Les Anges De La Nuit - Under Gods Name

Review

Ein Bandname, der wie Musik in den Ohren klingt – LES ANGES DE LA NUIT. Dazu der sakral anmutende Albumtitel „Under Gods Name“ und fertig ist das perfekte und klischeebeladene Gothic Album des Jahres – könnte man glauben, doch wer sich in der Elektroszene ein wenig auskennt, weiß, dass sich hinter LES ANGES DE LA NUIT ein junges Elektro-Trio aus den USA verbirgt, das mit eher sanften Elektropop-Klängen bereits Anfang 2005 einen Achtungserfolg landen konte. Eher ungewöhnlich, da man von den Amerikanern in Sachen Elektro doch eher härtere Industrial-Klänge gewohnt ist. „Ruins Of Victory“ war der Titel des Debüts von LES ANGES DE LA NUIT, mit „Under Gods Name“ folgt nun der dessen Nachfolger.

Der ganz große Durchbruch blieb LES ANGES DE LA NUIT mit „Ruins Of Victory“ damals noch verwehrt, wenn auch niemand so genau weiß, an was das nun genau gelegen hatte. Ähnliches könnte nun auch „Under Gods Name“ widerfahren, denn es gibt eigentlich nichts, was man dem neuen Album wirklich vorwerfen könnte und dennoch fehlt das gewisse Etwas. LES ANGES DE LA NUIT präsentieren auf insgesamt 15 Tracks grundsoliden, melodischen und stellenweise hymnisch anmutenden Elektro, der vor allem an Bands wie PRIDE & FALL und ANGELS & AGONY erinnert. „I Still Love You“, „For Eternity“ oder „Absolutions“ sind sehr gemütliche und eingängige Tracks, die einen wunderbar einlullen können. Auch im weiteren Verlauf gibt es eigentlich keine gravierenden Aussetzer oder Lückenfüller, dennoch ermüdet „Under Gods Name“ mit zunehmender Dauer auch ein wenig. Dies kann an den melancholisch-sanften Vocals liegen oder aber auch an einer gewissen Eintönigkeit der Songs und ihrem Aufbau, vielleicht liegt es aber auch einfach nur am Wetter oder daran, dass man letzte Nacht zu wenig geschlafen hat. Was das Ganze nun aber schwierig und kompliziert macht, ist, dass man diese Ermüdungstendenzen eigentlich als auch nicht so schlimm empfindet und keiner der Songs nun wirklich „schlecht“ wäre. Jedem Song kann man durchaus seinen Reiz abgewinnen, vor allem wenn man sich die 15 Songs im Laufe eines Tages einzeln zu Gemüte führt, entdeckt man doch einige kleine versteckte Perlen.

Vielleicht wäre dennoch hier beim hoffentlich nächsten Album von LES ANGES DE LA NUIT der Hebel anzusetzen: Stellenweise ein bisschen mehr Power und Abwechslung würden dem Sound der Jungs gut tun, denn dass das Trio ein Gespür für schöne Melodien und harmonische Songs hat, zeigen sie auf „Under Gods Name“ mehr als nur ein Mal. Liebhaber des melodischen Elektro werden auf jeden Fall schon jetzt begeistert sein – dennoch haben LES ANGES DE LA NUIT noch Spielraum nach oben.

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10.01.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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