
Die Norweger von BLOOD RED THRONE gehören zu den Urgesteinen der Death-Metal-Szene und beugen sich keinen Trends. Auch wenn bis auf den Gitarristen Død niemand aus der Urbesetzung dabei ist, ist die Musik weder ausgewhimpt noch vom ursprünglichen Pfad abgewichen. Vor mehr als 20 Jahren veröffentlichte die Band Meilensteine wie „Monument Of Death” und „Affiliated With The Suffering”, die Kultstatus erreicht haben.
Die Jahre haben ihre Spuren hinterlassen und das Rad lässt sich nicht neu erfinden.
Bei aller Brutalität zeigen sich BLOOD RED THRONE im Jahr 2025 um Abwechslung bemüht und verbinden weiterhin die Catchyness der Anfangstage mit verspielten Riffs. Im Laufe der Jahre haben sie einige Sänger verschlissen, doch Sindre Wathne Johnsen macht einen guten Job. Auch wenn er nicht an die Urgewalt eines Mr. Hustler heranreicht, passt seine Variante gut ins Bandkonstrukt. Ebenso funktionieren die stark an Evil Chuck erinnernden Screams tadellos.
Ähnlich wie bei den letzten Releases hat sich jedoch eine gewisse musikalische Gleichförmigkeit eingeschlichen. Zwar geht diese sicherlich noch über das Mittelmaß hinaus, mit der Zeit büßt sie jedoch an Hörvergnügen ein. Viele der Tracks klingen zu ähnlich. Man hat ständig den Eindruck, schon einmal ähnliche Riffs gehört zu haben. Außerdem fehlen der Scheibe echte Highlights.
BLOOD RED THRONE liefern grundsoliden Todesmörtel ohne Überraschungen
Insgesamt bietet „Siltskin” grundsoliden Death Metal und Genrefans kommen hier sicherlich auf ihre Kosten. Wer das letzte Album Nonagon mochte, macht hier nichts falsch. Den Bombengroove, den die Band in ihren Anfangstagen oder auf Alben wie Fit to Kill eingefangen hat, gibt es aktuell leider nicht. Was bleibt, ist eine gut produzierte, handwerklich sauber gemachte Platte, die jedoch weder an den Bandzenit noch an die Genre-Highlights des Jahres heranreicht.

Blood Red Throne - Siltskin
Oliver Schreyer


















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