Rise Of Avernus - L'Appel Du Vide

Review

Schwappten aus Australien in den letzten Jahren vor allem Depressive-Black- und düstere Shoegaze-Kapellen in unsere Gefilde, versuchen RISE OF AVERNUS den Beweis anzutreten, dass Hartwurst vom südlichsten aller bewohnten Kontinente nicht gleich in die tiefsten menschlichen Abgründe langen muss, um Gehör zu finden. Mit orchestralem, progressivem Doom Metal soll „L’Appel Du Vide“ eine weniger hoffnunsglose aber nicht minder dunkle Seite Australiens zeigen,…

…beweist aber nur eins: dass Australien auch Trällerelsen kann. RISE OF AVERNUS haben alles, was ihnen ähnliche Genre-Vertreter heutzutage ebenfalls aufweisen – inklusive sträflich vernachlässigtem Erkennungswert. „L’Appel Du Vide“ klingt, als hätte der Fünfer fett produzierte Gitarren, Gothic-Melodien, massig Konservenorchesterbombast, die damit einhergehende Epik, Female-Fronted-Vocals, männliche Growls und eine über das Gewöhnliche hinausgehende Komplexität durch den Mixer gejagt, um schlussendlich drölfzig tausend Ideen zu erhalten, die für sich genommen alle ganz nett klingen – zusammen aber noch lange kein ausgereiftes Album ergeben. Doomig ist nicht, wenn man ein größtenteils mittleres Tempo anschlägt und zum Progressiven gehört weitaus mehr, als ab und an vom 4/4-Takt abzuweichen.

RISE OF AVERNUS machen leider viel zu wenig aus ihren Möglichkeiten, die kompositorisch wie an den Instrumenten hörbar vorhanden sind. „L’Appel Du Vide“ strotz wie sein Artwork vor Detailverliebtheit, kann diese aber nicht in ein fließendes Ganzes gießen. Die vereinzelten Klangtupfer wie Saxophone in „Embrace The Mayhem“, Industrial-Anklänge à la THE MONOLITH DEATHCULT in „The Mire“ oder der gelegentliche Tritt auf Symphonic-Black-Pedal bewahren „L’Apell Du Vide“ nicht davor, als sehr ambitionierter aber leider gewöhnlicher, symphonischer Female-Fronted Gothic Metal durchzugehen.

19.01.2014

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