Aluk Todolo - Voix

Review

Drei Jahre zwischen den Veröffentlichungen sind für das französische Okkultismus-Duo ALUK TODOLO eine Menge Zeit – und dann ist ihr neues Album „Voix“ auch noch halb so lang wie der 2012er-Vorgänger „Occult Rock“. Dennoch ist den beiden Köpfen hinter dem Projekt einmal mehr ein fieser, schwer zu verdauender Experimental-Bastard aus Black Metal, Drone, Psychedelic und Noise gelungen, der dem Hörer, so finster und schwer zugänglich „Voix“ auch sein mag, am Ende trotzdem eine kathartische Wirkung bietet.

Wieder einmal setzen ALUK TODOLO dabei auf Obskurität: Waren die einzelnen Tracks des Vorgängers schlicht „Occult Rock I-VIII“ benannt, tragen die sechs Stücke auf „Voix“ ihre Laufzeit als Namen. Aber wie soll man Titel auch benennen, wenn man keinerlei Texte oder Gesang hat und auch die transportierte Stimmung der Stücke dieselbe ist? Wie dem auch sei: Das ist nur ein weiteres kleines Detail, welches „Voix“ interessant macht.

„Interessant“, wohlgemerkt, nicht „einfach“: Mehrere Durchläufe habe ich dem Album bereits gegönnt, mehrmals habe ich angesetzt, einen Text dazu zu beginnen. ALUK TODOLO machen es mit „Voix“ weder den Journalisten noch den Hörern leicht. Die knappe Dreiviertelstunde Musik auf dem Album ist derart schwer greifbar, dass man sie kaum beschreiben kann, nur eben genauso: schwer greifbar. Und als finster: Das okkulte Konzept von ALUK TODOLO tropft auf „Voix“ aus jeder musikalischen Pore, und wenn dieses Album eins kann, dann die Stimmung zu verdunkeln … aber eben gegen Ende auch wieder zu erhellen, wenn die beiden Franzosen ihre Hörer wieder mit den Füßen auf festen Boden stellen.

Und wie bewertet man „Voix“ nun? Wirklich hörbar im eigentlichen Sinne ist dieses Album nicht. Es gibt keine klassischen Strukturen, es gibt kein Ohrengeschmeichel in Form von Parts, die in irgendeiner Weise hängenbleiben. Es gibt keine Hinhörer. Was es bei ALUK TODOLO anno 2016 gibt, sind etwas über 43 Minuten Atmosphäre – wenn man sich darauf einlässt. Insofern ist das Experiment der Franzosen wieder einmal gelungen, und damit haben sie sich die Note unter dieser Review verdient. Aber Vorsicht: Auch wenn das Album damit unter den „Tipps der Redaktion“ auftaucht, „Voix“ ist nur etwas für sehr aufgeschlossene Geschmäcker.

Mist, hier tut was nicht.Whoops! Hier sollte eigentlich ein Video- oder Audio-embed erscheinen. ...

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30.01.2016

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