Kataklysm - Epic

Review

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KATAKLYSM haben es geschafft. War man schon auf den frühen Veröffentlichungen nie ganz abgeneigt, melodische Elemente in die Musik mit einzubeziehen, gelingt der Band auf „Epic (The Poetry Of War)“ zum ersten Mal das Kunststück, ihren Hyperblast Death Metal mit richtig geilen Melodien zu verknüpfen. Manch ein Fan der ersten Tage mag angesichts dieser Tatsache und nachdem er ein Blick auf das Label geworfen hat laut „KOMMERZ !“ schreien. Mir hingegen geht das zwei Kilometer am Arsch vorbei, denn das neue Album ist durch und durch ein Meisterwerk.

Die Musiker waren ja schon immer fit an ihren Instrumenten, aber was hier abgezogen wird, lässt einem schon die Kinnlade auf den Boden klappen… man lausche nur mal dem übermenschlichen Drumming, der Wahnsinn ! Die restliche Instrumentalisierung steht dem in nichts nach. Doch was nützen einem die besten technischen Fähigkeiten, wenn man nicht in der Lage ist, vernünftige Songs zu schreiben. Und genau in diesem Punkt haben sich KATAKLYSM im Vergleich zu ihren ersten Alben mächtig gesteigert, denn wo die Musik früher stellenweise etwas konfus erschien, wird aufgrund der melodischereren Ausrichtung nun erstmals ein roter Faden in das Spiel der Kanadier gebracht. Sinnlose Stellen gibt es nicht mehr. Die Band spielt nun durchweg songdienlich und hält es nicht mehr für nötig, sich auf Kosten der Nachvollziehbarkeit durch unnötige musikalische Eskapaden zu profilieren.

Das Ergebnis ist ein Longplayer, den man auch zum hundertsten Mal mit Freude und ohne Abnutzungserscheinungen komplett durchhören kann. Mit einem Wort: Perfekt. Und für Perfekt gibt es 10 Punkte.

21.07.2002

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3 Kommentare zu Kataklysm - Epic

  1. Anonymous sagt:

    KATAKLYSM aus Montreal ist eine der wenigen Bands, bei der das Wort "Weiterentwicklung" nicht mit negativen Konnotationen verbunden ist. Vom Blastbeat-Chaos auf "The Mystical Gate of Reincarnation" über die häufigere Einbindung von Midtempo-Riffs (z.B. auf "Sorcery" oder "The Prophecy") bis hin zur Integration melodiöser Songstrukturen auf "Epic" (allerdings bei weitem nicht in dem Ausmaß heutiger melodiöser DM-Combos) läuft ein roter Faden des Reife- und Wachstumsprozesses – sowohl ihn puncto Songwriting als auch bei den technischen Fähigkeiten der Bandmitglieder (Vergleiche mit ihren Landsmännern CRYPTOPSY sind diesmal gerechtfertigt). "Epic" vereinigt die gesamte Bandbreite extremen Metals und fast alle Stärken der Kanadier, ohne dass hierbei die gewohnte Heaviness und Dynamik geopfert wird, was vor allem der glasklaren und fetten Produktion zu verdanken ist. "Epic" weist zwar nicht den chaotischen Knüppel-aus-dem-Sack-Charme der Anfangstage auf, ist aber auch ohne diesen eine der besten DM-Veröffentlichungen der letzten Zeit, von der sich so manche "moderne" Band eine oder mehrere Scheiben abschneiden könnte! CRYPTOPSY-Devotees können sowieso blind zugreifen. Und ganz gleich, was man von ihrem Label NB hält: Diejenigen, die nun Ausverkauf schreien, möchte ich daran erinnern, dass KATAKLYSM bereits seit ihren frühen Grindcore-Tagen bei NB unter Vertrag ist. Hier haben die Donzdorfer also "Aufbauarbeit" geleistet und nicht nur einen Mega-Act eingekauft und abgeschöpft!

    9/10
  2. Hypocrite sagt:

    Das Album ist der wahre Hammer… selten sowas druckvolles gehört… Muß man als Metaler einfach gehört haben

    10/10
  3. Anonymous sagt:

    Im Prinzip nicht schlecht.Allerdings ist der Rest besser und das hier zu "ruhig".Ich denke bloss an Sachen wie In Shadows And Dust…

    9/10