Lunar Shadow - The Smokeless Fire

Review

Soundcheck Juni 2019# 9 Galerie mit 17 Bildern: Lunar Shadow - Hammer And Iron Festival 2020

LUNAR SHADOW gehören zweifellos zu den produktivsten Bands im Underground. Seit der Debüt-EP „Triumphator“ vergingen nie mehr als zwei Jahre bis zur nächsten Veröffentlichung. Dass die Qualität darunter nicht leidet, beeindruckte bereits beim ersten Langspieler „Far From Light„. Mit „The Smokeless Fires“ will die Band jetzt noch einen drauf setzen.

LUNAR SHADOW mögen es finster

Dafür stellt das Quintett die schwarze Seite ihrer Musik noch mehr in den Vordergrund als beim Vorgängeralbum. Die epischen Heavy-Metal-Riffs werden immer wieder von rasenden Black-Metal-Attacken durchbrochen.

Dabei vergisst die Band nie ihre größte Stärke: die Melodien. Selbst wenn Schlagzeug und Gitarren aus allen Rohren feuern, garnieren LUNAR SHADOW ihren Sound mit erhabenen Gesangslinien. Die fressen sich vor allem aufgrund der überzeugenden Performance des neuen Sängers Robert Röttig in die Gehörgänge.

„The Smokeless Fires“ offenbart neue Einflüsse

Röttig brilliert als eine Mischung aus klassischem Metal-Sänger und THE CUREs Robert Smith. Seine ebenso kraftvolle wie wandelbare Stimme steht bei der unkitschigen Ballade „Pretend“ folgerichtig im Vordergrund.

In dem düsteren Stück darf der Frontmann einmal die gesamte Bandbreite seines Könnens demonstrieren. Melancholische Pianoklänge und ein emotionales Gitarrensolo unterstützen die traurige Atmosphäre. In solchen ruhigen Momenten von „The Smokeless Fires“ scheinen die neuen Post-Punk-Einflüsse der Band am stärksten durch.

Die Hoffnung auf Besserung

Die an pure Verzweiflung grenzende Stimmung zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Platte. Mit den Gründen dafür geht die Band offen um. Im Vorfeld zu den Arbeiten an „The Smokeless Fires“ geriet LUNAR SHADOW-Gitarrist und -Mastermind Max Birbaum in eine Sinnkrise. Diese düstere Zeit verarbeitet er in durchweg mitreißenden Songs.

Obwohl alle Kompositionen von düsteren Zeiten geprägt sind, lässt Birbaum immer wieder kleine Hoffnungsschimmer aufblitzen. So versprühen die Gitarren-Leads zu Beginn von „Laurelindorenan“ eine positive Aufbruchsstimmung.

LUNAR SHADOW gehen den entscheidenden Schritt

Auf „The Smokeless Fires“ gehen LUNAR SHADOW einen entscheidend Schritt weiter auf dem Weg zur Eigenständigkeit. Schon immer war die Band mehr als der nächste Act auf dem Epic-Metal-Markt. Dass das Quintett neben Black-Metal-Riffs jetzt auch noch vermehrte Schlenker in Richtung Post-Punk einlegt, macht den LUNAR SHADOW-Sound nur noch spannender.

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07.06.2019

"Irgendeiner wartet immer."

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Lunar Shadow auf Tour

06.08. - 08.08.20Party.San Metal Open Air 2020 (Festival)Dismember, Carcass, Mayhem, Katatonia, Sacred Reich, Alcest, Asphyx, 1914, Anomalie, Benediction, Beyond Creation, Blood Incantation, Borknagar, Bound To Prevail, Bütcher, Carnation (BE), Caroozer, Crom Dubh, Fleshcrawl, Graceless, Heidevolk, High Spirits, Hirax, Idle Hands, Impaled Nazarene, Infernäl Mäjesty, Kadaverficker, Lunar Shadow, Månegarm, Malevolent Creation, Moonsorrow, Motorowl, Nocturnus AD, Nornír, Nyktophobia, Obscurity, Onslaught, Origin, Razor, Revel In Flesh, Saor, Scalpture, Shape Of Despair, Sinners Bleed, Space Chaser, Suffocation, Thron, Total Hate, Uada, Visigoth, Whoredome Rife, Wolves In The Throne Room und WormrotParty.San Open Air, Obermehler
12.08. - 14.08.21metal.de präsentiertParty.San Metal Open Air 2021 (Festival)Dismember, Carcass, Mayhem, 1914, Anomalie, Asphyx, Benediction, Beyond Creation, Blood Incantation, Borknagar, Bound To Prevail, Bütcher, Carnation (BE), Crom Dubh, Fleshcrawl, Graceless, Heidevolk, High Spirits, Impaled Nazarene, Kadaverficker, Katatonia, Lunar Shadow, Månegarm, Motorowl, Nocturnus AD, Nornír, Nyktophobia, Obscurity, Onslaught, Origin, Razor, Revel In Flesh, Sacred Reich, Saor, Scalpture, Shape Of Despair, Sinners Bleed, Space Chaser, Thron, Total Hate, Uada, Visigoth, Whoredome Rife, Wolves In The Throne Room und WormrotParty.San Open Air, Obermehler

1 Kommentar zu Lunar Shadow - The Smokeless Fire

  1. nili68 sagt:

    Wirklich origineller Epic Metal. Es geht mehr traurig melancholisch denn heroisch zur Sache. Es gibt wohl vereinzelte fast Black Metal-Riffs, die durchaus eine Besonderheit darstellen, aber nicht überbewertet werden sollten im Gesamteindruck.
    Insgesamt Epic Metal der anspruchsvolleren, latent progressiven Sorte, mit dem man sich auch länger beschäftigen kann.

    9/10