Betontod - Pace Per Sempre

Review

Galerie mit 14 Bildern: Betontod - Zeig Dich! Tour 2023 in Osnabrück

„Pace Per Sempre“ – Frieden für immer. Das ist das Motto und der Titel des neuen Albums von BETONTOD. Drei Jahre nach dem faden „Vamos!“ sind die Rheinberger wieder zurück und haben einen Haufen Songs mit starker Message im Gepäck. Doch finden wir auch qualitativ und musikalisch Gold am Ende des Regenbogens?

BETONTOD – Punk, Politik, Pogo

Dass BETONTOD musikalisch keine reine Punkband mehr sind, ist klar und ändert sich auch auf diesem Album nicht. Die starke Rockschlagseite packen sie auch auf „Pace Per Sempre“ wieder aus. Was sich im Vergleich zu „Vamos!“ aber gebessert hat, ist die treibende Art der Songs und die wirklich starken Botschaften wie im Single-Doppelschlag „Regenbogen“ (eine Art „Traum von Freiheit“ 2.0) und „Hals-Maul-Arsch-Gesicht“, das mit wunderbar ironischem Text gegen die zehn Prozent Rechtsextremismus im deutschen Bundestag schießt.

Klar, textliche Ähnlichkeiten zu vorigen Werken sind massig vorhanden, auch „Retro“ ist erneut eine Lobeshymne an die Jugend der Bandmitglieder im Stile von „Ich nehme dich mit“, das passend zum 80er-Vibe mit ordentlich Synthies aufwartet. „Pech und Schwefel“ erinnert thematisch an „Küss mich“ und bei „Jogginghose Forever“ würde sich Karl Lagerfeld im Grab umdrehen.

So dreht sich das regenbogenfarbene Scheibchen der Band dann auch weiter. „Der nackte Kaiser“ – Kritik am Herrschersystem, „Wirklich wichtig“ – Liebeslied, „Wir feiern dich“ – Freundschaftshymne. Dabei bleiben BETONTOD sich über weite Linie selber treu und haben genug frischen Wind im Gepäck, um einen bei der Stange zu halten, obwohl die zweite Albumhälfte nicht ganz so hitverdächtig ist wie die erste.

„Pace Per Sempre“ ist über weite Strecken zufriedenstellend

Im Vergleich zu „Vamos!“ ist „Pace Per Sempre“ das bessere Album, auch wenn die Band Glanztaten wie „Schwarzes Blut“ oder „Entschuldigung für Nichts“ nicht erreicht. Positiv vermerkt werden sollte noch das Fehlen eines Saufliedes, denn davon haben die Altpunks mittlerweile mehr als genug im Gepäck und „Glück auf!“ können sie sowieso nicht toppen.

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03.11.2021

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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Betontod auf Tour

07.06. - 09.06.24Rock am Ring 2024 (Festival)Die Ärzte, Avenged Sevenfold, Queens Of The Stone Age, Beartooth, Dropkick Murphys, Kreator, Asinhell, Betontod, Cemetery Sun, Descendents, Enter Shikari, Fit For A King, Guano Apes, James and the Cold Gun, Mudvayne, Neck Deep, Pennywise, Querbeat, Royal Blood, Scene Queen, Skindred, Sondaschule, Wargasm, Green Day, Broilers, Billy Talent, Babymetal, Bad Omens, Electric Callboy, 311, Against the Current, Antilopen Gang, Dogstar, Donots, Jazmin Bean, Kvelertak, L.S. Dunes, Pendulum, Pinkshift, Royal Republic, Schimmerling, Team Scheisse, The Interrupters, The Last Internationale, The Scratch, Trettmann, Underoath, Måneskin, Parkway Drive, Kraftklub, Corey Taylor, Machine Head, Atreyu, Biohazard, Blackout Problems, Body Count, Counterparts, Fear Factory, Hanabie., Hatebreed, Heriot, Landmvrks, Leoniden, Madsen, Malevolence, Of Mice & Men, Polyphia, Thy Art Is Murder, Wanda und While She SleepsNürburgring, Nürburg
22.11.24Betontod - Zeig dich! Tour 24/25BetontodCapitol Hannover, Hannover
23.11.24Betontod - Zeig dich! Tour 24/25BetontodFelsenkeller, Leipzig
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6 Kommentare zu Betontod - Pace Per Sempre

  1. nili68 sagt:

    Ach Politik.. unter’m Strich ist Punk doch einfach „keinen Bock zu arbeiten.“ Die Schlaueren tarnen das dann mit Anarchie/Nihilismus. Trifft auch auf einen Großteil des Black Metal zu, wenn du noch Satan dazu nimmst..

  2. der holgi sagt:

    wie jetzt Black Metal und nicht arbeiten? 😀

    hab ich ja noch nie gehört

    Betontod klingen stinklangweilig, wie vor 30, 20, 10 Jahren eben Punk aus Doitschland auch schon geklungen hat, und die Texte sind auch die selben

  3. nili68 sagt:

    Naja, Arbeitslos für Satan. Ist im BM noch einfacher als im Punk. Da hängst du einfach überall ein ..für Satan dran. 😀

  4. Watutinki sagt:

    Das einzige Punk Rock Album das ich je gehört habe, war Die Bestie in Menschengestalt von den Ärzten und ich gehe mal davon aus, dass das nicht mal Punk ist, weil es dafür viel zu melodramatisch daherkommt. Hat jetzt nicht’s Betontod zu tun, weiß ich auch. :))

  5. onlythewindremembers sagt:

    Gibt ja durchaus gute Punk-Alben, auch aus Deutschland. Aber mittlerweile klingt das meiner Meinung nach einfach alles zu sehr auf Stadionrock getrimmt und das widerspricht dem Punk doch bisschen, mh?

  6. Bluttaufe sagt:

    Schlager – Rock halt. Die UNHEILIG des „Punks“ quasi. Ich habe bei BETONTOD nach der miesen „Revolution“, den symbolischen Nagel in den Sarg geschlagen und die Band beerdigt. Klingt wie glattgebügelter Deutschrock.
    Auch hier werde ich nicht warm.