Fen - Elemental Part One: Mourning Earth

Review

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FEN stehen im Konglomerat der Post-Black-Metal-Bands seit langer Zeit für einen gewissen Qualitätsstandard und für Entwicklungsfähigkeit, ohne dass jedes Album englischen Hauptstädter bisher ein kompletter Volltreffer gewesen wäre. Mit ihrer letzten Platte „Monuments To Absence“ ist es dem Trio um die beiden Brüder Adam und Frank Allain und Schlagzeuger JG allerdings gelungen, mit wirksamer entfesselter Wut einen absoluten Höhepunkt in ihrer bisherigen Diskographie zu erschaffen. Nun steht mit „Elemental“ das nächste Großprojekt ins Haus, denn mit „Part One: Mourning Earth“ und einem noch unbetitelten Nachfolger hat die Band gleich zwei miteinander verbundene Alben geschrieben und eines davon schon, größtenteils live, im Studio eingespielt.

Die Wärme ist zurück

Nach roter Signalfarbe und fast schon verzweifelter Wut, wandeln die Briten mit „Elemental Part One: Mourning Earth“ wieder ins Grüne, wenngleich hier der Farbton darauf hinweist, dass sich im düsteren Wald auch urkräftige Gefahren befinden mögen. Dennoch wirken FEN wieder introvertierter und lassen wieder verstärkt Post-Rock-Elemente in ihrem Sound zu, die aber, anders als auf ihren früheren Werken, eine subtile Naturverbindung aufweisen und nicht für sich selbst stehen. Das führt mit „Glacier“ und „Tectonic“ direkt zu zwei sperrigen Auftaktsongs, die wieder viel selbstverständlicher mit Klargesang vorangehen und sich langsam wallend zu prallen Soundgefügen auftürmen.

Diesen monumentalen Entwicklungssinn machen FEN auf ihrem achten Studioalbum zu ihrem Kernelement, wobei lediglich „Abyssal Plain“ zeitweise ein wenig aus dem Raster fällt und mit seinen feurigen Passagen ein wenig an das letzte WINTERFYLLETH-Album erinnert. Nicht immer passt jede kompositorische Einheit in ihren vorgesehenen Platz, manchmal gehen die cleanen Vocals vielleicht etwas zu weit und zeitweise schleichen sich minimale Längen ein, doch spätestens nach der Schlussentlohnung, sobald die melancholischen Gitarren des Brockens „Moor“ verklungen sind, kommt man nicht umhin, FEN auch hier wieder eine großartige Leistung zu attestieren.

Monumentaler Entwicklungssinn

Der Wiederspielwert von „Elemental Part One: Mourning Earth“ ist durch die vielen eingearbeiteten Elemente und den warmen Charakter, der durch die großen live eingespielten Passagen zusätzlich untermauert wird, extrem hoch. FEN sind inzwischen Meister ihres Fachs und lassen sich auch weg von treibender Wut nicht ins Stolpern bringen.

12.08.2026

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