total Hate, Uada, Visigoth, Whoredome Rife, Wolves In The Throne Room und WormrotParty.San Open Air, Obermehler
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1 Kommentar zu Origin - Unparalleled Universe

  1. Florigin sagt:

    Ich finde ORIGIN mittlerweile unhörbar. Total steril produziert, völlig gefühllos und vor allem dieses ständige, völlig nervige Hochtongedüdel an den Gitarren ist kaum auszuhalten. Sorry, ich fand die mal gut, aber das hier kann ich mir nicht mehr geben. Dann lieber stumpfes Gehämmer…

    4/10