Colony 5 - Buried Again

Review

Exakt 1 Minute und 19 Sekunden waren vergangen … und da war es wieder, dieses typische Colony 5-Feeling, das einen seit der ersten Veröffentlichung der Band wie ein treuer Gefährte begleitet. Nach den ersten kühlen elektronischen Klängen, den ersten vertrauten Klängen von P-O Svensson Vocals setzt er wieder ein, dieser unverkennbare C5-Sound im Refrain, der wie bei kaum einer anderen Band Verzeiflung und Schönheit so eindrucksvoll vereint.

Schon der Opener „Ghost“ zeigt, dass „Buried Again“ etwas düsterer klingt, an manchen Stellen auch härter und nicht mehr so glatt wie auf den letzten Alben der Schweden. Die Beats sind kraftvoller, die Songstrukturen mutiger und das alles jedoch, ohne den typischen C5-Sound aufzugeben. Stellvertretend für diese Entwicklung steht auch die Singleauskopplung „Knives“, ein Song, der zunächst sperriger als sonst gewohnt beginnt, um dann im Refrain wieder das oben beschriebene Gefühl auszulösen. Deutlich düsterer geht es auch bei „Imaginary Girl“ und „Absolute Religion“ zur Sache, wobei letzterer mit interessanten Samples und einem erneut fantastischen Refrain aufwartet. Und auch hier fällt auf, dass sowohl die Instrumentierung als auch der Aufbau der Songs deutlich abwechslungsreicher gestaltet ist. Eindeutig clubtauglich präsentiert sich dann „End Of Desperation“ mit seinen treibenden EBM-Beats und erneut sensationellem Refrain.

Und schon erwischt man sich dabei, jeden Track einzeln beschreiben zu wollen … es fällt aber auch schwer, hier eine Auswahl zu treffen, denn COLONY 5 melden sich mit solch geballter Kraft zurück und man merkt als Fan der ersten Stunde, wie man erneut immer mehr in ihren Bann gezogen wird. „Heart Attack“ – einfach nur klasse … „Closure“ – ein weiterer EBM-ähnlicher Clubtrack mit hymnischem Refrain, ähnlich dem von „Too Young“, bei zweitgenanntem allerdings im Rahmen einer viel kühleren Atmosphäre. „Commitment“ und „Get Of My Back“ vereinen erneut die neuen Elemente im C5-Sound mit Altbewährtem, beide Songs zeigen sich hart und verspielt zugleich.

Und so schwungvoll „Buried Again“ begonnen hat, so endet das Album auch mit „There’ll Be Time“ und „Pills“, beide wieder dominiert von kühler Elektronik und härteren Beats und … erneut einfach nur wunderbaren Melodien – ein Markenzeichen das COLONY 5 auf „Buried Alive“ Gott sei Dank nicht verloren gegangen ist.

Härter, kühler, mutiger und damit auch lebendiger denn je präsentieren sich COLONY 5 auf „Buried Again“, schon jetzt einem Highlight des Musikjahres 2008.

27.02.2008

Der metal.de Serviervorschlag

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