Magnum - Evolution

Review

Galerie mit 32 Bildern: Magnum - Magnum - On The 13th Day Tour - 2012

Schade eigentlich. Immer wenn ein neues Album von MAGNUM ins Haus steht, hege ich die subtile Hoffnung, dass es ein zweites “On A Storyteller’s Night” wird. Das ist natürlich absolut vermessenes Denken, denn so einen Klassiker machen auch MAGNUM nur einmal und bezogen auf den aktuellen Release “Evolution” kann ich sagen, dass das Album schon ziemlich weit weg ist von besagtem Klassiker. Allerdings nicht aus qualitativen Gründen, sondern schlicht, weil es sich um eine Best-Of handelt.

Wobei sich diese Zusammenstellung nur auf die Jahre bei MAGNUMs aktueller Plattenfirma SPV und die Alben “Breath Of Life”, “Brand New Morning”, “Princess Alice & The Broken Arrow”, “Into The Valley Of The Moonking” und “The Visitation” bezieht. Es fehlen also Klassiker wie “Kingdom Of Madness” oder „How Far Jerusalem”. Eigentlich stört das aber nicht, denn wie gesagt sind die Songs der genannten Alben ebenfalls nicht von schlechten Eltern und gehören zweifelsohne zu den jeweilig besten Hard-Rock-Veröffentlichungen in ihrem Erscheinungsjahr. Bis auf zwei brandneue Stücke (“The Fall” und “Do You Know Who You Are”) wurden alle Songs neu gemischt und bei “When We Were Younger” und “Out Of The Shadows” haben MAGNUM gleich Drums, Bass und Gitarre neu eingespielt.

“Evolution” ist für ältere Semester, die MAGNUM im Laufe der Jahre ein wenig aus den Augen verloren haben und die letzten Veröffentlichungen der Band nicht ihr eigen nennen ebenso interessant wie für jüngere Hörer, die die Briten lediglich für hart rockende Opas halten. Denn die werden eines besseren belehrt. MAGNUM klingen noch immer total motiviert und schaffen es auch nach knapp 40 Jahren im Musikbusiness noch eingängige, unter die Haut gehende Musik zu kreieren. Das belegen auch die beiden neuen Songs “The Fall” und “Do You Know Who You Are”. Erstgenannter ist eine Gute-Laune-Nummer, die durch ein simples, aber sich im Ohr festsetzendes Gitarren-Lick geführt wird. Das den Abschluss des Albums bildende “Do You Know Who You Are” ist ein gediegener Hard-Rocker, der durch eine tolle Atmosphäre überzeugen kann und “Evolution” beendet.

Ich sage es mal so, eine perfekte Best-Of einer Band wie MAGNUM zu erstellen, ist unmöglich. Dafür haben die Briten im Laufe der Jahre einfach zu viele starke Nummern geschrieben. Auch in der SPV-Ära haben MAGNUM ziemlich viel gute Songs geschrieben, so dass eine Best-Of mit nur einem Rundling auf den ersten Blick auch etwas mager anmutet. Allerdings kann man durch die beiden neuen Lieder, die neuen Mischungen und die neu eingespielten Instrumentalspuren einiger Nummern doch von einer wertigen Compilation reden. Ideal für Neueinsteiger und interessant für ältere Fans ist “Evolution” allemal.

29.11.2011

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