Noctem - Oblivion

Review

Meine Fresse! Also damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet! Zwar habe ich schon von den Spaniern NOCTEM gehört, die häufig als eine extremere Version BEHEMOTHs verkauft werden, doch der Musik des Quintetts habe ich bisher keine große Beachtung geschenkt. Die meisten Bands werden ja gern als ach so extrem betitelt und Vergleiche zu größeren Namen machen sich für die Werbung auch immer gut, Promosheet-Infos wie “High-Energy-High-Tech-Black-Death-Armageddon at its fucking heaviest” belächelt man als Redakteur außerdem zumeist nur noch. Doch als ich das Zweitwerk “Oblivion” des spanischen Fünfers erstmals durch die heimische Anlage jagte, klappte mir die Kinnlade sofort bis zum Fußboden herunter.

Denn “High-Energy-High-Tech-Black-Death-Armageddon” ist in der Tat eine sehr treffende Bezeichnung für dieses Brett von einem Album, auch wenn meiner Meinung nach ebenso eine Menge Thrash-Einflüsse zu hören sind. Auf höchstem Niveau prügeln und knüppeln sich die Spanier durch elf Titel, einer schneller, aggressiver, brutaler und einfach extremer als der andere. Düster-drückende, straighte Riffs und rasend schnelle, beeindruckend präzise Drums blasen die Gehörgänge binnen weniger Sekunden frei, dass man gar nicht weiß, wie einem geschieht. Dennoch lassen NOCTEM die Detailarbeit nie außer Acht: Flirrende Leads und Soli fügen sich optimal in die Soundlandschaft ein, Breaks und kurze, teils akustische Zwischenparts lassen Zeit zum Luftholen und steigern die Spannung, unerwartete Arrangements überraschen und lassen immer wieder Aufhorchen, die Abwechslung kommt also keineswegs zu kurz und “Oblivion” artet selten bis nie zu einer reinen Prügelorgie aus. Die markanten, ausdrucksstarken und überaus variablen Vocals von Fronter Beleth setzen diesem explosiven Gemisch schließlich die Krone auf – Killer!

Einziger Kritikpunkt: Einprägsame Melodien bleiben hin und wieder etwas auf der Strecke. Zwar verankert sich der ein oder andere Part nach einigen Durchläufen im Gehör, doch hier besteht eindeutig noch Raum nach oben. Ansonsten gibt’s absolut nichts auszusetzen, unbedingt reinhören, Fehlkauf ausgeschlossen!

13.05.2011

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