Voivod - Lost Machine (Live)

Review

Galerie mit 14 Bildern: Voivod - Leafmeal Festival 2016

VOIVOD sind ein Phänomen. Die Kanadier haben so viele stilistische Wandlungen in ihrer Karriere vollzogen, ihre Fans dabei aber immer mitgenommen. Das ist bei schon wesentlich größeren Bands in die Hose gegangen (u.a. JUDAS PRIEST, METALLICA). Mit „Lost Machine (Live)“ liegt nun ein weiteres Livealbum der aus Jonquière in Quebec stammenden Band vor. Da sich VOIVOD nie um das geschert haben, was links und rechts neben ihnen passiert, ist auch dieses Livealbum angenehm eigenwillig. Es wurde zu großen Teilen auf Klassiker verzichtet und das das Augenmerk vielmehr auf Nummer neueren Datums oder nicht häufig gespielte Stücke gelegt.

VOIVOD gehen also nicht auf Nummer sicher. Das würde zu der Band auch in keinem Augenblick passen. Der Sound ist erfreulich roh gehalten, die Performance der Band kommt cool daher und das Publikum ist einem Konzert der Band entsprechend nicht in den Vordergrund gemischt. Das macht Nummern wie „Obsolete Beings“, „Post Society“, „Iconspiracy“ oder “The End Of Dormancy” zu kleinen Kunstwerken, die live noch um einiges intensiver wirken. Das Ganze erscheint sehr authentisch, natürlich und VOIVOD sind auf den Punkt aufeinander eingespielt. Logischerweise wird auch auf „Lost Machine (Live)“ ordentlich geholzt, wie es sich für VOIVOD gehört, und natürlich können auch die Quebecer nicht auf einige Klassiker verzichten. Neben den unverzichtbaren „Voivod“ und „Astronomy Domine“ nehmen heuer „Overreaction“, „The Prow“ (yes!) oder „Into My Hypercube“ diese Positionen ein. Sicherlich wäre dem Hörer der eine oder andere persönliche Favorit lieber gewesen, aber die Setlist ist auch so ausgewogen genug. Das wäre aber wieder das berühmte jammern auf hohem Niveau. Was hingegen wirklich schade ist, ist die Tatsache, dass sich nur ein einziger Song von „Dimension Hatröss“ auf „Lost Machine“ befindet. Das ist wirklich bedauerlich, zeigt doch gerade dieses Album (ähnlich wie DEATHs „Spiritual Healing“) die Band in einer Umbruchphase, die nicht nur geniale Musik hervorgebracht hat, sondern VOIVOD auch auf ein neues Level gehoben hat. Weg vom Krach hin zu progressiveren Songstrukturen.

Trotz des kleinen Fauxpas bleibt „Lost Machine“ trotzdem ein Album, das sich Fans auf jeden Fall zulegen sollten. Wer hingegen noch nie eine VOIVOD Show gesehen hat, darf auch gerne zugreifen, denn das berühmte ‚Live-Feeling‘ kommt hier optimal zur Geltung. „Lost Machine“ ist eine schöne Retrospektive der letzten Alben, die man sich wunderbar in den Plattenschrank stellen kann.

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26.11.2020

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