Coheed and Cambria - The Color Before The Sun

Review

Galerie mit 15 Bildern: Coheed And Cambria auf dem Summer Breeze Open Air 2016

COHEED AND CAMBRIA gehören seit geraumer Zeit zu den profiliertesten Rockbands des Planeten. Da sich die Truppe aus Nyack im US-Bundesstaat New York im Laufe der vergangenen 20 Jahre allerdings stets eine gewisse Eigenwilligkeit bewahrt hat, steht sie auch heute im Schatten der großen, kommerziell erfolgreichen Stadion-Rockbands aus den USA und Großbritannien. Dankenswerterweise unternehmen Bandkopf Claudio Sanchez und seine Mitstreiter aber auch auf ihrem achten Studioalbum „The Color Before The Sun“ nicht den plumpen Versuch, sich mit Gewalt in die Hitparaden zu hieven. Vielmehr hat der Vierer erneut ein abwechslungsreiches, aber vor allem sehr tiefgründiges Album abgeliefert, welches Freunden intelligenter Rockmusik viele unterhaltsame Stunden bescheren sollte.

„The Color Before The Sun“ ist dabei erstmals nicht als Konzeptalbum angelegt – bislang stützten sich die Werke aus dem Hause COHEED AND CAMBRIA inhaltlich stets auf die von Fronter Sanchez entwickelte Comic-Story „The Amory Wars“. Der Verzicht aufs thematische Korsett schlägt im Falle von „The Color Before The Sun“ allerdings ausnahmslos positiv zu Buche: Die Platte klingt frisch und quirlig, beim Songwriting standen die Songs als solche wieder hörbar im Vordergrund.

Neben unzähligen, liebevoll eingewobenen Details und einer superben Produktion überzeugt vor allem die bemerkenswerte Bandbreite der Platte: COHEED AND CAMBRIA bringen auf „The Color Before The Sun“ das Kunststück fertig, stilistisch teilweise völlig unterschiedlich angelegte Songs in einer Tracklist zu vereinen, die wie aus einem Guss klingt – auch wenn der Albumauftakt (siehe insbesondere das unaufgeregt rockende „Eraser“) letztlich ein wenig unspektakulär geraten ist. Spätestens ab dem zurückhaltenden „Colors“ offenbart das Album jedoch seine Klasse – im Falle besagten Songs mit sphärischer Shoegaze-Schlagseite und sparsam intonierten, raumgreifenden Melodien. „Here To Mars“ wiederum überzeugt mit mitreißendem Refrain und verspielter, von markanten Bassakzenten durchsetzter Strophe, „Young Love“ pendelt – ganz dem Titel entsprechend – zwischen Naivität und Träumerei. Mit „Atlas“ servieren COHEED AND CAMBRIA dann einen zappelnden Rocker mit viel Tiefgang, „You Got Spirit, Kid“ hingegen versprüht jugendlichen Highschool-Rock-Charme – nicht ganz ernst gemeinte Textzeilen wie „Nobody cares who the fuck you are“ und flippige Chöre inklusive.

COHEED AND CAMBRIA liefern letztlich eine starke Scheibe ab, welche in annähernd 50 Minuten die unterschiedlichen Klangwelten des Rock erkundet und zu einem stimmigen Hörerlebnis zusammenfügt. Wer mit FINCHs „Say Hello To Sunshine“ oder den aktuellen Scheiben aus dem Hause THE INTERSPHERE und ATTALUS etwas anfangen kann, dürfte auch bei „The Color Before The Sun“ richtig liegen – eine gewisse Affinität zu zurückhaltenderen Klängen und einer Prise Pathos vorausgesetzt.

Mist, hier tut was nicht.Whoops! Hier sollte eigentlich ein Video- oder Audio-embed erscheinen. ...

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21.10.2015

"Am Ende isses immer Arbeit."

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