Árstíðir Lífsins
Interview mit Stefán zu "Vápna Lækjar Eldr"

Interview

Árstíðir Lífsins
Ich muss dir wirklich ein Kompliment zur Aufmachung des Albums machen. Das Artbook ist so liebevoll und schick gestaltet, ein echtes Sammlerstück! Wer hatte die Idee dazu?

Die Idee kam abermals von mir. Ich strebte eine vergleichsweise schlichte, aber edle Form des Layouts an, welche Christopher, unser Designer (www.1gemachtes.de), sehr passend umgesetzt hat. Eine Dreiteilung des Layouts war von Beginn an vorgesehen. Neben einigen Seiten, die auf direkten Vorlangen illuminierter isländischer Manuskripte des 14. Jahrhunderts beruhen (und eigens dafür eine originale Schrift aus einem solchen Manuskript übernommen, sowie Vorlagen weiterer zeitgenössischer illuminierter Handschriften per Hand abgemalt wurden), sind die Übersetzungen (isländisch und englisch) mit Holzschnitten aus der ersten Snorre-Edition der norwegischen Heimskringla-Übersetzung von 1899 für den zweiten Teil benutzt worden, sowie archäologischen Fundstücke (Symbolschmuck) aus der Víking-Zeit (und vorher) Nordeuropas. Letztenendes, als dritter Teil des Artbooks, hat Marsél einige seiner Bilder der Band zur Verfügung gestellt, welche – zu jedem Titel passend – dem Artbook hinzugefügt worden sind.

Liegt dir persönlich viel daran, dass die “Verpackung” den Inhalt des Albums widerspiegelt? Oder möchtet ihr in Zeiten von Downloads dadurch auch einen gewissen Kaufanreiz schaffen?

Das Layout und die Form einer Veröffentlichung von ÁRSTÍÐIR LÍFSINS ist mir natürlich sehr wichtig. Mir ist das Layout dabei wohl mindestens genauso wichtig wie die Musik. Das zeigt sich bereits in der Zeit, die für das Layout verwendet wurde, denn dieses benötigte etwa genauso viel Zeit, wie die Komposition und Aufnahme der Songs. Sicher können durch vergleichsweise unkonventionelle Veröffentlichungen mehr Kunden zum Kauf angeregt werden, jedoch war dies zumindest nicht die vorrangige Intention.

Marsél, euer Sänger, hat sogar extra für das Album mehrere Bilder gezeichnet, die den Inhalt der Geschichte darstellen. Macht er sowas professionell oder hat er sich extra für das Album die Mühe gemacht?

Marsél malt und fotografiert in seiner (spärlichen) Freizeit hin und wieder Motive, die er teilweise bei seinen Bands verwendet, etwa bei Helrunars „Baldr Ok Íss“, „Sól“ oder eben bei ÁRSTÍÐIR LÍFSINS „Vápna Lækjar Eldr“. Für „unser“ zweites Album hat er mir eine recht große Auswahl seiner Malereien zukommen lassen und ich wählte die am besten passendsten für die jeweiligen Songs aus. Er hat daher nicht extra die Motive für das Album angefertigt.

Bei unserem letzten Interview erzähltest du mir, dass du erst ein zweites Album einspielen und dann über die Möglichkeit nachdenken wollen würdest, mit Árstíðir lífsins auch live aufzutreten. Nun ist es soweit, wird man ÁRSTÍÐIR LÍFSINS also bald auf der Bühne erleben können?

Nein, leider wird es auch in naher Zukunft keine Konzerte von ÁRSTÍÐIR LÍFSINS geben. Dies ist schlichtweg der fehlenden (Frei-)Zeit zu verdanken, die es uns nicht ermöglicht, alle Mitglieder der Band an einen Ort und zu einer Zeit zusammenzubringen. Ganz ausschließen möchte ich es aber grundsätzlich nicht, dass wir irgendwann einmal live spielen werden, geplant ist aber nach wie vor nichts Konkretes.

Welche Pläne hast du für die Zukunft von ÁRSTÍÐIR LÍFSINS? Möchtest du etwas bestimmtes mit der Band erreichen?

Wir werden vorerst im Oktober eine Split mit Helrunar aufnehmen, welche eventuell noch im selben Monat via Prophecy Productions und Ván Records erscheint. Der Titel von ÁRSTÍÐIR LÍFSINS wird den Namen „Vindsvalarmál“ tragen und einen vergleichsweise stark mythologischen Inhalt haben. Es ist bereits zum größten Teil aufgenommen und wird etwa 15-20 Minuten dauern. Zudem ist geplant, im ersten Quartal 2013 das nächste Werk aufzunehmen, dieses Mal wahrscheinlich komplett auf Island.

Das letzte Kerbenok-Album erschien im Jahre 2008, also bevor du ÁRSTÍÐIR LÍFSINS ins Leben gerufen hast. Liegt diese Band nun mehr oder weniger auf Eis oder wird es auch davon bald neues Material geben?

Nein, Kerbenok liegt nicht auf Eis, jedoch ist es in den letzten Jahren wirklich recht ruhig um uns geworden, das stimmt. Wir haben aber bereits ein neues Album aufgenommen, welches noch in diesem Herbst beendet werden soll. Wann und in welchem Rahmen dieses veröffentlicht wird, ist zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht klar. Falls jemand Interesse hat, kann er bis dahin neben ÁRSTÍÐIR LÍFSINS mal YRA anhören, der neuen Band von Christopher, welche gerade ihre erste EP namens „Individuals Club“ veröffentlicht hat. Amir wiederum spielt seit ein paar Jahren bei CHIPKO, die vor kurzen ihre zweite EP namens „Privileg Voliere“ herausbrachte. Untätig sind wir also nicht gewesen, ganz im Gegenteil.

Vielen Dank für das Interview! Die letzten Worte gehören dir.

Vielen Dank für die Unterstützung.

02.08.2012

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