Motorjesus - Deathrider

Review

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Nachdem die 5 Mönchengladbacher sich von THE SHITHEADZ in MOTORJESUS umbenannt hatten, war die Fangemeinde natürlich gespannt, wie sich die Band weiterentwickeln würde. Würde der Nachfolger von dem Debüt „Dirty Pouding Gasoline“ eine ähnlich hohe Qualität mit sich bringen? Und würde die Band unter der neuen Flagge den gleichen musikalischen Weg gehen? Alle Zweifler und Ungeduldige kann ich beruhigen! Die Jungs haben mal wieder alles richtig gemacht und präsentieren uns auf ihrem neuen Album „Deathrider“ 12 von Metal nur so triefende Songs, die alles in Grund und Boden stampfen! Musikalisch sind MOTORJESUS noch eine Spur härter geworden. War der Vorgänger noch mehr Heavy Rock, so kreist nun der Metal Hammer (nein, keine Werbung!!!) über unseren Köpfen. Der Opener „Legion Of Rock“ zeigt gleich die Marschrichtung und überzeugt mit seinem Hymnenhaften Aufbau gleiche jene, die auf Konzerten gerne mitgrölen. Gefolgt wird der erste Track vom Nackenbrecher „Destroyer“, ebenfalls ein Song erster Güte bei dem Sänger Christoph einem seiner Ideale, namentlich Phil Anselmo (PANTERA, DOWN), Tribut zollt. Anspieltipp für alle, die es gern eine Spur schneller haben. Mit „10 Feet Unter Ground“ wird es vorerst etwas ruhiger. Dieses im Midtempo angelegte Stück zeigt deutlich die verschiedenen Facetten von Rockröhre Christoph Birx, der für mich die deutsche Antwort zu ANTHRAX / ARMORED SAINT Sänger John Bush darstellt. Und wo wir schon mal bei ANTHRAX sind, Track Nummer 4 ist der Titelsong des Albums. Hierbei wurde jedoch nicht bei den New Yorker Thrash Heros geklaut. Vielmehr ist es eher eine Hommage an die Band um Scott Ian. Der Track kracht an allen Ecken und Kanten und bietet interessante Breaks und Hooklines. Mit „Distortion Sleep“ geht es wieder eine Stufe ruhiger zu. Der vom Songwriting etwas rockiger angehauchte Track bietet im Mittelteil einen, für Auftritte besonders geeigneten, Mitklatschteil. Cool. Anschließend rappelt es mal wieder im Karton: „The Howling“ ist ein weiteres Highlight der Scheibe. Gnadelose Powerriffs und ein treibendes Schlagzeug bieten den ultimativen Soundtrack zum nächsten Werwolf-Film. „The Undertaken“, eine Halbballade, zeigt erneut, dass der Mann am Mikro nicht nur Rocken, sondern auch äußerst gefühlvoll singen kann. Mit „Hellmachine“ präsentieren uns MOTORJESUS eine weitere Hymne, getragen von Stakkato-ähnlichen Gitarrenriffs. Bei „Invisible Man“ sind ganz eindeutig IRON MAIDEN Einflüsse festzustellen, was äußerst positiv zu nennen ist. Besonders interessant ist der Indianergesang-Einspieler, hervorragend musikalisch begleitet von der Lead- und Rhytmusgitarre, sowie vom Schlagzeug. Anschließend treten die Jungs erneut aufs Gaspedal und dies können sie wohl am besten. Liegt ja auf der Hand bei dem Songtitel namens „Black Fuel Domination“. Es macht einfach nur Spaß, diesen Song zu hören. Hier treffen Lead- und Rhytmusgitarre im Einklang aufeinander. Auf jeden Fall mal reinhören! Bei „Death Hammer Overload“ geht es nur eine Spur langsamer zugange, während sich das finale Stück „The Evil“ wieder im Midtempobereich einpendelt. Dieser Track ist für mich einer der Favoriten, da hier wieder die typischen Markenzeichen von MOTORJESUS gebündelt zum Einsatz kommen: Tragende Gitarrenriffs, dominierendes Schlagzeug, einzigartiger Gesang und Refrains, die geradezu zum mitgrölen einladen. So muss ein ordentliches Finale klingen.

Motorjesus haben es erneut geschafft, ein abwechslungsreiches und qualitativ hochwertiges Album abzuliefern, daß ihnen hoffentlich weitere Türen öffnen wird. Also ich für meinen Teil plündere jetzt mein Bankkonto, tanke meine Karre halbvoll und fahre beim ersten Sonnenstrahl in die Eifel. Natürlich mit „Deathrider“ im Gepäck. Vielleicht sehen wir uns ja!?

18.04.2006

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