Krachwerk - Krieger

Review

Mit „Krieger“ hat das aus dem Osten der Republik stammende Trio KRACHWERK sein inzwischen zweites Album am Start, weiterhin ohne Label im Rücken und in Eigenproduktion entstanden. Wie auch mir, dürfte die Band den meisten bisher unbekannt gewesen sein, vielleicht ändert sich dies ja jedoch mit dem neuen Album der Band. Musikalisch versprechen KRACHWERK nach eigenen Aussagen eine „heiße Melange aus Elektro, Metal, Industrial und noch anderem“, was die Sache dann auch so ziemlich auf den Punkt bringt.

„Krieger“ entpuppt sich als musikalischer Genre-Cocktail der härteren Gangart und je nachdem aus welchem der oben angesprochenen musikalischen Lager man persönlich stammt, dürfte auch die subjektive Beurteilung dieser Scheibe doch sehr unterschiedlich ausfallen. Eher enttäuscht dürften vor allem die Elektro-Fans sein, denn die eh schon wenig dominierenden Synthesizer werden durch die teils heftigen Gitarrenriffs und die überwiegend „grunzenden“ und düsteren Vocals doch ziemlich in die Ecke gestellt. Wirkliche Elektro-Fans dürften insgesamt betrachtet mit diesem Album wenig bis garnichts anfangen können. Selbst für Leute aus dem Industrial-Lager könnte „Krieger“ immer noch zu sehr in die Metal- bzw. Crossover-Richtung tendieren.

Genau diese Zielgruppe, die gleichzeitig auch eine gewisse Offenheit für Gothic Rock/Metal mitbringt, wird mit „Krieger“ dann wohl auch am meisten anfangen können, wenn diesen dann allerdings wiederum die teilweise recht eingängigen (elektronischen) Sounds und Melodien („Krieger“, „Mörder“) ein Dorn im Auge sein könnten – woran sich auch das größte „Problem“ von KRACHWERK zeigt: „Krieger“ ist nämlich unter dem Strich „alles“ und „nichts“ und wirkt manchmal noch etwas orientierungslos. Das alles soll aber nicht verbergen, dass die junge Band mit solidem und auch abwechslungsreichem Songwriting sowie interessanten Lyrics auch viele Stärken hat, auf denen man in der Zukunft aufbauen kann.

KRACHWERK werden jedoch mit Sicherheit trotz oder gerade wegen ihres breiten musikalischen Spektrums ihre Hörer finden. Den Sound des Trios kann man auf der Homepage der Band antesten, dort findet man den Opener „Gib was du kannst h.h.l“ als Download und auch „Krieger“ kann man bei Gefallen für günstige 10 Euro bestellen.

09.08.2008

Der metal.de Serviervorschlag

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