Dark Tranquillity - Projector

Review

Galerie mit 11 Bildern: Dark Tranquillity - Metal Frenzy Open Air 2023

Gut Ding will Weile haben. Das gilt nicht nur für das neue Album der Schwedengötter. Wahrscheinlich ist dies die überflüssigste Rezi in meinem Leben ob der Verspätung…

Dem angekündigten Kurswechsel DARK TRANQUILLITYs habe ich zugegebenermaßen mit gemischten Gefühlen entgegengesehen. Gothiclastiger sollte ihr Material werden, noch melodischer und atmosphärischer. Nun, all dies trifft dann auch auf ihren neuen Silberling zu.

Ich muß sagen: Ich bin positiv überrascht. Im Gegensatz zu so vielen anderen Bands in letzter Zeit vermögen die Schweden es diese Elemente, die stellenweise jedoch etwas seicht daherkommen, gekonnt in ihren bisherigen Stil zu integrieren, und dem ganzen den eigenen, unverkennbaren Stempel aufzudrücken! Die Band schafft mit „Projector“ ein einzigartiges, komplexes Album, das zu häufigem Hören animiert, und es vermag, den einen in seinen Bann zu schlagen.

Es scheint, als präsentierten DARK TRANQUILLITY uns nur eine stets gut verborgene, andere Seite ihrer musikalischen Identität. Ja, es scheint gar, als hätten sie nie etwas anderes gemacht, und was das wichtigste ist: es sind nach wie vor unverkennbar DARK TRANQUILLITY! Wer jetzt nörgelt und ein zweites „Skydancer“ oder “ The Gallery“ herbeisehnt, ist selbst schuld und kann einfach nur verbohrt und ewig gestrig sein!

Mit „Projector“ liegt der endgültige Beweis vor, daß es auch heutzutage noch möglich ist, progressiv zu sein, ohne sich um 180 Grad zu wenden und alte Fans vor den Kopf zu stossen, und ohne zu sehr in seichten Gewässern zu schiffen bzw. alte Stilmittel aufzugeben. Ich bin entzückt und kann diese Rezension nicht anders beenden als allen Metallern dort draußen zuzurufen: Kaufen!

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09.08.1999

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Projector' von Dark Tranquillity mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Projector" gefällt.

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Dark Tranquillity auf Tour

24.07. - 28.07.24metal.de präsentiertTolminator Festival 2024 (Festival)Exodus, Dark Tranquillity, Suffocation, Primordial, Tankard, Toxic Holocaust, Destroyer 666, Harakiri For The Sky, Gutalax, Gaerea, Sinister, Milking The Goatmachine, Devil Master, Dopelord, Necrot, Dark Insanity, Behemoth, Testament, Rise Of The Northstar, Asphyx, Misery Index, Stoned Jesus und LikNationalpark Triglav, Tolmin
14.08. - 17.08.24metal.de präsentiertSummer Breeze Open Air 2024 (Festival)Aborted, Acranius, Aetherian, After The Burial, Amon Amarth, Ankor, Architects, Asphyx, Before The Dawn, Behemoth, Blind Channel, Bodysnatcher, Bokassa, Brothers Of Metal, Brutal Sphincter, Burning Witches, Callejon, Carnation, Cradle Of Filth, Crypta, Cult Of Fire, Dark Tranquillity, Dear Mother, Delain, Disentomb, Dymytry, Dynazty, Eclipse, Einherjer, Emmure, Enslaved, Equilibrium, Ereb Altor, Exodus, Evil Invaders, Feuerschwanz, Fixation, Flogging Molly, Future Palace, Guilt Trip, Heaven Shall Burn, Heretoir, Ignea, Imperium Dekadenz, Insanity Alert, Insomnium, J.B.O., Jesus Piece, Jinjer, Kampfar, Korpiklaani, Lord Of The Lost, Madball, Megaherz, Memoriam, Mental Cruelty, Motionless In White, Moon Shot, Nachtblut, Nakkeknaekker, Neaera, Necrophobic, Necrotted, Nestor, Obscura, Orden Ogan, Our Promise, Pain, Paleface Swiss, Pest Control, Rise Of The Northstar, Robse, Rotting Christ, Samurai Pizza Cats, Siamese, Sodom, Spiritbox, Spiritworld, Stillbirth, Subway To Sally, Svalbard, Sylosis, Tenside, ten56., The Amity Affliction, The Baboon Show, The Black Dahlia Murder, The Butcher Sisters, The Night Eternal, The Ocean, Thron, Unearth, Unprocessed, Viscera, Voodoo Kiss, Warkings und WhitechapelSummer Breeze Open Air, Dinkelsbühl, Dinkelsbühl

3 Kommentare zu Dark Tranquillity - Projector

  1. anonymus sagt:

    Bestes Dark Tranquillity Album, gerade wegen des cleanen Gesangs…

    10/10
  2. blackchest sagt:

    Mit "Haven" das Highlight in der Karriere dieser Band. Hier zündet wirklich jeder Song. Ausnahmslos. Grandios.

    10/10
  3. Sylverblack sagt:

    Nach dem meiner Meinung nach etwas schwächelnden "The Mind’s I", das sich nach "The Gallery, Part II", bloß mit schwächeren Riffs und Melodien anhörte, wird hier wieder ordentlich geklotzt. Dark Tranquillity haben sich stilistisch stark verändert, der Gothic-Anteil ist beachtlich und die Keys sind deutlich dominanter als je zuvor. Das Tempo wurde gedrosselt und die Gitarren spielen so melancholisch wie nie zuvor. Dadurch sind die neuen Dark Tranquillity imo nur noch bedingt mit den alten zu vergleichen. Was mir persönlich aber am wichtigsten ist: das hohe Niveau wurde gehalten! Mikael Stanne setzt bei "Projector" seine Klarstimme so häufig ein wie später nie mehr und die klingt auch noch wunderbar emotional (hat btw. nichts mit Emo zu tun) und schön ungewöhnlich, weit abseits typischem Pop- oder Rock-Gesangs. Und tolle Songs hat die Platte auch zu bieten. ‚Free Card‘ ist ein moderner Melo-Death-Song erster Güte und mit guten Keyboards und eben Stannes Gesang im Refrain unterlegt. Weitere Highlights sind ‚UnDo Control‘ (fantastischer Gastgesang und wunderschöne, traurige Melodien), ‚Auctioned‘ (der Pop-Song der Platte, quasi. Hier singt Stanne ausschließlich klar und der Song erweist sich aufgrund seiner Ohrwurmqualitäten fast als charttauglich, ohne dabei jedoch die melancholische Grundstimmung des Albums zu vernachlässigen), ‚The Sun Fired Blanks‘ (am ehesten mit früheren DT zu vergleichen, wobei hier auch wieder diese "neuen" Riffs dominieren) und das mit, mal wieder, wunderschön-emotionalen Vocals unterlegte ‚On Your Time‘. Dieses Album stellt einen ganz wichtigen Schritt in der Entwicklung von Dark Tranquillity dar und gehört meiner Meinung nach auch zu den besten. Wieder mal knapp an der 9 vorbei (dafür erreicht der eine oder andere Song eben nicht das sehr hohe Level der restlichen Tracks).

    8/10