Neaera - The Rising Tide Of Oblivion

Review

Galerie mit 53 Bildern: Neaera - With Full Force 2012

Die Gitarrenwände fallen auf einen, die Doublebass durchlöchert einen, das Geschrei packt einen, das tiefe Gegrunze beängstigt einen, die Melodien fesseln einen und die Moshparts knallen – einen. NEAERA aus Münster/Westfalen schließen mit ihrem Debüt „The Rising Tide Of Oblivion“ ganz dicht auf Heaven Shall Burn auf – und lassen Caliban dabei hinter sich.
Auch wenn sie unter dem Stempel „Metalcore“ laufen, so kann man dieses getrost vergessen. Sehr feiner Death mit Schweden Einflüssen wird einem geboten, der genreübergreifend mit erbarmungslosen Moshparts verfeinert wird – die Axt ständig im Nacken. Geht mir hohes Geschrei normalerweise tierisch auf den Sack, so ist es hier anders: Sänger Benny Hilleke muss neben der bebenden Doublebass (und natürlich auch der hervorragenden Gitarrenarbeit) als Markenzeichen und Qualitätssiegel genannt werden, der gut und gerne an AT THE GATES erinnert. Doch entscheidend ist, dass die Deutschen ihren sehr eigenen, von Andy Classen fett produzierten Sound bewahren und sich somit über die breite, auch internationale und zum großen Teil austauschbare Masse setzen können.
Schön ist, dass es nicht wirklich Sinn macht, sich einzelne Lieder herauszupicken, da dieses Album aus einem Guss gegossen ist, treibende, tempobetonte Härte und Melodie sich gekonnt den Ball zuspielen und nach dem ruhigen Abklang „The Last Silence“ der Finger schnell zur Repeat Taste wandert, um erneut zu versuchen zu erahnen, was NEAERA, eine weibliche Figur aus der griechischen Mythologie, die in die sexuelle Sklaverei geboren und körperlich missbraucht wurde, durchgemacht haben muss. 8.5… ach, was soll’s: 9 Punkte!

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20.03.2005

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Neaera auf Tour

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05.09.20Impericon Festivals 2020 - 10th Anniversary TourAs I Lay Dying, Eskimo Callboy, Bury Tomorrow, Neaera, Lionheart, Your Demise, Jinjer, The Plot in You, Annisokay, Our Hollow Our Home, Kaiba, Landmvrks, Watch Out Stampede, Une Misère, Thousand Below und Orbit CultureTurbinenhalle, Oberhausen
06.09.20Impericon Festivals 2020 - 10th Anniversary TourAs I Lay Dying, Eskimo Callboy, Bury Tomorrow, Neaera, Lionheart, Your Demise, Jinjer, The Plot in You, Annisokay, Our Hollow Our Home, Kaiba, Landmvrks, Watch Out Stampede, Une Misère, Thousand Below und Orbit CultureZenith, München
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4 Kommentare zu Neaera - The Rising Tide Of Oblivion

  1. dante sagt:

    sorry aber dieses album hat NIEMALS 9 punkte verdient. ich gehöre mit sicherheit nicht zu denen, die metalcore verabscheuen – umso mehr war ich nach dem hören dieses albums enttäuscht. 80 % der songs haben kein eigenes profil und sind dementsprechend belanglos. das geknüppel an den gitarren stellt den einzigen höhepunkt der cd dar. der gesang der truppe ist nervig, zum teil sogar peinlich.
    ganz ehrlich, diese cd verstaupt in meinem cd-regal. wer ambitionen hat, dem deutschen metalcore hier unter die arme zu greifen, sollte in jedem fall vorher probehören.

    5/10
  2. soul!!!! sagt:

    richtig gutes debut!!! der wechsel zwischen tiefen vocals und kreischen klappt hervorragend. kein durchhänger……top!!!

    9/10
  3. sick god sagt:

    Verstaubt schreibt man mit b dante, wenn du schon eine CD schlecht bewertest und von peinlichem Gesang redest, dann sei wenigstens selber nicht peinlich. Die CD hat ne Menge Power und macht alles platt, liegt zum Teil am Songwriting und zum Teil an der echt gemeinen Produktion. Bei den ganzen Metalcore Bands die es gibt ist das hier eine echte Perle. Na ja, will nicht zu viel rumlabern, CD ist geil, lohnt sich, man sieht sich.

    8/10
  4. metal-maniac sagt:

    Wahnsinn was man hier zum Teil für einen Bullshit liest. Ich glaube ihr habt noch nie richtigen Metalcore gehört. Mal abgesehen davon, dass derartiges Schubladendenken einfach nur armselig ist. Die Platte erfindet den Metal sicher nicht neu, muss sie auch nicht. Wer kann das schon von sich behaupten? Neaera finden hier genau die richtige Mischung aus Melodien, Härte und Eingängikeit. Nicht zu weich, aber auch nicht zu viel Geknüppel um im Einheitsbrei zu verschwinden. Einzig der teilweise doch sehr ätzende Gesang lässt mich "nur" 9 Punkte vergeben. Wobei ich auch schon von vielen Leuten gehört habe, dass sie genau das geil an diesem Album finden.

    9/10