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No Forgiveness - The Divine Tragedy

Review

In ihrer italienischen Heimat konnten NO FORGIVENESS durchaus schon den ein oder anderen Achtungserfolg einfahren. Der ganz große Durchbruch ist ihnen bisher jedoch verwehrt geblieben. Mit ihrem neuen Album “The Divine Tragedy“ wagen sie deshalb einen neuen Anlauf.

Die Band selber beschreibt ihren Stil als Insane Industrial Metal. Und eigentlich ist diese Bezeichnung auch relativ zutreffend. Denn die Vorbilder der Combo sind definitiv in der schwarz-elektronischen Szene zu suchen. Treibende Riffs der Marke RAMMSTEIN sind ebenso zu hören, wie Vocals der Marke MARYLIN MANSON. Zudem finden auch reichlich elektronische Elemente wie Sythie-Melodien, Samples oder verzerrte Instrumente oder Stimmen im Sound dieses Silberlings ein zu Hause. Allerdings kann dieser zu keiner Zeit an die großen Vorbilder heranreichen. Die Riffs sind einfach und einfallslos, die Vocals mit einem deutlich zu hörenden Akzent behaftet und die elektronischen Elemente werden in einer wahllosen Fülle eingesetzt, die klare Songstrukturen ebenso verhindert, wie sie gleichzeitig für ein nerviges Chaos sorgt.

Aber auch das Attribut Insane, also verrückt, kann der Hörer in der Musik der Italiener deutlich wiederfinden. Vor allem das Songwriting lässt klare Strukturen vermissen. Oftmals wirken die Lieder wie willkürlich aneinander gereihte Ansammlungen von Genre-Standards. Wer auf diese Art und Weise versucht, musikalischen Erfolg zu kreieren, muss schon wirklich verrückt sein. Immerhin hat das Trio aber die ein oder andere gute Idee gehabt. Deshalb finden sich auch immer mal wieder interessante Passagen, wie orchestrale Streichereinsätze, geheimnisvolle italienische Spoken Words und auch die ein oder andere Einlage kurzen Sprechgesangs. Leider werden diese Elemente aber zu oft vom bereits erwähnten Chaos oder dem typischen Industrial-Gestampfe, das nach Meinung der Musiker wohl in jedem ihrer Songs enthalten sein muss, niedergewalzt.

Insgesamt ist das also deutlich zu wenig für eine Band wie NO FORGIVENESS, die mit “The Divine Tragedy“ eigentlich ihren großen Durchbruch schaffen wollte. Immerhin eine weise Entscheidung haben sie aber getroffen. Das Album wird ausschließlich über verschiedene Download-Plattformen angeboten. So haben sie immerhin die Ressourcen geschont, die beim Pressen von richtigen CDs verbraucht worden wären.

17.02.2012

Der metal.de Serviervorschlag

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