Oomph! - GlaubeLiebeTod

Review

Galerie mit 9 Bildern: Oomph! auf dem Mera Luna Festival 2016

OOMPH! haben spätestens mit dem neuen Album „GlaubeLiebeTod“ einen Punkt erreicht, an dem sich eine Band zwischen Kommerz und „Untergrund“ entscheiden muss und ich glaube man hört es der Platte sehr gut an, für welchen Weg sich die Jungs um Sänger Dero entschieden haben. Die Stärken von OOMPH! liegen ganz klar in der astreinen Produktion und damit im fetten Sound, sowie in den Hooks – jeder Song ist auf Eingängigkeit getrimmt und das Songwriting zielt darauf ab, die Platte radiotauglich zu machen. Damit ist jeder Song gleichzeitig auch Single-tauglich. Und die vorangegangene Single-Flut, die begleitend zu dem Album auftrat, gibt mir auch recht. Die Songstruktur eines jeden Liedes ist stumpf nach Schema F aufgebaut. Strophe und Kehrreim wechseln sich solange ab, bis sich der Refrain festsetzt und man ihn mitsingen kann. Durch einen bunten Stilmix wird der Langeweile vorgebeugt und die simplen Gitarren-Riffs setzen sich ohrwurm-artig fest. Wenn man sich „GlaubeLiebeTod“ anhört kommen einem solche Bands, wie KORN, MARILYN MANSON, RAMMSTEIN und Konsorten in den Sinn, denn OOMPH! vereint alle guten Qualitäten der genannten Bands in sich, aber auf eine überspitzte und poppige Art und Weise. Die bekannt markante Stimme von Sänger Dero schafft Wiedererkennungswert und Vertrautheit. Die Platte hört sich zwar gut weg, doch sie bietet wenig Anreiz, sie mehr als anderthalb mal durchzuhören. Abwechslung bringen die elektronischen Elemente/Einsprengsel mit sich. Die lyrische Seite der Scheibe ist auch ernüchternd. Zwar verstecken sich zwischen den hauptsächlichen abgeschmackten Texten einige textliche Perlen, doch das ist eher die Ausnahme als die Regel.

Alles in allem ist die Platte zu sehr von Kommerz durchdrungen, als dass sie dauerhaft Spaß mit sich bringt. Sie ist eher für seichte kurzweilige Unterhaltung gedacht. Doch das, das muss man ihr wirklich lassen, kann sie gut.

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16.07.2006

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2 Kommentare zu Oomph! - GlaubeLiebeTod

  1. Anonymous sagt:

    "Die Platte hört sich zwar gut weg, doch sie bietet wenig Anreiz, sie mehr als anderthalb mal durchzuhören." — Wie kann eine Platte, die man keine zweimal hören will, eine so überdurchschnittlich bis gute Wertung kriegen? Die gegebene Wertung kann ich mit der Rezension irgendwie nicht verbinden. Versteh ich einfach nicht 🙂 — Davon abgesehen finde ICH, dass die Scheibe ebenso kommerziell wie gelungen ist. Wer etwas anderes erwartet hat ist ja auch selbst Schuld.

    8/10
  2. mittelmaß sagt:

    Die Leute, die über den Kommerz jammern, finde ich teilweise wirklich schrecklich. Klar ist Oomph! kommerzieller als eine underground Black-Metal-Band, aber das ist eben NDH. Vergleicht man Oomph! mit Rammstein oder anderen NDH-Bands, merkt man schnell, dass Oomph! die Aussagen ihrer Texte klar zur Schau stellt und sich nicht versteckt, die Musik an sich ist auch experimenteller und vielseitiger, als bei den anderen Bands. Aus eigener Erfahrung kann ich, trotz der Panikmache am Schluss der Bewertung, jedem dazu anraten sich dieses Album zuzlegen, denn wenn einem der Stil von Oomph! gefällt, dann hört man dieses Machwerk sicherlich öfter als einmal.
    Also die Leute, die unter allen Umständen gegen den Mainstream anschwimmen wollen und jegliche Art von Kommerz verabscheuen, die müssen sich natürlich ein anderes Genre suchen, wer aber gerne jedes Genre hört und auf solche nichtigen Gedanken, wie die Angst vorm Mainstream, pfeift, sowie ich, der sollte sich dieses Album nicht entgehen lassen, hier findet man wirklich gute neue deutsche Härte.

    9/10