Vortex Of End - Abhorrent Fervor

Review

Galerie mit 20 Bildern: Vortex Of End - Live in Berlin 2019

Vor mittlerweile vierzehn Jahren veröffentlichte das französische Quartett VORTEX OF END sein Debütalbum „In Satan And Plutonium We Trust“, welches qualitativ noch reichlich Luft nach oben ließ. Besagten Spielraum zur Weiterentwicklung nutzten die vier Musiker aus Paris glücklicherweise gekonnt aus, sodass mit „Fvlgvr Lvx Terror“ der erste Schritt nach vorn und mit „Ardens Fvror“ 2019 das bisherige Highlight der Band gelang. Letzteres wollen VORTEX OF END nun mit dem Nachfolger „Abhorrent Fervor“ toppen und dabei die Extreme ihrer Mischung aus Death- und Black Metal weiter ausloten.

VORTEX OF END – Fervor, Furor, Terror!

Gemäß der Band-eigenen Prämisse „Inbrunst, Raserei, Terror!“ treten VORTEX OF END von Anfang an das Gaspedal voll durch. „Perdition Whorl“ ist eine derbe Lärmwalze, deren krachiges Klanggewand nur hier und da von an BATUSHKA erinnernden sakralen Gesängen durchbrochen wird. Das folgende „Sovereign Wrath“ schlägt in die selbe Kerbe, begeistert aber zusätzlich durch eine pechschwarze Atmosphäre, sowie durch die bedrohliche Stimmung, welche zwischenzeitig mit einer Spoken-Word-Passage in der Muttersprache zusätzlich intensiviert wird. Die von den Franzosen präsentierte Stilmischung erinnert dabei nicht nur einmal an die Landsleute AOSOTH, ohne infolgedessen ein Mindestmaß an Eigenständigkeit aus den Augen zu verlieren. Spätestens mit „Golden Fragments“ tut sich zudem die äußerst druckvolle Produktion hervor, welche dem wuchtigen Soundgewand von „Ardens Fvror“ in nichts nachsteht.

„Abhorrent Fervor“ – Derbes Prügelei mit kleinen Abstrichen

Auch wenn „Abhorrent Fervor“ durchaus mitreißende Songs liefert, nutzt sich das Schema der wüsten Tobsucht gegen Ende ein wenig ab, sodass der Rausschmeißer „Putrid Fluids“ nicht mehr gänzlich überzeugen kann. Einen weiteren Wermutstropfen stellt der Abgang von Sänger PRZ dar, dessen Mischung aus finsteren Growls, heiseren Shouts und hochgepitchten Screams durch die vergleichsweise etwas gleichförmige, weniger präsente Stimme von Neuzugang NGH ersetzt wurde. Dieser Eindruck macht sich zu Beginn der neuen Platte von VORTEX OF END noch recht deutlich bemerkbar, verliert sich aber zugunsten des Albums zunehmend im weiteren Verlauf.

Abgesehen von den benannten Abstrichen, gibt es an „Abhorrent Fervor“ wenig auszusetzen. VORTEX OF END prügeln sich unnachgiebig in die Gehörgänge und hinterlassen dabei tiefe Furchen der Verwüstung. Für Freunde angeschwärzten Todesstahls definitiv Pflichtprogramm, Anhänger finsterer Atmosphäre und fett produzierter Lärmwände werden mit „Abhorrent Fervor“ ebenso auf ihre Kosten kommen.

20.09.2021

Der metal.de Serviervorschlag

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