UFO - Hard Rock Legends Vol.I

Review

Dass im Rahmen der Sendung Rockpalast einige legendäre Konzerte gespielt und aufgezeichnet wurden, dürfte hinlänglich bekannt sein. Nach den bereits veröffentlichten DVDs von LYNYRD SKYNYRD, ZZ TOP oder MEAT LOAF steht nun eine neue Reihe in den Startlöchern, “Hard Rock Legends”. Der erste Teil beinhaltet eine, aus dem Jahr 1980 stammende, Show der britischen Hard Rock-Legende UFO.

Nachdem Michael Schenker 1979 das Ufo verlassen hatte, war es an Paul Chapman die riesigen Fußstapfen Schenkers auszufüllen. Chapman ging dabei klug vor und versuchte nicht den typischen Schenker-Stil zu imitieren, sondern brachte seine ganz persönliche Note in den Sound von UFO, was sich auf dem damals aktuellem Album “No Place To Run” gut nachhören lässt. Die Verschleißerscheinungen hinter sich gelassen, präsentieren UFO in der Dortmunder Westfalenhalle II also ein Potpourri ihrer größten Hits und Klassiker an besagtem Abend. Auffallend ist dabei schon zu Beginn, wie gut die Band miteinander harmoniert und dass sich Chapman perfekt in die Band einfügt. Der Sound ist erdig und authentisch. Aus heutiger Sicht natürlich alles andere als perfekt, aber dafür umso charismatischer. Zugegeben, der Drum-Sound hätte etwas mehr “Wumms” vertragen können, aber so war das damals eben und der Sound wurde zwar remastert, aber nicht künstlich nachbearbeitet.

Die Setlist beinhaltet Hard Rock-Klassiker wie “Rock Bottom”, “Too Hot To Handle”, “Lights Out” und natürlich das unwiderstehliche “Doctor, Doctor”, die die Stimmung in der Halle zum kochen bringen (was man dank der guten Kameraführung schön sehen kann) und auf keinem Konzert der Band fehlen sollten. Dazwischen spielen UFO einige Songs, die heute vielleicht etwas zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind, wie beispielsweise “No Place To Run” oder “Long Gone”, die absolut gleichwertig neben den Klassikern stehen und auch bestehen. Die Band spielt tight zusammen, rockt dabei ohne Ende wie bei ELVIS-Cover “Mystery Train” und Phil Mogg ist sehr gut bei Stimme, so dass man durchaus von einem sehr gelungenen Konzerterlebnis reden kann, beim dem UFO sich beeindruckend präsentieren.

Weniger positiv fällt hingegen die komplette Abwesenheit von Bonusmaterial auf. Ich frage mich ernsthaft, ob es im Vorfeld solcher Veröffentlichungen nicht möglich ist Bonusmaterial aufzutreiben aus der entsprechenden Bandphase. Naja, sei’s drum. Das reine Konzerterlebnis ist für Fans von UFO sowieso, aber auch für alle anderen Hard Rock-Anhänger eine empfehlenswerte Sache, da man hier schön sehen kann, wie eine Band den Weggang eines ihrer Protagonisten richtig gut verkraftet hat. Bleibt zu hoffen, dass “Hard Rock Legends Vol.I” zu einem fanfreundlichen Preis in die Läden kommt.

23.04.2010

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