Death - Leprosy (Re-Release)

Review

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Knappe 13 Jahre nach dem Krebstod des Death-Metal-Pioniers Chuck Schuldiner ist es ein weiteres Mal ein Re-Release, welches weltweit Herzen aller DEATH-Fans höher schlagen lassen dürfte. Mit “Leprosy“ widmete sich Relapse Records dem zweiten und vermutlich erfolgreichsten Album der Bandhistorie. In Form einer umfangreichen Wiederauflage unterzog sich der DEATH-Klassiker schlechthin einer Schönheitskur, deren Resultat sich wirklich sehen lassen kann.

Genredefinierende Klassiker wie “Left To Die“ oder “Open Casket“ erstrahlen somit aufgrund einer kleinen Nachpolitur in “neuem“ Glanz, jedoch ohne ihre so markante Grundstruktur zu verlieren. Inwiefern sich dieses “neue“ Werk allerdings zu einem echten Muss für HiFi-Fanatiker entpuppt, bleibt fraglich, denn neben eher kleineren Veränderungen wirkt das Re-Release nur bedingt überarbeitet.

Als Sahnehäubchen erwarten den Hörer auf CD Nummer zwei bisher unveröffentlichte Proberaumaufnahmen des Jahres 1987, welchen es recht gut gelingt, den Fan hautnah an die Idole und Legenden heranzubringen und eine familiäre Atmosphäre aufzubauen. Natürlich sind auch diese soundtechnisch eher schlecht als recht, bedenkt man allerdings den Zeitpunkt der Aufnahme (1987) und die damals zur Verfügung stehenden Mittel ist auch dies ein absolut akzeptabler Kompromiss.

Wer noch etwas tiefer in die Tasche greift, erhält zusätzlich zu den bereits beschriebenen zwei CD’s eine dritte, welche über mehr als 70 Minuten bisher ebenfalls unveröffentlichten Livematerials aus den Jahren 1988 erhält, soundtechnisch eher so stark wie ein durchschnittliches Bootleg gelingt es auch diesem, die Atmosphäre des jeweiligen Abends im Backstreets beziehungsweise dem Dirt Club, gekonnt auf CD festzuhalten. Für richtige Puristen stehen neben den Download- und CD-Versionen auch noch teils streng limitierte Vinyl-Varianten zum Kauf bereit, allesamt im Bundle mit diversen anderen Merchandise-Artikeln.

Wer “Leprosy“, das vermutlich beste Album der amerikanischen Death-Metal-Legenden DEATH, bereits sein Eigen nennt und nicht auf bootlegähnliches, soundtechnisch zu Wünschen übriglassendes Zusatzmaterial steht, der sollte vermutlich eher die Finger vom Relapse-Records-Re-Release lassen, für Quereinsteiger oder Die-Hard-Fans könnte sich das angebotene Paket allerdings zu einem unwiderstehlichen Pflichtkauf entwickeln.

31.05.2014

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