Kataklysm - Unconquered

Review

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“Unconquered”, das vierzehnte Studioalbum von KATAKLYSM, ist in wenigen Worten zusammengefasst: “Northern Hyperblast”-Verehrer werden vornehmlich enttäuscht, spätere Diskografieeinsteiger gut bedient, doch am Ende ist niemand richtig sauer auf die Kanadier. Problematisch ist das nicht, denn dieser Marschroute folgen KATAKLYSM seit geraumer Zeit. Zwar erinnern der Opener “The Killshot” sowie “Defiant” an Frühwerke und heben einmal mehr das Schlagzeugspiel von Olivier Beaudoin hervor, als Rückbesinnung kann “Unconquered” aber keinesfalls bezeichnet werden. Beaudoin hat die Band übrigens verlassen. Neu auf dem Drum-Schemel: James Payne, der auch bei HISS FROM THE MOAT trommelt.

“Unconquered” von KATAKLYSM: Bewährtes gut umgesetzt

Das zweite Lied “Cut Me Down” präsentiert überwiegend Melodic Death Metal, ohne das Trümmern zu vergessen. Die Riffs kommen hier zielgenau aus der Nagelschussmaschine oder verschnaufen im Groove-Tempo. Ähnlich gelagert ist “Underneath The Scars”, die Nummer packt zwischendurch aber auch die klassisch versierte Lead-Gitarre aus. “Focused To Destroy You” startet spannend, wobei die Gitarren etwas glatt klingen. Um nicht auszurutschen, streuen KATAKLYSM ein wenig Melancholie dazwischen. Bis auf ein nettes Solo groovt die Nummer ohne weitere Highlights zu Ende.

Die erste Hälfte ist besser – mit einer Ausnahme

Insgesamt überzeugt “Unconquered” primär in der ersten Albumhälfte, wobei “Defiant” noch ein Ausrufezeichen in der zweiten setzt. Ansonsten driften KATAKLYSM im Verlauf zu sehr in Richtung Durchschnitt. Weil der bei einer so erfahrenen Band im Vergleich immer noch qualitativ wertvoll ist, erreicht “Unconquered” schwache sieben Punkte, hinterlässt im Kontext der Bandgeschichte aber keine besonderen Akzente. Ganz böse Zungen würden jetzt irgendein Wortspiel im Zusammenhang mit dem letzten Titel bringen.

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18.09.2020

Der metal.de Serviervorschlag

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