Dark Tranquillity
Dark Tranquillity

Konzertbericht

Billing: Dark Tranquillity, Griffin und Sinergy
Konzert vom 2002-12-02 | Batschkapp, Frankfurt

Nachdem Sinergy ihre mäßig beachtete, aber wie mir Kollege Metalgreg immer wieder zu versichern wusste, technisch einwandfreie Show beendet hatten, war es endlich an der Zeit etwas Glanz in diese dunkle Dezembernacht zu bringen. Und glänzend waren nicht nur die Songs, die vorgetragen wurden – auch Mikael, notorischer Schwiegermutter-Liebling und Sympathieträger, überstrahlte mit seinem Auftreten die triste Kulisse der Batschkapp. Nur selten verlor er sein Lächeln, um einem ernsten oder gar verbitterten Gesichtsausdruck Platz zu machen. Ein etwas nüchterneres Mienenspiel legten die restlichen Bandmitglieder an den Tag, wobei mich in Bezug auf Martin Henriksson das Gefühl beschlich, daß das aber auch das einzige Nüchterne an ihm war. Während Sinergy kurz vorher der Anlage noch einen nahezu kristallklaren Sound entlocken konnten, war das massive Musikeraufgebot von Dark Tranquillity doch etwas zuviel für die überforderten Boxen. Nicht, dass der Sound übermäßig schlecht gewesen wäre, er war einfach nur mäßig .. und eventuell etwas zu laut. Abgesehen von gelegentlich nervig herrausstechenden Keyboardpassagen, die auf die Kappe des an diesem Abend etwas gelangweilt wirkenden Martin Brändström gehen, war das dann aber auch schon alles, was es zu bemängeln gab. Emotional, aber routiniert präsentierte Mikael einen Brecher nach dem anderen, wobei die Gewichtung nicht mal so stark auf der neuen Scheibe „Damage Done“ lag, wie ich eigentlich erwartet hatte; dennoch kann man nicht von davon sprechen, dass übermäßig viele alte Klassiker der Anfangstage zum Besten gegeben wurden. Man konzentrierte sich auf Material ab der zweischneidigen „Projector“-Scheibe, wobei anzumerken ist, dass wirklich jeder Song vom Publikum, das übrigends zahlenmäßig bei weitem unter dem lag, was ich zu einem solchen Gig vermutet hätte, jubelnd und dankbar aufgenommen wurde. Die recht lange Bühnenzeit nutzte man, um Songs wie „Not Built To Last“, „Single Part Of Two“, „Nether Novas“ und natürlich die Titeltracks der beiden letzten Alben „Damage Done“ bzw. „Haven“ darzubieten. Darüberhinaus zauberten Killertracks wie „Hedon“, „Zodijackyl Light“ und „Final Resistance“ ein breites Grinsen in die Gesichter der Fans und stellten zweifelsohne die Highlights des Abends dar. Nachdem auch die ausgiebige Zugabe gespielt war – das laut johlende Publikum ließ der Band auch keine andere Wahl – verabschiedete sich die Band, allen voran der ewig lächelnde und immer wieder gerne am Bühnenrand gesehene Sänger, um sich auf den Weg zu den letzten Gigs in Schweden und Norwegen zu machen – wer hätte sie nicht gerne begleitet?

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07.12.2002

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