Thokkian Vortex - Into The Nagual

Review

Bei THOKKIAN VORTEX passt irgendwie alles zusammen: Der Kopf des Projektes, ein gebürtiger Brasilianer namens Valério Costa, nennt sich ‚(The) Lord Kaphaias‘, trägt Corpsepaint, das keine andere Bezeichnung als „Das ist sooo Neunziger!“ verdient, und gründet – tadaa! – am 6. Juni 2006 sein Soloprojekt. Er komponiert einen Song namens „Into The Nagual“ und schickt ihn Lord Ahriman (DARK FUNERAL, die ‚Lord’s müssen schließlich zusammenhalten) in der Hoffnung, er möge vielleicht die eine oder andere Gitarrenspur beitragen. Klischee über Klischee über Klischee über Klischee…

…doch wenigstens ist man konsequent im Hause THOKKIAN VORTEX: Das offiziell erste Langeisen (nach einer Split mit AETHERIUS OBSCURITAS, von der allerdings beide THOKKIAN VORTEX-Songs auch hier vertreten sind) „Into The Nagual“ klingt genau so, wie man von einer Klischee-Black-Metal-Band erwarten würde: In starken Momenten durchschnittlich – überwiegend allerdings so mies, dass man sich ernsthaft fragen muss, ob der Bandkopf wirklich mal bei ANCIENT am Mikro stand.

Interessanterweise ist der oben genannte Titeltrack, von dessen Qualität Lord Kaphaias offenbar selbst so überrascht war, dass er ihn einfach nach Schweden schicken musste, auch der (frühe) Wendepunkt des Albums. Ja, genau: Nach dem dritten Song ist’s vorbei mit Ideen. Die folgenden sieben Stücke – plus ein „This Jesus Must Die“-Cover (aus „Jesus Christ Superstar“), das durchaus bei RTL unter den „25 peinlichsten Coverversionen“ auftauchen könnte – überbieten sich gegenseitig in Einfallslosigkeit und können höchstens die Lachmuskeln animieren („Evil Sluts Of Satan“ – das ist schon ganz große Kunst. Nicht.).

Das eigentlich Schlimme: Selbst in den Momenten, in den THOKKIAN VORTEX so etwas wie Kreativität aufblitzen lassen, klingt das Resultat wie die Kopie einer Kopie einer Kopie der Bands, die die US-Band als Vorbilder nennt: EMPEROR, LIMBONIC ART und – was, echt!? – DARK FUNERAL. Wie die Kopie einer Kopie einer Kopie dieser Bands vor zwanzig Jahren.

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28.08.2015

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