Santa Hates You - Crucifix Powerbomb

Review

„Rocket Heart“ war ein Song, der beim ersten Durchlauf irgendwie nicht so richtig zünden wollte. Sehr monoton arrangiert, sowohl musikalisch als auch textlich, hinterließ die Vorabsingle von SANTA HATES YOU einen zunächst bescheidenen Eindruck. Doch nach mehrmaligem Hören – und auch Sehen des originellen Videos samt der charmanten Jinxy – mauserte sich „Rocket Heart“ doch noch zu einem durchaus markanten und clubtauglichen Elektrosong.

Um so interessanter war die Frage, wie das neue Album „Crucifix Powerbomb“ von SANTA HATES YOU ausfallen wird und ob man auf Albumlänge genügend Abwechslung von Frontmann Peter Spilles und seiner Gefährtin Jinxy wird erwarten können. Die Antwort auf diese Frage fällt nach mehrmaligem Hören der insgesamt zwölf Tracks dann sehr zwiespältig aus. Die ersten Tracks „Fuck That, I’m Human!“ und „Hexenpolizei“ sind ganz im Stile von „Rocket Heart“ gehalten: Nicht besonders anspruchsvoll, doch das Zusammenspiel der Protagonisten funktioniert zum Auftakt wirklich gut und auch „God Is Hiding Under My Bed“ weiß mit seiner Clubtauglichkeit und einem ordentlichen Drive durchaus zu gefallen. SANTA HATES YOU haben auf „Crucifix Powerbomb“ einen zwar einfach gestrickten, allerdings eigenständigen Elektrosound mit hohem Wiedererkennungswert geschaffen – nicht jedem Elektroprojekt gelingt dies in dieser Manier.

Klingt soweit recht solide – doch nach dem bereits bekannten „Rocket Heart“ kämpft die Scheibe dann allerdings immer wieder gegen einen gewissen Hauch von Monotonie an und gewinnt diesen Kampf dabei nur bedingt. Das anfangs noch originelle Zusammenspiel von Peter Spilles und Jinxy nutzt sich im weiteren Verlauf immer mehr ab, Tracks wie „Z.O.M.B.I.E.“ oder „Your Soul’s Funeral“ sind isoliert betrachtet immer noch rundum ordentliche Clubtracks, im Rahmen des gesamten Albums wird den Songs die weiterhin vorhandene „Schlichtheit“ jedoch eher zum Verhängnis. Hinzu kommt, dass Tracks wie „La Malia“ oder „The Bonus 2.0“ einfach nur öde und nervig sind.

So bleibt man eventuell hin- und hergerissen zurück, denn „Crucifix Powerbomb“ bietet einige wirklich gelungene und unterhaltsame Elektrosongs. Das Problem von „Crucifix Powerbomb“ liegt vielleicht darin, dass der Sound von SANTA HATES YOU auf Albumlänge diesmal nicht dauerhaft funktionieren will und sich trotz der charismatischen Präsenz von Peter Spilles & Jinxy mit fortlaufender Dauer gewisse Abnutzungserscheinungen zeigen.

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14.03.2010

Der metal.de Serviervorschlag

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