Morbid Angel - Entangled In Chaos

Review

Mit Entangled in Chaos wurde von vielen Das Death Metal Live-Album erwartet. Aber ist es das wirklich? Ja und nein. Die Produktion, die Technik und die Wahl der Songs sind einwandfrei. Jedes Instrument ist glasklar zu hören, Pete Sandoval’s Bässe sind kraftvoll und präzise, Trey’s (und Erik’s) Gitarren schneiden sich durch die dahinfließenden Rhytmen wie ein heißes Messer durch ein Stück Butter, Monseiur Vincent’s Bass dröhnt wie ein Wirbelsturm durch die Songs und seine Vocals klingen wie die Sargeants in D**m 2.

Beeindruckend ist diese CD allemal. Sie besteht aus den Songs „Immortal Rites“, „Blasphemy Of The Holy Ghost“, „Sworn To The Black“, „Lord Of All Fevers And Plague“, „Blessed Are The Sick“,“Day Of Suffering“, „Chapel Of Ghouls“,“Maze Of Torment“, „Rapture“, „Blood On My Hands“ und „Dominate“.Mit einer Länge von 41:41 paßt „Entangled In Chaos“ nicht so ganz zu den sonst veröffentlichten Doppel-CDs wie „Decade Of Aggression“, „Live! Bootleg“, „Double Gonzo Live“ und unzähligen anderen Live-CDs/Bootlegs von Bands wie AEROSMITH, SLAYER usw.. Diese Live-Alben waren so lang, daß man sich nach dem Hören so ähnlich gefühlt hat, als wäre man Live dabei gewesen. „Entangled In Chaos“ schafft das nicht. Nicht daß es das nicht versucht, es ist nur einfach zu kurz. Ist das eine Kritik? Oder der bestmögliche Kompromiß aus Live-Erlebnis und guten Songs, die keine Langeweile aufkommen lassen? Ein wenig von beidem. (Eine kleine Randnotiz: Ich habe einige Gerüchte gehört, unter welchen Umständen diese CD aufgenommen wurde. Angeblich hatten einige Vorbands nicht auftreten können, weil MORBID ANGEL zuviele Kanäle vom Mischpult für sich gebraucht hatten usw. Wenn sie für die Aufnahmen soviele Chaos auf sich genommen haben, warum sind dann nicht ein paar mehr Songs enthalten?!!).

Auch die Prästentation der CD kann nicht so ganz überzeugen. Das Booklet besteht nur aus einigen Live-Photos (Schaut euch mal an, wieviele Becken Pete bearbeitet!) und den Tourdaten der „Domination“-Tour. Ein paar mehr Zeilen hätten es schon noch sein dürfen (Was ist z.B. mit Treys Thanks-Liste passiert? Ist der Deal mit Nintendo ausgelaufen?…). Ich habe schon Bootlegs gesehen, die besser gestaltet waren!

Am besten betrachtet ihr diese CD nicht als ein Live-Album, sondern als ein Best of. Das Material ist gut gewählt (fünf Songs von „Altars…“!) und die Produktion ist sehr gut, sogar so gut, daß einige Leute (mich eingeschlossen) glauben, daß sich MORBID ANGEL nie nach der Qualität ihrer Studioalben einschätzen…

17.02.1997

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