Goddess of Desire
Night Of Power Festival in Giebelstadt

Konzertbericht

Billing: Falconer, Final Breath, Fleshcrawl, Goddess of Desire, Karkadan und Majesty
Konzert vom 2005-10-15 | Innovationspark Klingholz, Giebelstadt

Erfolg verpflichtet. Und wie dem Blockbuster im Kino ein Sequel folgt, ging Mitte Oktober auch die Night Of Power der Kollegen von POWERMETAL.de nach einer gut besuchten ersten Vorstellung im letzten Jahr in die zweite Runde. Dieses Jahr zog man allerdings in die Turnhalle des Innovationsparks in Giebelstadt nahe Würzburg um. Der dortige Hausmeister muss ordentlich geschmiert sein, denn neben zahlreichen Stiefelpaaren, die wohl nicht ganz dem Hallenschuh-Standard entsprechen und darüber hinaus etliche Kippen auf dem Hallenboden austreten, tummeln sich auch ein kleiner Metalmarkt und ein Fressstand in der Halle, der den Raum mit dem herzhaften Geruch von Frittierfett und Schnitzel erfüllt. Für das leibliche Wohl ist zu sehr humanen Preisen gut gesorgt, sodass es sich gut aushalten lässt auf der Night Of Power. Mit dem Billing hatte man im Vorfeld etwas zu kämpfen, da nicht nur DISBELIEF sondern auch END OF GREEN kurzfristig ersetzt werden mussten. Im Falle der Hessen ist mir das ganz recht, weil ich die nun wirklich schon oft genug gesehen habe. Für sie springen FLESHCRAWL ein, die zwar nicht minder präsent sind, mir an dem Tag aber einfach besser in dem Kram passen. Ganz anders bei END OF GREEN: die Enttäuschung steht da nicht nur mir ins Gesicht geschrieben. Aber was will man machen? Als Ersatz schicken die Veranstalter kurzerhand SACRIFICIUM aufs Feld (im wahrsten Sinne des Wortes!;). Es soll ein langer Tag werden für einen Redakteur, der allein auf weiter Flur steht und sich mit zwölf Bands am Stück konfrontiert sieht. Jammern hilft nix, auf ins Getümmel! Bereits um 12 Uhr geht es los mit

Goddess of Desire

FIREREIGN
Die junge Band aus dem Stuttgarter Raum bereitet den Auftakt. Auch wenn zu dieser frühen Stunde die Halle noch recht leer ist, geben sich die Jungspunde alle Mühe und können mit ihrem melodischen Speed Metal einen bemerkenswerten Achtungserfolg einfahren. Die Mucke ist sehr abwechslungsreich und weiß besonders durch die energiegeladene Darbietung gut zu gefallen. Und das ist wohl nicht nur mein Eindruck, denn auch der Rest des noch sehr lichten Publikums lässt sich von Songs wie „Riding With The Clouds“, „Crush It“ oder „Firereign“ zu wohlwollenden Reaktionen hinreißen. Daumen hoch, das fängt ja gut an!

Goddess of Desire

KARKADAN
Besonders interessant an der Night Of Power ist mit Sicherheit die Stilvielfalt, die das Billing bietet. Denn nach dem Auftakt im traditionellen Heavy Metal Gewand geht es mit KARKADAN vergleichsweise rüde weiter. Melodischen Death/Black Metal gibt’s auf die Lauscher, und wer bis dahin noch nicht wach war, sollte es dann ziemlich schnell sein. Frontmann Robby erklärt die gesamte Bühne zu seinem Revier und wildert ganz schön herum! Zwar ist es immer noch ein wenig früh für wirklich volle Ränge, aber immerhin tummeln sich schon einige Leute mehr vor der Bühne, um sich ihre Bedienung mit tightem, aggressivem Kickass-Metal abzuholen. Mit „Frenetic Visions”, “Passing Away”, “On Your Knees”, “The Ancient Times” und “Sea Of Bitterness” spielt man fast ausschließlich Material vom aktuellen Album “Utmost Schizophrenia”, dem man mit einem coolen “Symphony Of Destruction”-Cover zum Abschluss die Krone aufsetzt und damit jedem Anwesenden ein breites Grinsen aufs Gesicht zaubert.

Goddess of Desire

BARRITUS
Nach KARKADAN wird der Härtegrad noch etwas angezogen. BARRITUS aus Hamburg lassen die Melodien raus und setzen alles auf groovenden Death Metal. Leider erweist sich das als nicht allzu gute Entscheidung, denn anstatt Abwechslung gibt’s reichlich Gleichförmig- und Belanglosigkeit. Tausendmal gehörte 08/15 Riffs und Songs ohne bemerkenswerte Höhepunkte lassen einen eher mit den Achseln zucken als mit dem Schädel kreisen. Immerhin groovt’s. Vor allem stört mich das heisere Gebell des Sängers, das extrem eintönig ist und einem nach spätestens drei Songs mächtig auf die Eier geht. Doch halt! Der Typ ist ja ne Frau! Und die legt sich mächtig ins Zeug. Propellerbangen wie die Großen und ins Mikro blöken bis sich das Antlitz rot färbt. Aber auch der Mädchenbonus ändert nix an der Leistung. Manche sind einfach nicht zum Grunzen gemacht. Aber keine Sorge, Angela Gossow ist da noch viel schlimmer.

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01.12.2005

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