Thunderstorm
Original statt Kopie - ein Kurzinterview mit Fabio Bellan

Special

Anlässlich des im Frühjahr erscheinenden neuen Albums „As We Die Alone“, welches das nunmehr vierte Werk in der Bandgeschichte der italienischen Doomster THUNDERSTORM darstellt, haben wir die Jungs bereits jetzt mit ein paar Fragen bombardiert. Sagte ich gerade „Doomster“? Ja, denn musikalisch geht das Gespann seinen Weg konsequent weiter und ist mittlerweile bei einer rockigen, recht puren Variante des Doom Metal angelangt, die hier und da gelegentlich an CATHEDRAL, CANDLEMASS und ähnliche Genrevertreter erinnert. Lediglich der famose Gesang erinnert an die eher klassischmetallischen Wurzeln der frühen Tage. Die drei mir vorliegenden Songs versprechen auf jeden Fall schon mal einiges – man darf gespannt sein auf das vollständige Album. Sänger, Gitarrist und Mastermind Fabio Bellan stand mir Rede und Antwort.

Thunderstorm

Sei gegrüßt, Fabio! Bitte erzähl uns doch mal ein klein wenig über THUNDERSTORM und deren Geschichte.

Die Band nahm in den frühen Neunzigern Gestalt an, als ich THUNDERSTORM gründete. Damals waren wir noch deutlich im klassischen Heavy Metal verwurzelt. Nach zwei Demotapes haben wir uns im Jahre 1998 allerdings aufgrund musikalischer Differenzen aufgelöst. Im selben Jahr stampfte ich dann eine neue Band namens SAD SYMPHONY aus dem Boden. Dort war Heavy Metal kein Thema mehr, und so konzentrierten wir uns auf reinrassigen Doom Metal, ganz ohne fremde Elemente. Im Frühling des darauffolgenden Jahres haben wir mit dieser neuen Truppe dann auch unser erstes Demotape veröffentlicht. Es war Juni 2000, als SAD SYMPHONY bei Northwind Records unterzeichneten und wir in den New Sin Studios unter dem Banner THUNDERSTORM unser Labeldebüt aufgenommen haben. Warum als THUNDERSTORM? Nun ja, das Label mochte den Bandnamen SAD SYMPHONY nicht, und so wurden wir seinerzeit quasi dazu gedrängt, den Namen meiner alten Band als „neuen“ Bandnamen zu benutzen.

Unser zweites Album „Witchhunter Tales“ haben wir im Juni 2002 in Angriff genommen, und nach ein paar Lineup-Problemen hörte das Bandkarussell durch den festen Drummer Attilio Coldani endlich auf, sich zu drehen. Mit diesem Lineup haben wir dann 2003 einige Einzelgigs und auf verschiedenen Festivals in Europa gespielt, beispielsweise auf dem Summer Breeze Open Air, dem Headbangers‘ Open Air und beim Doom Shall Rise Festival. Kaum war der Sommer vorbei, hat die Band beim italienischen Label Dragonheart Records einen Vertrag über mehrere Alben abgeschlossen. Im Oktober 2004 kam schließlich unser drittes Werk „Faithless Soul“ auf den Markt. Es folgte die „Live With No Faith“-Tour, die THUNDERSTORM wieder auf deutsche Bühnen brachte, und auch auf weiteren europäischen Festivals konnte man uns ebenfalls sehen, so zum Beispiel beim MetalCamp Festival und beim Tradate Iron Fest, um nur einige zu nennen. Und im Juni des letzten Jahres haben wir dann unser neuestes Langeisen „As We Die Alone“ aufgenommen.

Seid ihr soweit glücklich mit der neuen Scheibe? Was unterscheidet „As We Die Alone“ von den Vorgängeralben?

Meiner Meinung nach ist das kommende Album im Vergleich zu den alten Longplayern ein großer Schritt nach vorn. Es gibt großartige Songs wie „We Dream As We Die“ und „I Wait“, welche ich für die besten Stücke in der Karriere THUNDERSTORMs halte. Der Stil der Band wird immer tiefgängiger und melodischer, allerdings nicht kommerziell oder gar anbiedernd. Außer bei zwei Songs wird sich das Album klar vom klassischen Doom Metal-Klischee á la CANDLEMASS und BLACK SABBATH abheben. Der Sound wird praktisch persönlicher und eigenständiger und ist nicht einfach nur ein Abziehbild alter Helden.

In der Tat ist der Eigenständigkeitsfaktor – zumindest, wenn man die drei neuen Songs repräsentativ sein sollten – recht hoch. Kommen wir zu den Brettern, die die Welt bedeuten: sind auch wieder Deutschlandgigs in Planung?

Aber sicher doch! Im April machen wir eine Minitour durch Deutschland, und ein Gig beim „Kutter4ever Fest“ im „Headbangers‘ Ballroom“ ist bereits bestätigt. Im Sommer werden wir versuchen, auf ein paar Festivals in Europa aufzuspringen, und Anfang Herbst 2007 wollen wir eine Europatour planen. Die Zeit wird zeigen, was sich so ergibt.

Klingt bislang ja vielversprechend! Was erwartet ihr vom neuen Album? Und was erwartet euer Label?

Letztere erwarten natürlich gutes Feedback auf „As We Die Alone“. Wir selbst erwarten, dass unser Publikum stetig wächst.

Hoffen wir doch mal, dass diese Rechnung aufgeht. Habt ihr unseren Lesern noch irgend etwas mitzuteilen?

Erwartet ein großartiges Album! Wir sehen uns!

Richtig, denn Spätestens zum Release des neuen Albums gibt es dann noch einmal ein ausführlicheres Interview mit der Band. Watch out!

03.01.2007

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