Cattle Decapitation - Humanure

Review

Galerie mit 73 Bildern: Autogrammstunden auf dem Summer Breeze Open Air 2016 - Donnerstag

Das Cover ist nun mal das Erste, was man an einer Scheibe bewundern kann und auch oft einige Rückschlüsse auf die enthaltene Musik zulässt. Im Falle von Cattle Decapitation ist das keine Spur anders und man provoziert mit einem ebenso abstoßenden wie auch tiefsinnigen Coverbildchen. Wer das Bild zum ersten Mal sieht und nichts über die Jungs weiß, wird sicher sagen was kann an einer Kuh, die einen halb verdauten Menschen durch den Anus presst tiefsinnig sein. Das würde ich auch so sofort unterstreichen und dem Cover wohl schon jetzt das Prädikat „schlechtestes Artwork 2004“ verleihen. Wenn man allerdings weiß, dass die Kalifornier alle samt Aktivisten gegen das sinnlose Quälen von Tieren sind und dazu noch jegliches Fleischprodukt aus ihrer Nahrungskette gestrichen haben, bekommt die Sache einen ganz anderen Charakter, der sich auch in den Lyrics fortsetzt. Ähnlich kompromisslos gehen die Kerle auch bei ihrer Musik zu Werke, die eine schönen Brocken Gehacktes aus etwas „Cannibal Corpse“, „Dying Fetus“ und „Carcass“ vor die Füße der Kritiker klatschen. Purer Death-Metal der richtig mächtig in den Arsch tritt und dabei noch technisch auf höchstem Niveau spielt, gibt es auf „Humanure“ zu hören. Die Jungs verstehen es hervorragend die Songs auf den Punkt zu bringen und vermeiden bewusst unnötige Spielereien, dreschen aber keineswegs nur hirnlos nach vorne. Die Songs besitzen eine gnadenlose Dynamik mit einigen verstecken Melodien, die sich zwischen heftigen Break- und Riffattacken verstecken und bei eingehender Beschäftigung durchaus zu gefallen wissen. Das Ende dieser Demonstration eines mehr oder weniger aktiven Tierschutzes besteht aus einem fast 10 minütigen Outro, welches den Jungs von der PETA zugespielt wurde und den Livemittschnitt eines Schweins auf seinen letzten Metern bis zur Schweinskopfsülze beschreibt. Bei aller Tierliebe, aber sowas muss nicht unbedingt sein und schon gar nicht volle 10 Minuten. Ein Hinweis auf dem Cover über das Anliegen der Jungs wäre da um Einiges effektiver gewesen.

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18.07.2004

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Cattle Decapitation auf Tour

12.08. - 15.08.20metal.de präsentiertSummer Breeze 2020 (Festival)1914, Agrypnie, Alestorm, Amenra, Amon Amarth, Amorphis, Any Given Day, Architects, Belzebubs, Benighted, Bloodywood, Cattle Decapitation, Clutch, Combichrist, Cytotoxin, Dark Funeral, Dark Tranquillity, Debauchery, Despised Icon, Djerv, Eisregen, Emil Bulls, Ensiferum, Fiddler's Green, Fight The Fight, Finntroll, Fleshcrawl, Frog Leap, Gloryhammer, God Is An Astronaut, Gutalax, Haggefugg, I Prevail, Igorrr, Infected Rain, Jinjer, Kraanium, Lüt, Mr. Hurley & Die Pulveraffen, Myrkur, Neaera, Nytt Land, Opeth, Pipes And Pints, Primal Fear, Sacred Reich, Saltatio Mortis, Shadow of Intent, Siamese, Sonata Arctica, Slope, Static-X, Stray From The Path, Swallow The Sun, tAKiDA, The New Roses, The Oklahoma Kid, The Vintage Caravan, The Wildhearts, Thundermother, Tides From Nebula, Triddana, Uada, Vulture, Wardruna, Warkings, While She Sleeps, Within Temptation und Wolves In The Throne RoomFlugplatz Dinkelsbühl, Dinkelsbühl

3 Kommentare zu Cattle Decapitation - Humanure

  1. him sagt:

    Geiles Cover, anständige Mucke. Die Jungens haben in jedem Fall Arsch in der Hose.

    7/10
  2. johead sagt:

    die Mucke rockt ordentlich wenn auch nicht viel neues passiert. 7 Punkte gehen in Ordnung, ich geb noch einen Sympathisantenpunkt dazu. Zwar nicht fürs Cover,aber für den Mumm in Super-Size-Burgerland Death Metal mit moralinschwangeren Texten zu kloppen.

    8/10
  3. nili68 sagt:

    Die haben ja schon irgendwie recht mit ihrem Anliegen, aber eigentlich interessiert mich mehr deren geile Mucke!!

    8/10