Plasmodivm - The Post-Modern Prometheus

Review

„CD’s sind wie eine Schachtel Pralinen – man weiß nie, was man bekommt.“ – im Positiven, wie im Negativen. Und manchmal, ja manchmal fühlt man sich aber, als hätte man völlig unerwartet den Trüffel aus dieser Schachtel erwischt. Diese Trüffelsorte hat in diesem Fall auch einen konkreten Namen und gehört der seltenen Sorte PLASMODIVM an. Eine Sorte, die es bisher nur ein einziges Mal gab und die bereits mit ihrer ersten Duftmarke „Paradise Under Fire“ vor drei Jahren einen durchaus bleibenden Eindruck hinterließ. Und auch die neue Praline „The Post-Modern Prometheus“ dürfte die Geschmacksnerven zahlreicher Elektrofans in Verzückung versetzen.

Das Album schafft es nämlich ziemlich beeindruckend, eine sympathisch-frische Mixtur aus angesagten elektronischen Geschmacksrichtungen zu einem leckeren Happen zu vermengen. Klingt der Opener „I Killed A Man“ vom Titel her nach eher brachialer Hausmannskost, zeigt das spanische Ein-Mann-Projekt jedoch, dass melodische Elemente eine tragende Rolle im Sound von PLASMODIVM spielen. Der Refrain sorgt für wohltuende Gefühlsregungen in den manchmal gar so harten Elektroherzen und auch „Voices“ klingt wie eine wunderbare Mischung aus SUICIDE COMMANDO, ASSEMBLAGE23 und SOLITARY EXPERIMENTS – sehr lecker!

Melodische Elemente werden vermischt mit verschachtelten Songstrukturen, der Vocoder ist zwar Bestandteil der spanischen Elektro-Mixtur, wird jedoch behutsam und im richtigen Moment eingesetzt. Es gibt viel Geschmackvolles zu entdecken auf dieser Scheibe, sei es das trancig-relaxte „Dead Inside“, das mit spanischen Vocals versüßte „Vla Negativa“ oder einfach nur klasse Songs wie der (Halb-)Titeltrack „Post-Modern/Post-Human“, der Liebhabern von hart-melodischen Elektrosongs mit einem Hang zum guten alten Futurepop à la PRIDE & FALL absolut gefallen dürfte.

Das Jahr ist zwar noch nicht weit fortgeschritten – mit „The Post-Modern Prometheus“ hat Sandro V. aka PLASMODIVM jedoch schon jetzt eines der Überraschungsalben des Jahres abgeliefert, auch wenn dem Album zwischenzeitlich ein wenig die Ideen ausgehen und „A New Beginning“ dem Titel entsprechend dann wieder für einen positiven Reboot sorgt. Nichtdestrotz bietet „The Post-Modern Prometheus“ für viele Elektrofans eine wohlschmeckende Rezeptur aus charmanter Melodik und nötiger Härte, Fans von ASSEMBLAGE23 & SOLITARY EXPERIMENTS, aber auch von SUICIDE COMMANDO & LEATHER STRIP sollten hier unbedingt mal ein Ohr riskieren.

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31.03.2011

Der metal.de Serviervorschlag

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