Rimruna - Frostbann

Review

Galerie mit 12 Bildern: Rimruna - De Mortem et Diabolum 2017

Beständigkeit ist wirklich schön, sofern die Qualität stimmt. Bei den beiden Musikern hinter RIMRUNA, beide übrigens auch bei DRENGSKAPUR aktiv, weiß man bereits im Vorfeld, wohin die Reise geht und wendet sich dennoch nicht gelangweilt ab. Die beiden Berliner spielen Black Metal, Punkt. Also richtigen, ohne großen Schnickschnack oder besonders experimentelles Gefrickel und genau darin liegt der Charme. Rohe, archaische Songs, die trotz ihrer begrenzten Mittel eine Tiefe heraufbeschwören, wie sie mit aller Frickelei nur schwer zu erschaffen ist.

Im Vergleich zu DRENGSKAPUR sind die Unterschiede minimal, aber doch bedeutend. „Frostbann“ gibt sich neben aller menschenfernen Eisigkeit zeitweise wundersam verträumt und lässt durch semi-akustische Gitarren, welche das sonst finstere Rauschen ablösen, ein Gefühl von Geborgenheit aufkommen, das für einige abwechslungsreiche Überraschungen sorgt – das Titelstück sei hier hervorzuheben. Ansonsten gibt es unbarmherziges Geknüppel, beschwingt groovendes Midtempo und vor allem treffsichere Leadgitarren. Zeitweise driften RIMRUNA auf „Frostbann“ ein wenig in Richtung unnötiger Länge ab, gerade ein paar der flotteren Momente entwickeln nicht das angedeutete Feuer („Eisiger Sturmwind“) und verpuffen auf halber Strecke.

Das ist allerdings Kritik auf hohem Niveau. RIMRUNA versprühen, lässt man die lyrische Komponente mal beiseite, vor allem einen frühzeitlichen Geist des Black Metals und manifestieren diesen mit über einer Stunde Musik, die voller Leidenschaft und gutem Songwriting steckt. Ja, manchmal sind selbst enggesteckte Grenzen wirklich wertvoll: „Frostbann“ ist empfehlenswert!

24.08.2014

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