Screamer - Kingmaker

Review

Galerie mit 7 Bildern: Screamer - Satan European Tour Mergener Hof, Trier

Vor gut zehn Jahren kam die New Wave Of Swedish Heavy Metal ins Rollen. Bands wie RAM, PORTRAIT, KATANA, ENFORCER, AMBUSH oder SCREAMER zelebrierten die Musik, welche ihre Eltern in den 80ern hörten. Zu dieser Welle zählen ebenfalls die aus dem Heavy Metal kommenden älteren, aber teilweise eher im Hard Rock aktiven, Bands, wie zum Beispiel 220 VOLT, SPELLBOUND oder TORCH. SCREAMER liefern im 14. Jahr ihres Bestehens das fünfte Studiowerk mit Namen „Kingmaker“.

„Kingmaker“ ist das fünfte Studioalbum von SCREAMER

Zum Vorgänger „Highway Of Heroes“ hat es eine Veränderung in der Band gegeben. Anton Fingal gab die Gitarre nach zehn Jahren an Jonathan Aagaard Mortensen weiter. Seit 2015 drückt Sänger Andreas Wikström SCREAMER mit seinem markanten Organ den Stempel auf.

Eine weitere Veränderung kündigten SCREAMER bereits vorab mit der Single „The Traveler“ an. Waren bisher alle Scheiben zwischen knackigen Hard Rock und klassischen Heavy Metal verortet, liefert „The Traveler“ melancholische AOR-Klänge, welche auch von FOREIGNER, JOURNEY oder REO SPEEDWAGEN stammen könnten. Gehen SCREAMER auf Schmusekurs?

Davon ist das Quintett weit entfernt, bereits der ebenfalls vorab veröffentlichte Titeltrack „Kingmaker“ liefert den an der NWoBHM angelegten typischen Sound von SCREAMER. Treibendes Riffing und ein eingängiger Refrain laden zum Headbangen ein. In eine ähnliche Richtung bewegen sich „Rise Above“ und „Hellfire“. Mit „Chasing The Rainbow“ zeigen SCREAMER ihre Variabilität auf „Kingmaker“. Das Keyboard-Intro erinnert zunächst an URIAH HEEP, Tempo und Gradlinigkeit bestimmen den Track bis zum Refrain, welcher melodisch rockig daherkommt.

„Ashes And Fire“ galoppiert im NWoBHM-Style vorwärts. Live, zum Beispiel auf dem Keep It True, dürfte der Song hervorragend funktionieren. Lyrisch beschäftigen sich Wikström und Co. mit einem kritischen Blick auf das Weltgeschehen und die schleichende Selbstzerstörung der Menschheit und deren Unfähigkeit diesen Zustand zu verändern. „Fall Of A Common Man“ knüpft an „Ashes And Fire” an, “Sounds Of The Night” legt eine Schippe Tempo drauf, ohne dass die Eingängigkeit verloren geht. „Renegade“ ist kein HAMMERFALL-Cover. Ein galoppierender Headbanger beendet Album Nummer fünf aus der Feder von SCREAMER.

SCREAMER werden vielfältiger und variabler

Mit „Kingmaker“ legen SCREAMER ein bärenstarkes Heavy-Metal-Album auf den Tisch, welches die Entwicklung der Band zu variableren und vielfältigeren Songs zeigt. Es mischen sich Stadionrockklänge („The Traveler“) mit Keyboardtönen („Chasing The Rainbow“) und typischen NWoBHM-Nummern („Ashes And Fire“ oder „Fall Of A Common Man“). Natürlich erfinden SCREAMER das Rad nicht neu. Die Band transportiert den 80er Jahre Sound in das Jahr 2023 und steckt diesen in ein abwechslungsreiches Gewand. Menschen, welche auf dem Keep It True oder dem Headbangers Open Air zu Hause sind, sollten mit SCREAMER und „Kingmaker“ ihre Freude haben.

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15.01.2023

Ein Leben ohne Musik ist möglich, jedoch sinnlos

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