Pestilential Shadows - In Memoriam, Ill Omen

Review

Einer der Gründe, warum NAZXUL ewig nicht aus dem Knick gekommen sind, war diese Band, in der gleich drei Mitglieder der australischen Black-Metal-Macht zocken. Die Musiker sind allerdings die einzige verwandtschaftliche Bindung zwischen den Bands, denn bei PESTILENTIAL SHADOWS geht es längst nicht so episch und monumental zu. Hier wird zwar auch Black Metal gereicht, doch das ganze schmeckt sehr nach Old-School-Kost.

Beim ersten Song ist das noch relativ unspektakuläres 08/15 Blech-Geholze, erst beim zweiten Stück „Beautiful Demise“ kommt zögerlich Atmosphäre auf. Allmählich lassen die Australier durchblicken, dass sie sich nicht nur auf ursprünglichen Klängen ausruhen wollen, sondern richten den Blick nach vorne. Unübliche Riffs, die man in dieser Klangumgebung zunächst nicht erwartet hatte, Dur-Harmonien, leicht progressive Strukturen und langgezogene, intensive Midtempo-Parts werden zunehmend in die Kompositionen eingeflochten („With Serpents I Lay“). „Of Loss and Suffering Inherit“ wählt den klassischen, pechschwarzen Start und beginnt und endet mit einem einprägsamen, vertraut klingendem Old-School-Riff, während bei „Ecclesia Moriendi“ der rauhe ungestüme Sound auf modernere Arrangements trifft.

Die Produktion der Platte ist ohnehin ein Ding für sich: Äußerst höhenlastiger Sound, schwachbrüstiges Schlagzeug, Hi-hats die wie Grillenzirpen klingen. Einerseits passt das zur rohen, ungehobelten Seite der Platte, andererseits raubt sie den intensiveren Passagen, in denen PESTILENTIAL SHADOWS auf Entdeckungsreise gehen und ihre ganz eigenen, neuen Ufer betreten, teilweise die Kraft. Das mittlerweile dritte Album der Band zeigt, dass diese Mischung durchaus funktioniert, aber zu den einzelnen Höhepunkten gesellen sich leider auch einige Durchhänger, in denen der ausgelatschte Altquark-Stiefel zu sehr durchgezogen wird. Schwacher Start, starkes Mittelfeld, lauwarmes Ende. Sollte man dennoch mal antesten.

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26.09.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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