Regarde Les Hommes Tomber - Ascension

Review

Galerie mit 12 Bildern: Regarde Les Hommes Tomber - Party.San Metal Open Air 2024

Mit „Ascension“ legen die Franzosen REGARDE LES HOMMES TOMBER die dritte Langrille vor und beenden damit zugleich ihre Album-Trilogie. Seit 2013 tüftelt das Quintett aus Nantes damit an seiner eigenwilligen Mixtur aus Black Metal und Sludge mit ordentlicher Post-Schlagseite. Im Vergleich zum Vorgänger „Exile“ gerät ”Ascension” um einiges sperriger.

REGARDE LES HOMMES TOMBER – Aufstieg mit Vorschusslorbeeren

Mit ihren bisherigen Alben konnte die Band schon einiges an Aufmerksamkeit auf sich ziehen. So wurden sie dieses Jahr bereits zum zweiten Mal zum Roadburn eingeladen, auf dem sie 2014 erstmalig Eindruck schindeten. Für 2020 steht die komplette Darbietung des neuen Silberlings „Ascension“ auf dem Plan. Der erste Höreindruck lässt zwei unterschiedliche Ausblicke auf den zukünftigen Gig zu.

So wäre zu hoffen, dass REGARDE LES HOMMES TOMBER ihre differenzierte Produktion auf die Bühne bringen können. Die Dynamik von „The Renegade Son“ mit der nötigen Verve umsetzen können. Die Hörer zuerst mit ihren hypnotischem Riffing gefangen nehmen, um sie dann – wie zum Ende von „Stellar Cross“ hin – wieder mit sphärischen Klängen zu entlassen.

„Ascension“ schrammt am Punkt vorbei

Wer dem gleichen Gig mit anderen Ohren lauscht, könnte bei besagtem Song allerdings auch schon die Geduld verloren haben. Stellen einen REGARDE LES HOMMES TOMBER die längste Zeit mit einer Variante des gleichen Akkords doch arg auf die Geduldsprobe. Der an die Nischenkollegen TOMBS erinnernde Clean-Gesang sorgt in seinem Schwanken zwischen Nölen und Wimmern nicht für die (vermutlich beabsichtigte) Abwechslung. Auch an einigen anderen Stellen fehlt ”Ascension” die Frische von ”Exile”. Erinnerten sie dort stellenweise an die Glanztaten ihrer Landsleute GLORIOR BELLI.

Aber wie auch deren letzter Longplayer zeigt, wird die spezielle Mischung aus Sludge und postiger Schwarzmeierei schnell zum engen Korsett. Wenig songdienlich dümpelt die Chose dann schnell im Riffnirvana vor sich hin. REGARDE LES HOMMES TOMBER schaffen es zwar grundsätzlich, sich zu besinnen, bekommen dann aber nur noch kurz vor knapp die Kurve. Dabei schrammen sie gerne mal die Leitplanken, bleiben aber standhaft. Letztlich entfaltet eher der zweite Eindruck seine Wirkung. Handwerklich gibt es an ”Ascension” wenig zu motzen, aber auch wenig, was hängen bleibt.

03.03.2020

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 38716 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Off Topic
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Regarde Les Hommes Tomber auf Tour

18.08. - 21.08.27metal.de präsentiertSummer Breeze Open Air 2027 (Festival)Summer Breeze Legends & Orchestra, Electric Callboy, Edguy, Children Of Bodom, Blue Medusa, Lord Of The Lost, Wind Rose, Saltatio Mortis, Hammerfall, Eluveitie, Halestorm, Finntroll, H-BlockX, Mono Inc., Warkings, Dark Funeral, Swiss & Die Anderen, Clawfinger, Atreyu, Emil Bulls, Shadow of Intent, Carnifex, Equilibrium, Gaerea, Long Distance Calling, Combichrist, Wolfheart, Samurai Pizza Cats, Kupfergold, The Browning, Ellende, Ahab, Regarde Les Hommes Tomber, Hiraes, Lavina, The Night Eternal, Fleshgod Apocalypse, Nasty, Gutalax, Spitting Glass, Angelus Apatrida, Anaal Nathrakh, Necrotted, Left To Suffer, Mittel Alta, Any Given Day, Evil Invaders, Insomnium, End Of Green, Burning Witches, Defiance HC, Accvsed, Sunborn und AsenblutSummer Breeze Open Air, Dinkelsbühl, Dinkelsbühl

6 Kommentare zu Regarde Les Hommes Tomber - Ascension

  1. Svart sagt:

    Abzug von Punkten weil Geduld vom Hörer verlangt wird? Ja, Ascension ist sperriger als sein Vorgänger, aber das ist doch gewollt? Man orientiert sich hier an Svartidaudi, manchmal an Mgla, verliert jedoch nie die eigenen Wurzeln aus den Augen und haut mit „Au Bord du Gouffre“ am Ende noch einen richtig heftiges Stück raus was das alles vereint.

    9/10
  2. Steppenwolf sagt:

    Das klingt doch recht ordentlich nach dem ersten Mal reinhören. Die Franzosen wissen einfach wie es geht.

  3. der holgi sagt:

    Holla die Waldfee, hier zündet alles. Muss ich ham.

    9/10
  4. nili68 sagt:

    Wow, das ist wirklich amtlicher Black Metal, der auch das besondere Etwas hat. Nach einmal hören ist mir das auch 9 Pkt. wert. Echt geil!

    9/10
  5. Schraluk sagt:

    Verstehe die Rezension nicht ganz. ‚Die Geduld verlieren‘? Wie jetzt? Wobei? Darum geht es doch bei RLHT, dies eben nicht zu tun und das Riffing nicht als eine Aneinanderreihung ähnlicher Parts zu verstehen. Sie treiben das Ganze ganz schön auf die Spitze mit der neuen Platte und orientieren sich hörbar an isländischen und älteren französischen Bands in Bezug auf ihre Klangidee von Dissonanzen und der „punkigen Herangehensweise“. Aber immer in diesem für sie typischen schweren Style. Ich mag das. ‚Les Acteurs de L’ombre‘ als Label hat schon immer ein feines Händchen für interessante Bands gehabt, auch wenn sich RLHT jetzt auch zur größeren Nachbarschaft bewegt haben. Betrachtet man die Release von Au-Dessus, Deluge, Heir, Penitence Oniriqu, The Great Old Ones oder jetzt M.U.R., dann ham die schon einiges richtig gemacht.

    9/10
  6. elLargo sagt:

    Yes! So muss das, hypnotisch, atmosphärisch… was will man mehr 👍🏻

    9/10