Cloven Hoof - Heathen Cross

Review

CLOVEN HOOF aus den Midlands haben wie die meisten Bands der glorreichen NWOBHM eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Nur noch Bassist Lee Payne ist seit der Gründung dabei, die meisten anderen Mitglieder erst in den letzten Jahren zur Gruppe gestoßen. Neu ist ein Name, der aufhorchen lässt: Harry „The Tyrant“ Conklin von JAG PANZER steht auf dem neuen Album „Heathen Cross“ am Mikro.

Der Gesang war bereits in den Anfangstagen von CLOVEN HOOF ein Schleudersitzposten. Entsprechend unterschiedlich klangen die Alben der Briten: „Cloven Hoof“ von 1984 mit David Potter war rau und fast punkig, „A Sultan’s Ransom“ von 1989 dank Russ North theatralisch und energievoll. Harry Conklin schlägt eher in die zweite Kerbe, kommt dabei ganz nach seinen Vorbildern Dio und Dickinson. Der Sänger liefert eine gewohnt gute Leistung ab, klingt in einigen Strophen aber etwas zu bemüht und gepresst.

CLOVEN HOOF wissen, was sie wollen

Bereits das Eröffnungsdoppel von „Heathen Cross“ macht deutlich, wo die Reise hingeht. Nach dem Intro „Benediction“ feuern CLOVEN HOOF mit „Redeemer“ einen kraftvollen Opener mit einem eingängigen Refrain ab, in dem Conklin glänzen kann. Im folgenden „Do What Thou Wilt“ rücken schließlich die Keyboards und die Hammond-Orgel von Chris Dando in den Vordergrund. Ebenso überzeugen die Gitarristen Chris Coss und Luke Hatton, die durchgehend gute Riffs und Soli abliefern.

Der Band gelingt es auf dem Album wunderbar, die pumpenden Power-Metal-Riffs und die swingende Orgelei zu verbinden. Conklins Gesang ist dabei eine hervorragende Klammer und der Tyrant kann sich von seiner rockigen Seite zeigen. Songs wie „Last Man Standing“ und „Sabbat Stones“ funktionieren durch dieses harmonische Zusammenspiel der einzelnen Elemente perfekt und können locker mit den Hits alter Tage mithalten.

„Heathen Cross“ enthält perfektes Zusammenspiel

Auch der Rest von „Heathen Cross“ weiß zu unterhalten und ist zudem sehr gut produziert. Lediglich bei „Curse of the Gypsy“ verhebt sich die Band bei dem Versuch, eine Halb-Ballade inmitten der stahlhart rockenden Metal-Songs zu platzieren.

CLOVEN HOOF gelingt etwas, mit dem sich andere Traditionsgruppen schwer tun. Die Band eifert auf „Heathen Cross“ nicht vergangenen Taten hinterher, sondern erfindet sich mit verblüffender Leichtigkeit neu. Dafür reicht es bereits, zeitlosen Hammond-Orgel-Rock mit energievollem Heavy Metal zu verbinden. Das klingt banal, überzeugt dank des passenden Personals aber voll und ganz.

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16.06.2024

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