Gràb - Zeitlang

Review

Soundcheck Oktober 2021# 6

Mitten im Herbst, die Tage werden kürzer. Die Gedanken treiben um Verfall, Niedergang und Tod als natürlicher Zyklus. Der Mensch irrt umher und sucht Erklärungen, welche in volkstümlichen Erzählungen und Sagen Nachhall finden. Nehmen wir zunächst nur dieses Grundgefühl mit, wenn wir das Dickicht von GRÀB betreten: „Draußt werd’s koid, s‘ Liacht verglimmt. Bua, làf gschwind, da Nachtkrapp kimmt.“

GRÀB liefern mehr als Namedropping

Auf welchem Niveau GRÀB agieren, wird spätestens bei der Durchsicht der Liner Notes offenbar. Denn hier gibt sich wirklich die gesamte deutsche Szeneprominenz die Klinke in die Hand. Sänger Grant beziehungsweise Azathoth war bis 2007 Sänger bei DARK FORTRESS, Benjamin König hat das Artwork erstellt, die Drums wurden im Studio E aufgenommen und Schwadorf selbst hat das Instrumental „Auf da roas“ beigesteuert.

Aber dies alles ist nicht mehr als Namedropping, welches ein Album weder gut noch schlecht macht. Was ist also das Besondere an „Zeitlang“? Beeindruckend, bisweilen zum Niederknien, ist der Fluss der Melodien. Das Album gelangt zu einem weltentrücktem Schweben, einem vollständigen Eintauchen in die meisterhaft komponierten musikalischen Landschaften. Ja, „Zeitlang“ ist in der Tat ein Erzeugnis aus Meisterhand.

Über eine Stunde dauert „Zeitlang“ und es ist wirklich beeindruckend, wie perfekt die einmal gewählte Stimmung und Atmosphäre in jeder Sekunde des Albums gehalten wird. Auch in Kombination mit dem unglaublich starken Artwork wäre eine andere Zusammenfassung als Gesamtkunstwerk pures Understatement.

Aber ist die anfängliche Frage nach dem Besonderen damit endgültig geklärt? Noch nicht ganz, denn die zusätzliche Geheimzutat ist ein Hauch Nostalgie. Die zumeist dezenten Keyboards, der Sample-Einsatz im titelgebenden Stück, ja, einfach die gesamte Atmosphäre von „Zeitlang“ evoziert im positiven Sinne eine Rückwärtsgewandtheit, welche „Zeitlang“ von anderen aktuellen Veröffentlichungen abgrenzt.

Hört auf mit euren ständigen Vergleichen!

Dabei ist das Album ohne Zweifel der deutschen Szene zuzuordnen. Wer einmal den Geist von Bands wie LUNAR AURORA oder auch NAGELFAR gespürt hat, wird die entsprechenden Merkmale auch bei GRÀB mühelos wiederfinden können. Mist, jetzt ist es also doch passiert. Der unvermeidbare Vergleich mit LUNAR AURORA, welcher natürlich insbesondere aufgrund des Albums „Hoagascht“ (2012) auf der Hand liegt.

Allerdings greift dieses Denken in Schubladen deutlich zu kurz und wird der Leistung von GRÀB nicht ansatzweise gerecht. „Zeitlang“ steht auf eigenen Füßen und braucht den Vergleich mit den ganz großen Bands des Genres nicht zu scheuen. Und an dieser Stelle sind sowohl die Qualität, als auch die Eigenständigkeit des Albums gemeint. Gerade aus diesem Grund sind Parallelen zu anderen Bands mit Vorsicht zu genießen und, wenn überhaupt, nur sehr eigenschränkt anwendbar.

Hat „Zeitlang“ das Potenzial zum Klassiker?

„Zeitlang“ katapultiert sich mühelos in alle langsam dräuenden Jahresrückblicke und kann bei der Suche nach dem Album des Jahres ohne jeden Zweifel in die engere Wahl genommen werden. GRÀB ist ein unglaubliches Debütalbum gelungen, welches darbenden Freunden des urwüchsigen deutschen Black Metals als echter Lichtblick erscheinen wird. Ganz groß. Ein Album, über welches in zehn Jahren noch gesprochen wird, da legen wir uns jetzt einfach mal fest.

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03.11.2021

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76 Kommentare zu Gràb - Zeitlang

  1. ultra.silvam sagt:

    Der Vergleich mit Lunar Aurora insbesondere dem Album „Hoagascht“ ist meiner Meinung nach durchaus gerecht und gewollt. Die Band hat schließlich mit besagtem Album ein Meisterwerk kreiert und man hätte sicherlich nicht
    Benjamin König für das Cover verpflichtet wenn man nicht eine gewisse Homage dem Bayerischen Black Metal zollen wollte. Kurzum, eine grandiose melancholisch und kalte Platte, mit super Sound. Endlich mal wieder eine Band die an die vergangenen Größen des deutschen Black Metal anschließen.

    9/10
  2. ClutchNixon sagt:

    Schrammen, schrammeL… War noch was? Ach ja: SCHRAMMEL

  3. Watutinki sagt:

    Aber so genial wurde schon lange nicht mehr „geschrammelt“. Einfach ein absolutes Hammeralbum! Und jetzt kommt auch die richtige Jahrzeit dafür.

    9/10
  4. nili68 sagt:

    Ich höre schon, dass das echt gut ist und kann nichts dagegen sagen. Dass das nicht so an mich ran geht, kann nur daran liegen, dass Black Metal, zumindest traditionellerer Art, momentan(?) nicht so mein Ding ist. Kann’s geben, Vorlieben ändern sich. Sollte ich jemandem eine gute neue Black Metal-Platte empfehlen müssen, würde ich das hier aber tun.

  5. noehli69 sagt:

    Ganzschön euphorisch der Artikel.
    Dass über dieses Album noch Jahre gesprochen wird, soweit würde ich mich jetzt nicht aus dem Fenster lehnen.
    Triggert mich jetzt nicht mehr als andere Veröffentlichungen, was Besonderes ist für meine Ohren hier nicht gelungen. Kann man der Band jedoch nicht zur Last legen, die Superlative liefert der Redakteur. Ob dezenter Keyboardeinsatz und Artwork reichen um sich von der breiten Masse abzuheben ist schon eine steile These.
    Texte in Dialekt (egal welcher) finde ich, immer einwenig zum Fremdschämen, kann mir auch Waldgeflüster nicht ernsthaft anhören. Ist nur mein persönliches empfinden mag es halt nicht, zähl ich Gráb auch nicht an.
    Die dumpf und körperlos klingende Bassdrum allerdings empfinde ich als echtes Manko, dagegen die Toms mit Hall der ganze Drumsound wirkt nicht rund. Hab das Album noch nicht filetiert konnte aber einen Bass als Instrument bisher nur erahnen. Macht mir auf Dauer keine Freude, wir haben 2021 sowas muss nicht sein. Dass das beim unserm Produktionsexpertisenpapst einfach so als genial geschrammeltes Hammeralbum durchgeht, kannste dir nicht ausdenken. Tzsss

    Als Debüt OK…

    7/10
  6. der holgi sagt:

    oha, der Mix ist ja mal geil, und die Musik ebenso, bezogen vorerst auf den Titel der hier verlinkt ist

    passt zum Ausklang dieses Jahres

  7. ClutchNixon sagt:

    Traurigerweise soll das ja so. Am liebsten hätte die Band natürlich fett mischen lassen, aber das missfiele mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Zielgruppe…

  8. Watutinki sagt:

    noehli69: „wir haben 2021 sowas muss nicht sein.“

    Mehr hättest Du eigentlich nicht schreiben müssen, der Rest ergibt sich dann aus dieser Denke.
    Zeitlang ist ein uraltes Artefakt, dass in einer unberührten, verstaubten Kiste aufgefunden wurde. Mit 2021 hat dieses Werk (zum Glück) wenig am Hut.

  9. nili68 sagt:

    Bei dem Begriff uralt muss ich immer etwas schmunzeln. Ich habe mich in letzter Zeit etwas mit Astrophysik (natürlich Laienhaft) beschäftigt und wenn man bedenkt, dass das Universum 13,8 Milliarden Jahre alt ist und noch am Anfang steht, relativiert sich das doch stark. In diesem Maßstab haben menschliche (und auch eventuelle andere) Werte natürlich kaum Bedeutung. In solchen Gedanken kann man sich echt verlieren und sollte diese aus seinem alltäglichen Denken echt verbannen.. als Reminder an mich selber. 😀 Das nur als kleine irrelevante Anekdote. 😉

  10. Watutinki sagt:

    Das Zeitlang ein zeitloses Werk ist, sind selbst 13,8 Milliarden Jahre zu wenig für dieses Kleinod. :))

  11. onlythewindremembers sagt:

    Ziemlich solides Werk, der Vergleich mit den Lunar Aurora ist natürlich in Ordnung, dazu muss aber noch bisschen mehr kommen, um die irgendwann zu erreichen. Würde einfach mal 8 Punkte vergeben, ist durchaus hörbar.

    8/10
  12. Nether sagt:

    Die Platte war eine echte Überraschung für mich und dürfte, sofern nichts radikal weltbewegendes mehr passiert, unter meinen liebsten 5 BM-Alben von 2021 landen.

    9/10
  13. cocs sagt:

    ein wirklich spannendes Album ohne nennenswerte Schwächen, unter den deutschen BM Alben dieses Jahr zwar nicht Nr.1 für mich, das wird das neue von Anti bleiben.

    8/10
  14. ultra.silvam sagt:

    @cocs: vom neuen Anti Album wirst du hier auf metal.de aber wohl kaum eine Review finden. 😉

  15. ClutchNixon sagt:

    World Terror Committee 🤮. Immer wieder erstaunlich wes Geistes Kinder sich auch bei metal.de rumtreiben. Tut der Mehrheit hier doch einfach einen Gefallen und verpisst euch einfach. Danke.

  16. ultra.silvam sagt:

    @ClutchNixon: Leider leben wir nicht in einer Diktatur in der vorgeschrieben wird was man hören und was man nicht hören darf, daher wirst du wohl oder übel weiterhin Kommentare von Leuten sehen die dich triggern weil sich nicht deiner anscheinend sehr engstirnigen und infantilen Einstellung entsprechen.

  17. noehli69 sagt:

    @cocs: vom neuen Anti Album wirst du hier auf metal.de aber wohl kaum eine Review finden. 😉

    Das darf auch gern so bleiben. Schön das dem hier keine Plattform geboten wird. Vielen Dank dafür an die Metal.de Redaktion!

  18. ClutchNixon sagt:

    @ultra : womöglich möchtest Du Deinen Satz nochmal korrigieren 😂. Auf der anderen Seite glaube ich Dir gerne, dass Du es schade findest nicht unter der Knute einer Diktatur darben zu dürfen. Das Gros der Szene toleriert Euch nun mal nicht. Und so Antifaschismus tatsächlich infantil sein sollte, bin ich das für Dich Blödmann wirklich gerne.

  19. cocs sagt:

    wenn hier irgend einer denkt , nur weil ich das besagte Album gut finde, mich in eine Schublade stecken zu wollen, darüber kann ich nur lächeln, ich kannte das Label wtc nicht , habe mich darüber informiert jetzt und die Sache ist für mich erledigt,

  20. Stormy sagt:

    Findet Nazi Musik geil aber will kein Nazi sein. Alles klar. Kopf>Tisch
    Dann biste halt nur komplett hohl in der Birne. Kommt letztlich aufs Gleiche raus.

    Auch von mir ein großes Dankeschön an Metal.de, dass Ihr solchem Gedankengut keine Plattform bietet.

  21. Lysolium 68 sagt:

    Schönes Review. Ich mag die Knurrigkeit und das entrückt verwaschene im Sound sehr.
    Die Erwähnung von Lunar Aurora und Benjamin König hat natürlich sehr neugierig gemacht.
    Danke dafür.

  22. onlythewindremembers sagt:

    Kann es sein, dass du die Musik noch nicht lange hörst? WTC als Label sind allgemein hin bekannt und was sich dort tummelt und getummelt hat genauso.

  23. ultra.silvam sagt:

    @ClutchNixon: Da is der Sarkasmus wohl an einem vorbei gegangen. Naja, zumindest hat sich die Engstirnigkeit ind Infantilität bestätigt, da hier gleich mit „Euch“ aufgefahren wird, obwohl du nichts über mich, meiner politischen Gesinnung, und 99% von dem was ich höre weißt. Aber lassen wir das bevor es noch zu peinlich für dich wird. Mit selbsternannten „Antifaschisten“ die nichts anderes als Mutmaßungen aufstellen ist diskutieren prinzipiell sinnlos.

  24. Watutinki sagt:

    Alter, lasst den cocs doch in Ruhe. Ich höre auch sehr exzessiv Abigor, Graveland, Burzum… könnt mich ja auch niedermachen, wenn ihr Bock habt. Bin’s ja gewohnt… :))

  25. onlythewindremembers sagt:

    Naja, bei WTC ist es halt einfach recht offensichtlich was dahinter steckt, wenn man bedenkt WER dahinter steckt. Mag sein, dass da nichts alles rechts ist. Ist das Gleiche wie bei No Colours Records. Hat halt immer so einen faden Beigeschmack.

  26. nili68 sagt:

    Oh, ’ne Black Metal-rechts-Diskussion. Tell me more.. *Augenbraue hochzieh*
    Ich vertraue da Metal.de, dass die das adäquat handhaben, ohne dass das Entertainment zu sehr darunter leidet. 🙂

  27. ClutchNixon sagt:

    @ultra: Doch, doch mir ist bewusst, dass das der Versuch einer sarkastischen Semantik gewesen sein muss, aber dadurch wird es ja nicht weniger dämlich und überaus lustig 😂. Zudem ist Antifaschismus keine Haltung, sondern gesunder Menschenverstand. Es gibt diesbezüglich keine Kompromisse du Brotgehirn.

    @cocs: Entschuldige bitte, aber jene Blauäugigkeit nehme ich Dir nicht ab!

    @watu: Musik und Inhalte kann man doch nicht trennen! Gib doch einfach zu, dass Du mit der edgy Nazischeiße kokettierst. Was soll das Versteckspiel?

    @nili: ist doch bekannt, dass dir Erinnerungskultur und die Diskussion zuwider sind. Wozu also Dein Einwand? Dass der Diskurs nach wie vor wichtig ist belegt doch die Präsenz der obigen Idioten!

  28. nili68 sagt:

    Das ist schon wichtig, aber dann weist man eben auf Fakten hin, da ja nicht jeder alles wissen kann und überlässt jeden seinen Schlussfolgerungen für sich selber. Mehr kann man nicht machen, außer die Fronten noch mehr zu verhärten.
    Zu deinem Kommentar zu Watu: Keine Ahnung, ob das Ironie ist, aber man kann auch fragwürdige Bands einfach musikalisch sehr gut finden, nach dem Motto: Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach. Da muss kein ideologischer Rückschluss bestehen.
    Tja, nun diskutiere ich doch wieder. Der Geist ist.. usw.

  29. Watutinki sagt:

    Man muss sich mal überlegen, was da i.d.R. inhaltlich beim BM so thematisiert wird. Wenn man’s genau nimmt, müsste man sich eigentlich komplett davon distanzieren. Zudem sind viele Musiker die sagen wir einen „kranken Geist“ besitzen, leider häufig auch künstlerische Genies. Stellen meist sogar schon das Optimum des künstlerisch erreichbaren dar, eben weil sie sich mit Leib und Seele einem Thema verschrieben haben. Ich denke, wenn man DM, BM etc. hört, muss man in gewisser Weise auch abtörnderndes akzeptieren, sonst ist es der falsche Stoff. Bedeutet aber nicht, dass ich mich damit so leicht tue und sich daher natürlich tiefe Gräben zwischen der Kunst und einem selbst auftuen, wenn man mit der Ideologie und tlws. auch mit den Taten des Künstlers, so gar nicht konform geht.

  30. a.g.a.r.c.i.a sagt:

    Sensationelles Album!

    10/10
  31. Schraluk sagt:

    Nicht uninteressant die Scheibe. Gekauft hab ich sie mir und werde mich den Herbst/Winter über sicher noch damit beschäftigen.

    Zu der Schrott-Band auf dem Schrott Label von mir natürlich auch noch n Senf. Wer Black Metal hört lebt für mich immer noch gefährlich. Und zwar hinsichtlich der berechtigten Kritik an vielen Überschneidungen, Labels und Splits. Und (fast) jeder (den ich kenne) der die schwarze Tonkunst liebt wird seine Leichen im Keller haben. Es ist aber für mich immer noch ein Unterschied, ob man damit offensiv umgeht und den Dreck womoglich noch finanziell unterstützt. Wenn dann noch eine Kleinkind-Attitüde a la ‚ich feiere auch Graveland‘ an den Tag legt, sagt meiner Auffassung nach ‚ich höre Nazi-Mucke und Nazi-Mucke geht ok.‘ Nee, gehts nicht! Das zumindest sollte ein Selbstgänger sein.

    7/10
  32. Watutinki sagt:

    Die Mucke von Graveland ist denke ich mal nicht anders, als es bei anderen BM Bands auch der Fall ist. Du sprichst die Ideologie des oder der Menschen dahinter an. Das muss man nicht trennen, aber zumindest sollte man finde ich in solchen Aussagen nicht vermitteln, dass das auch die Mucke selbst betrifft. Ich feiere die Mucke von Graveland, weil sie geil ist, ich kenne nichts vergleichbares. Das ist eine sachliche, objektive Bewertung. Kunst genial zu finden, aber zu behaupten sie sei schlecht, macht irgendwie keinen Sinn. Wenn jetzt Darkthrone plötzlich in diese Ecke tendieren sollten (dafür sind sie zum Glück viel zu schlau), dann muss ich plötzlich behaupten, die ganzen Darkthrone Alben sind Schrott???
    Wer das Ganze so streng in einen Topf wirft, der darf dann auch bspw. nichts von Emperor hören. Wer bestimmt da die Grenze? Ich unterstütze diese Musiker, ich hatte früher mal Burzum Alben (das DS Zeugs), habe alles verkauft. Und das tut gerade dann weh, wenn man weiß, dass es DS Fans lieben diese Werke im Original Zuhause stehen zu haben. Finanziell gehen die bei mir leer aus und die Idelogoie teile ich null. Und geimpft bin ich auch, nur mal so nebenbei. :PP

  33. Headcleaner sagt:

    Großartiges Album, das tatsächlich fast an Lunar Aurora herankommt. Der Sond ist natürlich etwas archaisch, passt aber perfekt zu der grantligen, rustikalen Atmosphäre. Knorrig, moderig, perfekter Herbst-Sondtrack.

    Die Anti ist tatsächlich leider ziemlich geil. Danke für den Tipp 😉 WTC ist zwar völlig indiskutabel, allerdings haben die auch auf einigen anderen mehr oder weniger untadelige Labels veröffentlicht. Und inhaltlich kann ich da nichts Verwerfliches finden, eben die typischen DSBM-Lyrics. Und depressive, suizidale Nazis wären dann wiederum genau mein Humor. Wird gehört, aber nicht gekauft.

    9/10
  34. Lysolium 68 sagt:

    @ Watutinki
    Die Gräben von denen du sprichst kenne ich leider auch zu gut. Ich höre extremere Sachen im Metal seit ende
    der achtziger Jahre und da gab es immer mal Kandidaten wo mein innerer Kompass eindeutig nein
    gesagt hat. Das beschränkt sich jetzt aber nicht auf NS Gedankengut oder Bands wie Graveland. Auch bei
    Gewalt gegen Frauen bei einigen Sängern hab ich dann Probleme diese Alben ohne schlechten Beigeschmack zu hören.
    Ich lasse es dann weil mich das so ankotzt.

  35. ultra.silvam sagt:

    @Watutinki: Wenn man nach „Deren“ Ideologie geht müssten so Leute wie ClutchNixon dem Extremen Metal komplett fernbleiben, da man über 99% der Musiker irgendetwas ausgraben kann das solchen „Fans“ nicht ihre engstirnige schwarz/weiß Weltanschauung passt. Aber würde man so konsequent sein, könnte man sich im Internet ja nicht mehr so aufregen und immer wieder betonen was für eine überlegene Einstellung man doch hat.

  36. ClutchNixon sagt:

    Wenn ich diesen Quatsch schon wieder lese 🤣. Schau doch einfach mal nach welchen Milieus extremer Metal entsprang und wie diese Menschen und ihre Familien politisch sozialisiert wurden. Ein Barney Greenway oder Karl Willets würden Dir für Deine Hirnentzündung zumindest verbale Gewalt zuteil werden lassen.

  37. nili68 sagt:

    Ich brauche nicht mal ’ne Ideologie, um ’ne Band abzulehnen. Mir langt es schon, wenn die optisch unsympathisch rüber kommen, auf Bildern. Lösung: Corpsepaint dicker auftragen oder Kutten wie Mgła oder so.. oder keine Fotos machen, ist auch mystischer und so. 😀

  38. onlythewindremembers sagt:

    Mag sein, dass es genug Bands gibt über die man irgendwas ausgraben kann. Aber bei Burzum und Graveland ist es halt einfach offensichtlich, wer dahinter steckt. Aber naja. 🤷🏻‍♂️

  39. der holgi sagt:

    Mal ehrlich, ohne Burzum’s Frühwerke gäbe es DEN Black Metal wie wir ihn heute kennen wohl eher nicht, und abgesehen von Varg’s politischer Sackgasse; er war wenigstens in seiner Musik nicht politisch, damals.

    Das man ihn heute, beim bezahlen, in seiner Politik finanziert ist exakt so, und an dieser Erkenntnis führt kein Weg vorbei.

    Das muss ein jeder mit seinem Gewissen ausmachen, und sicher nicht nur mit Burzum. Ich habe seine alten Scheiben und liebe sie so wie sie sind, höre sie demnach und kann trennen zwischen Werk und Künstler. Neuere Musik von ihm würde ich nicht kaufen, aufgrund seiner politischen Einstellung.

    Bei Graveland trenne ich nicht, die finde ich musikalisch gut, werde aber nie auch nur einen Cent in deren Richtung ausgeben. Der Unterschied zu Burzum ist halt der, das sie sich im Gegensatz zu Varg immer schon in die Nazi-Ecke verortet haben, also öffentlich, von Beginn an, bei Varg wusste man es halt erst später….wie auch immer.

    ich finde Nazis Kacke, wie alle anderen politischen/religiösen Extremisten auch, daher bin ich recht schnell fertig damit.

    Anti kannte ich noch nicht, habe sie gerade mal gehört und finde sie sehr interessant, deren Label aber ist ein grosser Haufen Kacke, für mich deshalb weil dieser Idiot von Absurd dahinter steckt, der ist ja mal der Oberarsch und mich ärgert es gerade sehr, das sich Anti auf diesen Murx eingelassen haben.

    Kann ich nicht, will ich nicht.

    Wie auch immer, Black Metal ist halt sehr anfällig für extremistische Strömungen von rechts, wenn er „gut“ ist, diese wüste und rohe Komponente kommt halt nicht aus dem Nichts, und ob es nur gespielt wüst daher kommt merkt man als geübter Hörer recht schnell, das „gefährliche“ an extremer Musik ist Salz in der Suppe, und das Speil damit fester Bestandteil, leicht wirds einem halt nicht gemacht wenn man darauf steht 😉

  40. rtrkrt sagt:

    Schwierige Diskussion, aber gerade deshalb super interessant.

    Ironischerweise ist es gerade der Black Metal, bei dem es zunehmend schwerer scheint, sich auf reine Schwarzweiß-Malerei zu beschränken.

    Ich befasse mich erst seit etwa 3 Jahren mit der Musikrichtung und insbesondere die sehr bewegte Geschichte dahinter hat es mir angetan. Da ertappt man sich nicht selten dabei, dass man eine neue/unbekannte Band erstmal einem „Background-Check“ unterzieht, bevor man in die Musik eintaucht. Häufig mit (menschlich) enttäuschendem, manchmal mit weniger eineindeutigem Ergebnis – und genau das ist die Herausforderung … jedenfalls für den Laien, der noch nicht auf Anhieb jedes Label oder jede Personalie als bedenklich oder unbedenklich einzustufen weiß.

    Ich verstehe und Teile die Ansicht derer, die sich bewusst und konsequent dagegen verschließen, rechtem Gedankengut in irgendeiner Form Unterstützung angedeihen zu lassen. Ich halte es aber für ebenso unangemessen, jedem bewusstes Handeln zu unterstellen, der womöglich einer Naziband oder der entsprechenden Label-Heimat aufgesessen ist, weil er sich in der Musik verloren hat. Jedenfalls kann ich nicht ausschließen, dass mir das nicht auch passieren könnte – meine anfängliche, naive Strategie „Wenn ich es auf Amazon Music abrufen kann, kann es ja nicht sooo wild sein!“ hat sich auch sehr schnell als Trugschluss offenbart (Beispiel Graveland).

    Aber wenn der Thread hier eines geschafft hat, dann, dass ich der besprochenen Band jetzt unbedingt meine Aufmerksamkeit schenken sollte!

  41. Schraluk sagt:

    Nee. Wirklich nicht. Genau darum geht es mir auch. Anti sind Typen, die sehr bewusst tun was sie da machen. Die kennen die berechtigt Kritik seit Jahren. Hier gehts nicht um Fäulnis oder Dark Fortress, oder um andere Bands, die sich im jugendlichen Alter n zweites Poloch freuten, weil ihnen jemand einen Deal anbot und die anschliessend wirklich glaubhaft machten, dass sie sich schlicht nicht über den Backround informierten. Die Anti Typen sind fest verankert in rechten Strukturen und Bands, WTC war kein Ausrutscher sondern Routine und Zimper ist auch nicht der liebe Labelonkel über den man nichts weiss.

    Ich kann den scheiss einfach nicht mehr hören. Hört halt Nazi Mucke, bewerbt diese in Foren (scheint ja bereits erfolgreich gewesen zu sein) und klopft euch vor Stolz auf die Brust, weil ihr die Checker seid. Aber hört auf am Ende dann wimpmässig abzustreiten, dass ihr euch mit dem Nazi-Scum gemein macht. Im ernst, mir sind Leute lieber, die klar sagen, dass sie kein Problem mit Nazis haben, als diese ekligen Erklärungsversuche, warum das klar geht und man das auch als nicht-Fascho machen kann. Graveland sind geil? Toll. Dann hör sie halt und mach das mit dir aus und warum das für dich klargeht. Aber was genau ist die Intention zum wiederholten Mal mitzuteilen, dass Faschobands genannt und empfohlen gehörten? Bist du 12? Triggerst du gern ‚Zecken‘? Bist du ein Wichtigtuer, der sonst keine Aufmerksamkeit bekommt? Ich wurde ebenfalls durch Napalm Death, Bolt Thrower, Pitchshifter, Power Violence und Hardcore-Sachen für ‚härtere Sounds‘ sensibilisiert. Aber eben auch durch das dazugehörige straight antifsschistisches Selbstbewusstsein, als klares Statement gegen eine zumeist ‚unpolitische Metal Szene’. Und glsub man nicht, dass es auch hier nötige Diskussionen zu Bands wie Neurosis oder SXE-Idioten gab. Black Metal höre ich aus dem Grund, dass ich ‚härteren Sound‘ bevorzuge. Aber ich werde dafür nicht meine Seele verkaufen. Ich halte es dementsprechend auch immer noch mit Barney und Shane. Habe ich einen schlechten Tag und du n Graveland oder WTC Shirt aufm Konzert an (was du sicherlich niemals tun würdest, ist ja dann real life), kann es sein, dass ich dir auf nonverbale Art zeige, was ich von Leuten halte, die finden, dass Nazi-Bands ok sind.

  42. onlythewindremembers sagt:

    Schließe mich da Schraluk an. Und lieber höre ich „Hipster“ oder „Zecken“-BM ala Der Weg einer Freiheit oder Ancst bevor ich irgendeine Nazi-Scheiße höre. Ich war in meiner Jugend leider auch dumm genug und hab da relativ drauf geschissen, was ich höre bzw. woher es kommt, wenn es mir gefallen hat. Mittlerweile geh ich lieber von Anfang an sicher und versuche sowas zu umgehen.

  43. Watutinki sagt:

    Ich finde diese Denkweise prinzipiell sympathisch, nur sind Bands wie Burzum, Graveland, Abigor Eckpfeiler, auf dessen Gerüst der BM Sound entstanden ist. Diese Bands aus dem rein künstlerischen Dasein zu verbannen, ist so, als würde man einen wichtigen Teil der BM Geschichte ignorieren und damit verfälschen.
    Es zu übertreiben macht es auch nicht besser. Das Einzige was ich sage ist, dass sie rein künstlerisch gesehen nahezu unnerreicht sind und ich hin und wieder im stillen Kömmerlein, ihre Musik höre. Das war’s dann aber auch.
    Ich bin mir auch gar nicht sicher, ob es besser ist über diese Bands zu schweigen, oder sie klar zu benennen und allen die es vielleicht noch nicht wissen, klar zu machen, was diese Menschen für eine Ideologie vertreten.
    Rein künstlerisch muss man auch mal sehen, dass Bands wie Emperor, Dimmu Borgir, Satyricon etc. sich schon sehr früh von dem verabschiedet haben, was den BM der 2. Welle ausgemacht hat. Burzum, Graveland etc. sind dem dagegen treu geblieben. Die einen rennen also dem Geld hinterher und die anderen sind rechtsextrem orientiert. Macht es auch nicht gerade leicht, wenn man gerade die traditionelle Mucke aus den 90ern favorisiert. Da weiß man solche Bands wie GRÀB erst richtig zu schätzen.

  44. onlythewindremembers sagt:

    Aber nur weil ein paar Bands den Sound geprägt haben, muss es doch nicht gleich heißen, dass man sie unbedingt mögen oder hören muss, oder? Ich persönlich konnte – auch rein musikalisch – nie etwas mit Graveland oder Burzum anfangen. Von Abigor kenne ich ein paar Sachen, die sind gut, ja. Aber mich stört das Hintergrundrauschen um die Mitglieder einfach zu sehr. Und das versaut es mir wiederum mich näher mit der Band zu beschäftigen.

  45. nili68 sagt:

    Hauptsache die Mucke knallt.

  46. Watutinki sagt:

    Wenn Du mit denen nix anfangen konntest, ist das ja was anderes.
    Für mich sind Sie künstlerisch gesehen schon so etwas wie eine Blaupause in ihrem Metier. Und wieso das so ist, hat holgi ganz gut erläutert, hilft einem letztlich aber natürlich auch nicht wirklich weiter.
    Aber ich hoffe mal, dass man jetzt hier im Forum niemanden aufdrängen will, was er persönlich für Mucke zu hören hat oder eben nicht?? So lange man diese Ideologie nicht direkt unterstützt und auch nicht gut heißt und die Musik frei von diesem Gedankengut ist, sollte es denke ich jedem selbst überlassen sein, was er hört.
    Das deren Alben hier bei metal.de nicht reviewt werden, finde ich aber i.O. Das man aber letztlich immer wieder über diese Bands stoplert, liegt halt an deren Qualität, die wiederum von ihre völlige Hingabe für ihr künstlerisches Schaffen herrührt. So schnell wird man die sicherlich nicht auf nem Senioren Cruise Dampfer live erleben.

  47. Schraluk sagt:

    Nein Watutinki. Da kommen wir niemals zusammen. Graveland, oder besser gesagt Rob Darken, ist nur in einem Nazi-Kontext zu sehen. Nahezu jeder BM-Fascho-Arsch hängt bei einer Bildersuche mit dem Typen im Arm. Er hat sich mehrfach ekelerregend zu Wort gemeldet etc. Sag einfach, du hast kein Problem Nazi-Mucke zu hören, aber verschon uns mit diesem Legendenmist. Skrewdriver sind indiskutabel, auch wenn sie bis heute mit der ersten Platte auch bei einigen Punks punkten. Und komm, im stillen Kämmerlein hörst du sie sicher nicht. Du posaunst deren Huldigung ja wiederholt raus. Still ist was anderes. Und still verhielten sich Anti auf ihrem Werdegang bestimmt auch nicht. Für mich gibt es nirgends einen Platz für Fsschos. Und auch nächstes Mal wenn du oder jemand anderes solche Drecksäcke versuchst heilig zu sprechen, werde ich mitteilen, dass es nirgendwo und so sehr der gesellschaftliche Versuch ‚rechts‘ salonfähig zu machen auch voranschreitet, dass Nazi sein nicht ok ist.

  48. Watutinki sagt:

    Du beziehst Dich jedes mal wieder auf die Menschen und ihre ideologie dahinter. Ich bezog mich in meiner Aussage einzig und alleine auf das künstlerische Schaffen. Dass Du das in keinster Weise trennst, sei Dir überlassen. Aber anderen die Graveland rein künstlerisch gesehen ihre Wertschätzung kundtun, immer wieder nachzusagen, dass Sie den Menschen dahinter und ihre Ideologie gut heissen oder unterstützen, ist einfach viel zu weit gesprungen.
    Ich finde Deine Ansichten ok, sogar mehr als das, aber unterstelle bitte anderen nicht, was sie nicht getan haben. Nimm die Tatsache einfach so hin, dass Burzum, Graveland rein musikalisch gesehen einzigartig sind. Das mag Dir nicht gefallen, mir gefällt es auch nicht, dass das gerade auf diese Bands zutrifft, aber es ist nun mal ein Fakt. Und Du kannst es jetzt schlecht heissen, dass man diesen Fakt erwähnt, es ändert dennoch nichts daran, dass es so ist. Wenn es nun schon völlig unerwünscht ist, diese Bands überhaupt beim Namen zu nennen, finde ich das übertrieben.

  49. ClutchNixon sagt:

    @watu: Falsch! Du unterstützt deren Ideologie sogar direkt, indem du unablässig auf musikalische Relevanz, im Übrigen nicht nur in Sachen Graveland völliger Nonsens, und Legendenstatus verweist. An ihrer bekackten Legende feilen Wichser, wie R.D. und Varg überwiegend selbst. Interessanterweise könnte man dein permanentes NB Bashing sogar als Agenda begreifen, aber das würde bedeuten, dass du weißt, wo deren Anfänge liegen. Da ich aber Verschwörungstheorien ablehne und du nicht reflektiert genug bist, um dich diesbezüglich auszukennen, lasse ich den Quatsch 🤣😜

  50. Watutinki sagt:

    „Du unterstützt deren Ideologie sogar direkt, indem du unablässig auf musikalische Relevanz, im Übrigen nicht nur in Sachen Graveland völliger Nonsens, und Legendenstatus verweist.“

    Sorry, vielleicht bin ich zu doof aber, ich versteh den Satz nicht.
    Auf mich klingt es immer mehr danach, dass man deren Namen gar nicht mal mehr erwähnen darf, weil man sie sonst sofort damit unterstützt.

  51. noehli69 sagt:

    Wieder einmal eine unfassbar unsägliche Diskussion 🙄
    Mit was für fadenscheinigen Argumenten erneut versucht wird seinen Nazi Schatz im Plattenregal zu relativieren, widerlich! Internet Recherche ist in Sekunden möglich, so man den will. Und Nein, Zweifinger-Casio-Wizard Vikernes war nie, ist und wird auch kein Eckpfeiler werden.
    Vielmehr erreichten seine „Werke“ durch die Taten und Geschwurbel des Varg seiner Zeit Beachtung, dass heut zu Tage der Legendenstatus von ewig Gestrigen weiter aufrecht erhalten wird, nicht zu fassen. Musikalisch ist das nix, tontechnisch und künstlerisch schon gar nicht brrr.

    Fällt mir doch im Zusammenhang erneut das versprochene Marduk Interview ein, liebes metal.de Team😉

    Sorry von mir noch an die Jungs von Gráb so was möchte sicher niemand unter seinem neuen Werk lesen wollen.

  52. der holgi sagt:

    Tja, wenn es mal so einfach wäre. 🙂

    Zunächst; Kunst wird nie allgemeingültig als solche geachtet, was dem einen Müll ist dem anderen grosses Werk, so war es immer, so bleibt es auch. Und so gut ist es auch. Daraus folgt; man kann Kunst anderen nicht verordnen.

    Burzum’s Frühwerk ist für mich Kunst, Graveland dagegen nicht. Ich kenne genug Leute die Metal per se als unwertig erachten, die kämen nie auf die Idee in dieser Musik Kunst zu erkennen, grundsätzlich nicht und unabhängig davon, wessen Geistes Kind ein Musiker ist. Haben diese Menschen jetzt recht? Oder unrecht?
    Ich denke: weder noch, wichtig ist nur, was ich als Anhänger dieser Kunst denke.

    Betrachte ich zB die Malerei der Renaissance, Boticelli zB, bin ich hingerissen, das ist für mich grosse Kunst, und für viele andere Menschen seit hunderten von Jahren ebenso, nun stellen wir uns einmal vor es würde historisch begründet, das man Boticelli einen Rassisten nennen kann, rein hypothetisch, wäre sein Werk dann heute keine Kunst mehr?

    Ist ein Film mit Klaus Kinski keine Kunst mehr, da man ihn längst als Kinderschänder entlarvt hat, der seine eigene Tochter über Jahre missbrauchte?

    Ist Richard Wagner’s musikalisches Lebenswerk keine Kunst mehr, wenn man weiss, das er ein glühender Antisemit war?

    Ist Thomas Manns Frühwerk keine Kunst mehr wenn man weiss, das er den Ausbruch des ersten Weltkrieges, wie unzählige andere Künstler seiner Zeit auch, bejubelte als Chance, das sich Völker endlich wieder miteinander militärisch messen können? Was er im übrigen Jahre danach sehr bedauerte….

    Es macht einen Unterschied ob ein Künstler seine Kunst als Werkzeug seiner Straftaten kennzeichnet, oder eben nicht. Man kann als Konsument diese Kunst dann selbstverständlich links liegen lassen, ihr aber den künstlerischen Gehalt abzusprechen da man mit dem Erschaffer nicht konform ist, es aber in seiner Kunst nicht „verkauft“, ist in einer Demokratie kein adäquates Mittel.

    Heisst für mich; die Frage ob etwas Kunst ist oder nicht ist unzulässig in einer Welt, in der seit gut 100 Jahren Abstraktheit in der Kunst etabliert wurde, was in gerader Linie zur Geburt des Punk führte, in dem ein jeder Künstler war, unabhängig davon ob er ein guter Handwerker war oder auch nicht.
    Somit ist Kunst Kunst, egal ob ich sie mag oder nicht.

    Und weiter; ist Musik eines Künstlers, ist Bild eines Künstlers, ist Film eines Künstlers usw immer noch Kunst, nachdem man gewahr wurde, das der Künstler ein Rassist, Sexist, Pädophiler etc war und heute uU immer noch ist? Es im Werk jedoch nicht offenbarte?

    An dieser Frage reibt sich Mensch seit langem, und es gibt keine einfachen Antworten darauf, einfache Antworten gibt es nur für die, die es sich einfach machen.

    Abschliessend; wenn ich Kunst als solche anerkenne, und den Künstler verachte, habe ich das Recht dazu dies zu sagen und seine Kunst nicht zu kaufen, jedoch zu behaupten das es keine Kunst (mehr) ist da ich den Erschaffer verachte, oder seine Ideologie nicht teile, ist ein Rückschritt in hoffentlich längst vergangene Zeiten.

  53. onlythewindremembers sagt:

    Holgi, wenn wir das, was du sagst mal weiter spinnen, darf man aber auch den zeitlichen Kontext nicht außer Acht lassen, oder? Damit möchte ich keine Aussagen, Taten oder sonstiges der Künstler relativieren, aber die Diskussion gibt es ja genauso lange. Kann man die Aussagen heute noch so bewerten wie früher, wenn man sie im damaligen Kontext sieht? Wir sind heute doch viel weiter und sensibler, gerade was so Themen wie Rassismus, Feminismus etc. anbelangt. Da scheiden sich ja genauso die Geister, wie man so etwas dann bewertetet. Kunst war, ist und wird immer ein schwieriges Thema bleiben, wo es immer zu Reibereien kommen wird.

    Trotzdem hat noehli69 aber auch nicht ganz Unrecht. Wäre Burzum gar erst so groß geworden, wenn die Sachen im Hintergrund nicht passiert wären? Lässt sich jetzt natürlich schlecht sagen, möglich wäre es aber.

  54. der holgi sagt:

    Nachtrag da es leider keine Editierfunktion der Beiträge gibt:

    Graveland ist Kunst die ich nicht mag, ist also für andere Kunst, damit kann ich leben.

  55. der holgi sagt:

    @onlythewindremembers

    Zeit ist natürlich ein Faktum, aber auch uninteressant für die, die Kunst per se ablehnen dann, wenn der Schöpfer dieser ideologisch daneben lag/liegt, das ist es ja was ich ansprach, ein Werk rückwirkend künstlerischen Gehalt abzusprechen ist, wenigstens für mich, kein probates Mittel im Diskurs, der immer richtig und wichtig ist

    wohin das führt lässt sich ja aktuell sehr gut beobachten, va in den USA

    ein Bild welches ganz klar und deutlich Gewalt gegen Schwarze zB verherrlicht war/ist/bleibt rassistisch, ein Maler aber der dieses zwar befürwortete, aber nicht klar kommunizierte, und entgegen dieser Überzeugung lediglich harmlose Landschaften malte, zB, malte ein Bild, ein Bild ohne rassistische Botschaft, quasi unschuldig, ein Werk lebt immer auch für sich, wirkt für sich, wenn es beim Betrachter ankommt
    dem Werk dann nachträglich künstlerischen Gehalt abzusprechen da man gewahr wurde das der Maler ein Rassist war, ist falsch für mich

    in sehr finsteren Zeiten des 20. Jahrhunderts wurde diese differenzierte Betrachtung verworfen und Abermillionen Menschen ermordet, wie wir alle wissen, werte und denke ich nur noch in Kategorien und nicht mehr als Individuum welches mit Individuen und deren Werke interagiert, wird es gefährlich

    deshalb noch einmal; ein Werk ohne erkennbare fragwürdige Botschaft ist ein Werk, und nein, man muss es nicht mögen

  56. Stormy sagt:

    Bei manchen Kommentaren bekommt man den Eindruck, die Kommentierenden würden selbst den Holocaust als ein Kunstprojekt und Hitler und seine Handlanger als Künstler bezeichnen, wenn es ihnen nur irgendwie in den eigenen Kram passt.

  57. noehli69 sagt:

    @ holgi
    Soviel Text um wieder nur zu relativieren, bezieh mal Stellung.
    Alles mit dem künstlerischen Deckmantel zu rechtfertigen und durchgehen zu lassen ist ziemlich billig, oder?
    Wo fängt den Kunst an? Der Weihnachtliche Blockflöten Beitrag dem nach auch etwa?

  58. onlythewindremembers sagt:

    Ich gehöre da wohl dann zu der Kategorie, die es per se ablehnen, wenn die Hintergrund nicht passt. Ich kann da einfach schlecht zwischen Kunst und Künstler differenzieren, wenn ich weiß, was da im Argen liegt. Mag sein, dass ich das auch nicht ganz konsequent durchziehe, ich informiere mich natürlich auch nicht über alles, was konsumiere. Gibt sicher durchaus Filme, die ich gesehen habe oder Musik, die ich höre, wo es mal was gab. Aber wenn wir den Kreis zur Musik wieder schließen, achte ich momentan bei vielen Bands, gerade im Black Metal, wo sie veröffentlichen bzw. veröffentlicht haben und auch eventuelle Features.

    Mir hat das auch sauer aufgestoßen als Harakiri for The Sky das Feature mit Audrey Sylvain auf das neue Album pressen wollte. Die hat sich in jüngster Vergangenheit ja auch mit diversen Äußerungen ins Abseits gestellt. Und ich mochte die Musik von Amesoeurs sehr. Leider hat sich das durch ihre Äußerungen erledigt. Und ja, ich weiß, selbst Neige ist kein unbeschriebenes Blatt mit seiner Vergangenheit bei Peste Noire, aber ich glaube er hat sich da eindeutig davon distanziert.

  59. Lysolium 68 sagt:

    Ich denke es ist aus heutiger Sicht recht einfach sich zu distanzieren da man ja den geschichtlichen Verlauf kennt.
    Künstler die sich nach Kenntnis dieses Verlaufes klar zu einer totalitären und Menschen verachtenden Gesinnung
    bekennen lehne ich strikt ab. Dabei spielt es für mich keine Rolle ob diese Künstler dem linken oder rechten Spektrum
    zu verorten sind. Inquisitorische Anwandlungen wie sie derzeit zunehmend unter dem Banner „Cancel Culture“ oder „woke“
    praktiziert werden lehne ich strikt ab. Insofern kann ich Holgis Sicht nicht in allen Punkten teilen aber seine Gedanken nachvollziehen.

  60. onlythewindremembers sagt:

    Darf ich fragen, was du daran ablehnst? Ist es nicht was Gutes, wenn Frauen nun vermehrt aufstehen und auf ihr Recht pochen, gerade wenn man es im Kontext von sexuellen Übergriffen/Vergewaltigungen sieht? Meiner Meinung nach ist es völlig legitim sich auf diese Weise Gehör zu verschaffen, wenn alles andere fehlschlug. Aktuelles Beispiel Luke Mockridge. Der Typ macht seit jeher Rapejokes, wurde scheinbar mehr als einmal übergriffig und wird trotzdem als Opfer der „Cancel Culture“ hingestellt, obwohl es doch durchaus berechtigt ist. Wieso sollten Frauen schweigen während jemand in seiner Position ohne große, bleibende Schäden davon kommen könnte?

  61. Lysolium 68 sagt:

    @ onlythewindremembers
    Den von dir genannten Luke Mockridge kenne ich nicht. Ich schaue allerdings auch schon seit Jahren kein TV
    mehr. Deine angeführten Punkte sind natürlich absolut legitim und wie erwähnt möchte ich auch keine Handlungen
    gegenüber anderen Menschen tolerieren welche Übergriffig und Erniedrigend sind. Ich gewinne allerdings immer häufiger
    den Eindruck das mit eigentlich berechtigten Anliegen auch die Tür geöffnet wird für Personen die dies als Methode nutzen
    um unbequeme Personen recht leicht mundtot zu machen.

  62. onlythewindremembers sagt:

    Mag sein, dass es als Werkzeug zweckentfremdet werden kann, bisher ist mir da aber nichts bekannt. Meiner Meinung nach ist es wie gesagt ein völlig legitimes Mittel, um sich Gehör zu verschaffen. Alles Weitere müssen dann Anwälte und Gerichte klären. Leider ist das Problem dabei, dass Übergriffe solcher Art häufig gar nicht zur Anzeige gebracht werden.

  63. ClutchNixon sagt:

    Nö, Kontext und breite gesellschaftliche Meinungslosigkeit sind kein Persilschein für Charakterschwäche und mangelhafte Empathie. Menschen hatten und haben spätestens mit Einsetzen breiterer Bildungsperspektiven stets die Wahl. Erst Recht im digitalen Zeitalter! Kurz mal eben gegenprüfen ist nun wirklich kein Hexenwerk. Natürlich kann ich in niemandes Kopf hineinsehen, wenn aber Alben als offensichtliches Vehikel für zweifelhaftes Ideengut herhalten, hört man diese nicht an. Was zum Teufel hat das mit Cancelkultur zu tun?

  64. Watutinki sagt:

    „wenn aber Alben als offensichtliches Vehikel für zweifelhaftes Ideengut herhalten, hört man diese nicht an. “

    Also wenn ich mich jetzt mal selbst betrachte, sehe ich nicht, in wie fern mir diese Alben „zweifelhaftes Ideengut“ nähergebracht haben.

  65. der holgi sagt:

    @noehli
    du schreibst:

    >@ holgi
    Soviel Text um wieder nur zu relativieren, bezieh mal Stellung.
    Alles mit dem künstlerischen Deckmantel zu rechtfertigen und durchgehen zu lassen ist ziemlich billig, oder?
    Wo fängt den Kunst an? Der Weihnachtliche Blockflöten Beitrag dem nach auch etwa?
    >

    ich fürchte du hast meine Beiträge nicht verstanden,

    zusammengefasst und hoffentlich leichter zu entziffern:

    1. Kunst ist für mich kein klar definiertes Faktum, sie entsteht im Hirn des Schöpfers/Betrachters/Hörers, nicht du nicht ich noch andere haben das Recht dazu, zu bestimmen, was Kunst ist
    2. Kunst ist nicht zwingend Kunst für jeden, das lernen wir ua aus der Kunstschule des 20. Jahrhunderts, Stichwort Fettklumpen (Joseph Beuys)
    3. Kunst im Nachgang ihren künstlerischen Gehalt abzusprechen da man erkennen musste, das der Künstler ein Nazi, Rassist, Linksterrorist, religiöser Mörder etc pp war, ist unwirksam, da das Werk VOR dieser Erkenntnis auf uns als Kunst gewirkt hat, wussten wir all diese Vorwürfe bereits vor der Betrachtung des Werkes, hätten wir wohl keine Zeit damit verschwendet, was aber immer noch nicht bedeutet, das es für immer und ewig nicht Kunst sein kann, für jeden anderen Menschen

    und nun zu meiner Stellung: ich liebe die alten Burzum weil ich damals nicht wusste, was für ein Nazi-Spinner Varg war/ist, ich also den Zugang gerne hatte, die Musik konnte über Jahre auf mich wirken und ich habe sie als Kunst empfunden.
    Ich würde heute keinen Heller mehr in Varg’s Rachen werfen, egal wie geil das auch wäre was er verzapfte, bin aber nicht bereit, seine Musik per se als „Nicht-Kunst“ zu bezeichnen

    eine aufgeklärte Demokratie ist sehr wohl in der Lage, damit umzugehen

  66. Watutinki sagt:

    „Kunst im Nachgang ihren künstlerischen Gehalt abzusprechen“

    Persönlich finde ich, dass das nicht nur im Nachgang so gilt.
    Die DS Alben von Varg, auch Knast Alben genannt, sind für mich ebenso großartig, wie die Frühwerke und zu dem Zeitpunkt war seine Gesinnung schon mehr als klar. Der Genuss ist stark getrübt, um ehrlich zu sein höre ich sie deswegen schon seit Jahren nicht mehr, aber ihre Qualiät würde ich diesen Werken deswegen nicht absprechen. Das würde meiner Meinung nach keinen Sinn machen. Allerdings muss man sagen, dass ich glaube, dass seine ideologische Gesinnung, oder besser sein Fanatismus, sicherlich dazu beigetragen hat, dass diese Alben diese Qualität besitzen. DAS ist das eigentlich Traurige und irgendwie auch Absurde an der ganzen Sache.

  67. Stormy sagt:

    @Holgie
    Du liebst Mein Kampf, weil Du damals nicht wusstest, was für ein Nazi-Spinner Adolf Hitler war, Du also den Zugang gerne hattest, das Buch konnte über Jahre auf Dich wirken und Du hast es als Kunst empfunden.

  68. ClutchNixon sagt:

    ‚Allerdings muss man sagen, dass ich glaube, dass seine ideologische Gesinnung, oder besser sein Fanatismus, sicherlich dazu beigetragen hat, dass diese Alben diese Qualität besitzen. DAS ist das eigentlich Traurige und irgendwie auch Absurde an der ganzen Sache.‘

    Und Du fragst mich inwiefern du ihn unterstützt 🤦‍♂️

  69. Watutinki sagt:

    Ja frage ich Dich. Und ich frage mich, ob Dir klar ist, was ich mit der Aussage konkret meine und worauf ich eigentlich hinaus will.

  70. thedeerhunter sagt:

    😁😁😁es ist köstlich zu lesen,was hier zum Teil geschrieben wird,ich fühle mich wunderbar unterhalten.Die völlige Verblödung die hier zur Schau gestellt wird ist aber eigentlich nicht lustig.Aber irgendwie doch😂.Mit dem Blick von außen möchte ich sagen,dass der Deutsche einfach nicht genießen kann,immerzu muss er sofort sortieren,filetieren,überprüfen und das bitte nach strengstens vorgegebenen Regeln!Wo kämen wir sonst hin?Es sollte schon ein wenig fanatisch zugehen,da hat Humor und Ironie nichts zu suchen!Black Metal aus Deutschland?muss Nazi sein,Musik egal,weil Extreme Musik zieht Nazis an-im Korrektheitswahn des Deutschen.Ein TÜV wäre noch besser!Der Black Metal Nazi TÜV vor der VÖ 😂.,damit der Deutsche guten Gewissens(wenn möglich auch nachhaltig)endlich Extreme Musik genießen darf,ja,er darf dann,weil wollte er,könnte er einfach sein Hirn einschalten,Musik genießen und einfach weiterleben,einfach so.Aber hier scheint ja nichts einfach zu sein😂,nein,nicht in Deutschland 🇩🇪!Alle Welt lacht darüber,und freut sich über gute Musik,aber hier geht das immer noch nicht.

  71. onlythewindremembers sagt:

    Wie unglaublich anstrengend es war, deinen Blödsinn jetzt zu lesen. Aber scheinbar hast du nichts kapiert. Kein Mensch sagte, dass jeder Deutsche der extremen Metal macht ein Nazi ist. Vor allem ging es hier fast ausschließlich um Bands wie Burzum, Graveland und Anti, von denen, soweit ich weiß, nur Anti aus Deutschland kommen.

    Und hast du vielleicht einfach mal daran gedacht, dass man in Deutschland wegen einem bestimmten Abschnitt der Geschichte einfach vorsichtiger ist, was rassistische Scheiße angeht? Oder hast du da zufällig in der Schule gefehlt oder warst beim Direktor Kreide holen?

  72. nili68 sagt:

    Ab einem gewissen Alter machen solche Diskussionen einfach keinen Sinn mehr. Alles schon dagewesen mit den selben „Ergebnissen“. Manchmal will ich einen Einwand bringen, aber dann fällt mit ein, dass ich das schon etliche Male woanders genau so gemacht habe. Einfach zurücklehnen und Popcorn genießen, bis einem was Interessanteres zum Surfen einfällt. Für die Jugend mag das aber noch fresh sein..

  73. Stormy sagt:

    Aha, der braune Lord (aka LordBudweiser) nennt sich jetzt also thedeerhunter, hat aber weder inhaltlich etwas geändert, da bleibt er der gleiche Nazi der er immer war, und auch seine Ausdrucksweise ist weiterhin gespickt von Kraftausdrücken und Beleidigungen, also all dem, wie sich dumme Nazis halt in Ermangelung von noch nicht weggesoffenen Hirnzellen (der Lord hatte sich ja zu seiner Sauferei bekannt) so ausdrücken.
    Hat direkt lange gedauert, bis er hier aufgeschlagen ist.

  74. nili68 sagt:

    Wer das nicht selber, nach einer gewissen Auseinandersetzung mit der Thematik, erkennt, dass Rassismus etc. kleingeistiger Bullshit ist, dem ist sowieso nicht zu helfen.
    Ob man Kunst nun vom Künstler trennen kann und ob der Konsument, was er in die Kunst projiziert, nun irgendwie ein Teil des Gesamtkunstwerkes ist, wo nicht nur der Urheber eine Rollte spielt.. da wird es schon schwieriger, wenn man sich in eine solche Meta Ebene begibt.

  75. ClutchNixon sagt:

    Ich hab dessen Scheiß erst gar nicht gelesen.

  76. rtrkrt sagt:

    Wie sehr einen gewisse Posts doch darin bestärken, auch weiterhin genau „hinzuschauen“, bevor man sich vorbehaltlos an unbekannte Musik (respektive Musiker) herantastet …

    Und zu dem besprochenen Album: Ganz hervorragend! Atmosphärisch, melodisch, kalt und ansprechend produziert, ohne poliert oder antiquiert zu wirken.

    8/10